The Riots - Plattenkritiken

The Riots - Time for truth - LP / Band-Homepage / Kidnap Music / Time For Action

Tracklist:

Side A:
01.) Time for truth
02.) Me and my friends
03.) Hate to see you go
04.) One step
05.) The only life i know
 
Side B:
06.) Heroes
07.) Brixton
08.) My own way
09.) Living on the edge
10.) There's one thing you can't hide

Kritik:

The Riots kommen aus Russland und gründeten sich 2009. Davor waren die
Musiker aber schon zusammen in anderen Bands aktiv, schlugen mit The
Riots aber einen musikalisch anderen Weg ein. Das Debüt-Album "Time For
Truth" wurde im Original wohl bereits 2013 veröffentlicht, war aber
wohl recht schnell ausverkauft und wird jetzt von Kidnap Music wieder
neu aufgelegt.
Hatte in letzter Zeit öfter mal den Band-Namen aufgeschnappt und auch ein
Interview der Band im aktuellen Plastic Bomb gelesen, hatte aber bisher
noch nie auch nur einen Song gehört. Umso erfreuter bin ich als ich ein
Paket von Kidnap mit einer LP und einer 10" von The Riots bekomme.
Bei den 10 Songs auf dem Debüt-Album der Band gibts eine gelungene Mischung
aus frühem, recht poppigen 77er UK-Punk bzw. Powerpop und klassischem Mod-
Sound. Dabei kommen natürlich sofort The Jam in den Sinn und musikalisch
schlägt das durchaus in eine ähnliche Kerbe, The Riots verfeinern das Ganze
aber noch mit etwas Ska/Reggae und eben frühem britischen 77er Pop-Punk. Das
lässt wiederum an The Clash denken und auch das passt ganz gut. Bei Mod-Punk
denke ich unweigerlich an The Movement, dieser Vergleich hinkt dagegen etwas.
Hier gehts nämlich wesentlich poppiger zu Sache - nicht so punkig und rotzig,
eher melodisch und poppig, also doch eher The Jam als The Clash. Wobei bei
den 10 Songs auch mal schnellere Tracks dabei sind.
Insgesamt jedenfalls eine recht gelungene Debüt-Scheibe die Spass macht und
zu der wohl problemlos das Tanzbein geschwungen werden kann. Kritik gibts
lediglich für die recht spärliche Aufmachung. Zumindest ein Textblatt wäre
wünschenswert gewesen ...



The Riots - Take no prisoners - 10" / Band-Homepage / Kidnap Music / Time For Action

Tracklist:

Side A:
01.) Sulphate
02.) There's no future (for all this who forget the past)
 
Side B:
03.) Take no prisoners
04.) Alright

Kritik:

Vor ein paar Tagen habe ich erst das neu aufgelegte erste Album der
Russen von The Riots besprochen und jetzt gibts direkt Nachschlag in
Form einer 10"EP mit vier neuen Songs. In den letzten 3 Jahren waren
die aus Russland stammenden The Riot sehr aktiv und "Take no prisoners"
ist bereits die fünfte EP seit 2012 - wow!
Nach dem Hören des ersten Songs habe ich das Gefühl das The Riots im
Vergleich zum Album etwas punkiger und schneller geworden sind, aber
nach mehrmaligem Hören bestätigt sich der Eindruck dann doch nicht.
Trotzdem sind die vier Songs hier nochmal etwas energiegeladener und
der Mod-Einschlag wurde zugunsten des Power-Pop etwas zurückgeschraubt.
Ansonsten gibts aber nach wie vor eine sehr melodische Mischung aus
dem typischen Mod-Sound und klassischem 77er UK Powerpop/Punk mit leichtem
Ska/Reggae-Einschlag. Im Vergleich zum 2013er Album wirken die Jungs auf
"Take no prisoners" noch einen Ticken tighter und gerade der Titeltrack
ist ein grosser Hit mit hohem Ohrwurm-Faktor. Aber nicht nur dieser
sondern alle vier Songs warten mit schönen Melodien auf und bleiben
recht schnell im Ohr hängen.
Einziger Kritikpunkt ist leider auch hier das fehlende Textblatt. Das
Format 10" finde ich toll, aber bei der Aufmachung hätte man sich
trotzdem etws mehr Mühe geben können, zumal die Band ja scheinbar auch
was zu sagen hat ... schade ...