The Higgins - Plattenkritiken

The Higgins - Sad Boy 7" / MSM1279 Records

Tracklist:

Seite A:
01.) Story
02.) Hard to Get

Seite B:
01.) Sad
02.) Baby
03.) The Top

Kritik:

The Higgins kommen aus Schwäbisch Gmünd und eigentlich gibt es die Band schon seit
1997. Im Jahre 2003 (also 6 Jahre nach Gründung der Band) haben sie es aber endlich
auch geschafft ein paar Songs aufzunehmen und diese dann via MSM1279 Records als
Single zu veröffentlichen.
Musikalisch spielen The Higgins sehr guten und rauhen Street-Punk mit schönen Chören
bei den Refrains, was die Songs sehr einprägsam macht. Spätestens nach dem dritten
Hören der Scheibe kann man einige Songs schon mitsingen.
Textlich singt man viel über persönliche Themen, lässt aber auch immer mal wieder
kritische Gedanken durchblicken und zeigt somit, dass man sich von dem unpolitischen
Schrammel Streetpunk abhebt und sich seinen eigenen Kopf über die Dinge macht.
Einziger Kritikpunkt ist, dass leider kein Textblatt dabei ist, sondern nur einige
Fotos der Band. Da hätte mir ein Beiblatt mit Texten doch wesentlich besser
gefallen.
Da das aber wirklich der einzige Kritikpunkt ist, kann ich diese Scheibe nur
weiterempfehlen. Hoffe auch, dass man auf eine neue Veröffentlichung nicht wieder
6 Jahre warten muss.





The Higgins - Who the Fuck are you?! CD / Band-Homepage / MSM1279 Records

Tracklist:

01.) Intro
02.) Bush vs. Schicklgruber
03.) Different
04.) Who the fuck are you?!
05.) Higgins
06.) Down on the streets
07.) I killed the president
08.) Just fuck you!
09.) No mercy
10.) Where do you wanna go?
11.) I don't like champagne
Bonustrax:
12.) Story
13.) Hard to get
14.) SAD
15.) Baby
16.) The Top

Kritik:

Zur Band-Geschichte gibt es eigentlich nichts neues zu sagen. Alles
wichtige habe ich schon beim Review von der Debüt-Single geschrieben.
Etwa 1,5 Jahre nach der Debüt-Single gibt es jetzt endlich auch den
ersten Longplayer der Jungs aus Schwäbisch Gmünd.
Musikalisch haben sich die Jungs nicht groß geändert. Wie bei der Single
gibts auch auf dem Longplayer rauhen Street-Punk mit den unverwechselbaren
Chören bei den Refrains. Das Ganze kommt jetzt zwar ein bisschen ausgereifter
rüber, weiß aber trotzdem noch sehr zu gefallen. Textlich gehts auch wieder
um persönliche und politische Dinge. Vor allem gleich der erste Song "Bush vs.
Schicklgruber" fällt mir da aber gleich negativ auf. Total stumpfer
Antiamerikanismus, wie man ihn in der Punk-Szene in letzter Zeit leider viel
zu oft findet. Vor allem der Vergleich zwischen Bush und Hitler ist hier wohl
total fehlt am Platz.
Wäre dieser wirklich dumme Text vom ersten Track nicht, hätte ich die Platte
sicherlich ziemlich abgefeiert. Aber somit reihen sich auch die Higgins in die
Reihe der deutschen Bands ein, die stumpfen Antiamerikanismus predigen. Schade
eigentlich.