The Saddest Landscape - Plattenkritiken

The Saddest Landscape - After the lights - CD / Band-Homepage / Topshelf Records

Tracklist:

01.) In Love With The Sound
02.) This Heals Nothing
03.) The Urge For Permanence
04.) When Everything Seemed To Matter
05.) The Comfort Of Small Defeats
06.) Days Of Punched In
07.) Desparate Vespers

Kritik:

The Saddest Landscape kommen aus Boston und waren mir
bisher nur vom Namen ein Begriff. Keine Ahnung seit wann
es die Band gibt, ich weiss nur dass sie sich mal für 
vier Jahre aufgelöst hatte und jetzt seit ein paar Jahren
wieder aktiv ist. Neben unzähligen 7"s und Split 7"s dürfte
die hier vorliegende CD das insgesamt vierte Album sein und
das zweite nach der Reunion.
Hmm, ist wohl schon ziemlich lange her, dass ich das letzte
Mal ein richtig gutes Screamo-Album gehört habe und wenn ich
ehrlich bin hatte ich auch an The Saddest Landscape keine
allzugrossen Hoffnungen. Das liegt sicherlich mit daran, dass
ich von Reunions nicht viel halte und das meistens wirklich in
die Hose geht, vor allem wenn die Band nicht nur die alten Hits
spielt, sondern auch noch neue Alben aufnimmt. The Saddest
Landscape können mich mit "After the lights" trotz meiner grossen
Zweifel komplett überzeugen. Hier gibts schön schnellen, teilweise
etwas experimentellen Screamo, dem man die Wurzeln im Hardcore-
Punk noch deutlich anhört. Zwar ist die Grundstimmung bei den 7
Songs gewohnt melancholisch, trotzdem ist auch die Wut im Sound
spürbar und das fehlt vielen anderen Screamo-Bands heutzutage.
Wie für das Genre üblich gibts auch bei der Band aus Boston viele
Tempowechsel. Mal gehts etwas langsamer und vertrackter los, nur
um im nächsten Moment in einen schnellen Wutausbruch auszubrechen.
Yeah, genau so muss Screamo klingen und wenn sich eine Reunion-
Platte so anhört, dann können von mir aus gerne mehr Bands eine
Reunion wagen und auch eine neue Platte veröffentlichen. In den
meisten Fällen läufts dann aber doch eher wie bei Slime und das
Ganze ist megapeinlich und unnötig. Ich hoffe deren Album landet
niemals hier aufm Tisch zum Besprechen.
Dazu kommt die CD im fetten Digi-Pack (OK, so fett ist der gar
nicht, sieht aber geil aus!) mit ausführlichem, schön gestaltetem
Booklet inkl. den kompletten Songtexten.