The Baboonz - Plattenkritiken

The Baboonz - Take Warning - CD / Black Butcher Records / Aggressive Noise

Tracklist:

01.) My evil friend Ed
02.) Time is right
03.) Daily Dues
04.) That Night
05.) Back on the road
06.) Always Highspeed
07.) Take a trip
08.) Congratulations
09.) Take Warning
10.) Bastards
11.) Down on their luck
12.) Love is like a sticker
13.) Why Mike Ness is always cool

Kritik:

Zum ersten Mal habe ich die Band auf der neuen Kruzefix CD-Beilage gehört und war echt
total begeistert von ihnen. Umso erfreuter war ich, als mir diese Woche das erste Album
von ihnen in den Briefkasten flatterte. Die Band gibt es seit 1998 und drei Jahre später
hat man dann unter eigener Regie die erste Single namens "Congratulations" veröffentlicht.
2 Jahre später kommt jetzt der erste Longplayer.
The Baboonz spielen Ska-Punk, wie man ihn von Less than Jake kennt. Mir gefallen The Baboonz
aber wesentlich besser, da der Ska in den Songs nicht zu kurz kommt und somit den Songs einen
größeren Ohrwurm-Faktor verschaffen. Das merkt man vor allem bei "Congratulations", das sofort
im Ohr hängen bleibt. Aber der Vergleich mit Less than Jake hinkt ziemlich, da die Band nicht
nur musikalisch, sondern auch textlich was auf dem Kasten hat. Da die Texte meist politisch
sind und es sich bei den Texten um Polizeigewalt, Nazis, Edmund Stoiber und ähnliches dreht,
drängt sich hier ein Vergleich mit No Respect auf. Aber auch dieser Vergleich hinkt ziemlich,
da die Band einfach nur so vor Eigenständigkeit strotzt. Was mir auch verdammt gut gefällt
ist der (teilweise) weibliche Gesang bei dem Song "Love is like a sticker".
Auch das Booklet ist gut gelungen und neben den kompletten Lyrics findet man auch ein paar
Fotos im Booklet.
Insgesamt also ein verdammt gelungenes Debüt-Album, das ich jedem nur ans Herz legen kann,
auch wenn man mit Ska nicht unbedingt viel anfangen kann. Hoffe man hört bald mehr von der
Band!





The Baboonz - Too much is not enough - CD / Band-Homepage / Black Butcher Records

Tracklist:

01.) Back Out-O-Space
02.) Goodbye
03.) Sharona
04.) Sit and Wait
05.) Lonely and grey
06.) Another day
07.) Horrorcops
08.) Too much is not enough
09.) We are walking
10.) A change for the better
11.) The good deed
12.) Hooray
13.) No regrets

Kritik:

Nachdem im Jahr 2001 die erste selbstproduzierte Single
erschien und knapp 2 Jahr später dann das erste Album
"Take warning" veröffentlicht wurden, war es etwas ruhig
um die Band aus Bayern geworden. Man spielte zwar hin und
wieder ein paar Konzerte, von neuen Veröffentlichungen hat
man aber nichts gehört. Jetzt melden sie sich zurück mit
ihrem zweiten Longplayer.
Wie man treffend im Promo-Wisch nachlesen kann, wurde die
Band erwachsener, was sich vor allem in ihrem Sound nieder-
schlägt. Musikalisch wurde das Ganze etwas ruhiger und auch
nicht mehr so chaotisch. Zwar spielt die Band immer noch
treibenden Ska-Punk, die Punk-Elemente wurden aber etwas
zurückgeschraubt und stattdessen Platz gemacht für mehr
Einflüsse aus Rocksteady, Reggae und Two Tone Ska. Auch
wenn sich hin und wieder schnellere, punkigere Klänge in
den Songs finden, kommen die meisten etwas ruhiger und mit
mehr Bläser-Einsätzen daher. Aber egal ob schneller oder
langsanmer, energiegeladen sind die Songs in jedem Fall.
Textlich gibt man sich betont politische, was Songtitel wie
"A change for better" oder "Horrorcops" schon erahnen lassen.
In den meisten Fällen gefällt mir das auch recht gut, lediglich
den Song "Hooray" finde ich etwas unreflektiert. Hier wird
mal wieder munter auf das Feindbild "Amerika" eingedroschen
und es nervt mich mal wieder dass jede zweite Band mittlerweile
einen Song gegen "Amerika" (oder wahlweise Bush) im Programm
hat, die eigene Regierung dagegen außen vor gelassen wird.
Liegt es da nicht näher das "eigene Land" mal genauer unter
die Lupe zu nehmen und zu erkennen dass es hier wohl genauso
viel zu kritisieren gibt? Das Problem heisst immer noch
"Kapitalismus" und nicht "Amerika"!
Die Aufmachung der CD geht dagegen wieder in Ordnung. Im recht
umfangreichen Booklet findet man neben einem Band-Foto auch die
kompletten Texte.





The Baboonz - Progress!? - CD / Band-Homepage / Black Butcher Records

Tracklist:

01.) Late or better
02.) Old lady blue
03.) High Time
04.) Let's get cracking
05.) The core
06.) Assembly Line
07.) Mr. Bus-Driver
08.) Just a game
09.) Old vs. young
10.) Between the lines
11.) Choosing the truth
12.) Nothing's said
13.) It's so easy

Kritik:

Dieses Jahr feiern die Baboonz ihr 10-jähriges
Jubiläum, die Band wurde nämlich 1998 gegründet
und passend zum Jubiläum gibts auch einen neuen
(dritten) Longplayer. Wie auch ihre Debüt-Album
aus dem Jahr 2003 und der Nachfolger, erscheint
Album Nr. 3 wieder auf dem Mad Butcher Unterlabel
Black Butcher Records.
Auch wenn die Floskel etwas abgedroschen klingt,
machden die Baboonz auf "Progress!?" da weiter,
wo sie mit "Too much is not enough" aufgehört
haben. Im Klartext heisst das, dass die Punk-
Elemente noch mehr zurückgeschraubt wurden und
die Songs nochmal einen Tick Ska- und Reggae-
lastiger sind. Auf richtig flotte Parts wurde
diesmal fast komplett verzichtet und vermutlich
liegts auch daran, dass die Songs für mich nicht
mehr so energiegeladen klingen. Von den Punk-
Einflüssen merkt man leider kaum noch was und
dabei war genau das der Punkt, der die Band für
mich interessant gemacht hat. Unterm Strich
ist ihre neue Scheibe für mich definitiv die
schwächste Veröffentlichung der Baboonz und
alles andere als ein positiver Fortschritt ...