Surfaholics - Plattenkritiken

Rodriguez vs. Surfaholics - Split - CD / Spiderweb Records

Tracklist:

Surfaholics:
01.) Hell
02.) Blind
03.) Class War
04.) Teenage Rock Boy
05.) R.A.M.O.N.E.S.

Rodriguez:
06.) Lovekiller
07.) No Chance
08.) Mongo Zoo
09.) Friday Party Night
10.) 20th Century Boy

Kritik:

Die Split-Scheibe auf Spiderweb Records teilen sich also die Surfaholics und
Rodriguez. Die Surfaholics kommen aus Bregenz und Rodriguez kommen aus Österreich.
Jede Band steuert zu der CD vier eigene und einen Cover-Song bei. Die Surfaholics
covern "R.A.M.O.N.E.S." von Motörhead und Rodriguez covern "20th Century Boy" von
T-Rex.
Haben mich die Surfaholics auf dem Spiderweb Sampler Volume II mit dem Song "Rock'n'Roll
with Attitude" noch vom Hocker gehauen und total begeistert, so schwindet die Begeisterung
mit diesen 5 Songs. Die Surfaholics spielen Punk'n'Roll, bei dem mir aber irgendwie die
Power fehlt, die mir an dem Sampler-Beitrag so gefallen hat. Auch der Motörhead Cover-Song
"R.A.M.O.N.E.S." kommt hier total lasch rüber und wurde schon von vielen Bands wesentlich
besser gecovert. Was auch etwas stört ist die Länge der Songs. Die Songs ziehen sich total
in die Länge, was für diese Musik-Richtung total ungewöhnlich ist und mit der Zeit auch
ziemlich nervt.
Somit zählen Rodriguez also meiner Meinung nach zu den Gewinnern der CD. Wenn man die
Songs hört, denkt man eigentlich, dass die Band aus Norwegen kommen müsste, da sie genauso
rotzige Punk'n'Roll Nummern hinlegen wie Turbonegro. Auch die Cover-Version von Rodriguez
ist gelungen und macht Lust auf Mehr von der Band.
Während die Surfaholics also hinter meinen Erwartungen zurück bleiben können mich Rodriguez
dafür überzeugen und begeistern. Ich hoffe aber dass die Surfaholics sich wieder erholen
und wieder ein paar Kracher wie auf dem Spiderweb Sampler hinlegen, das würde ich der Band
auf jeden Fall wünschen.





Surfaholics - The sugar smile on Candy Faces - CD / Band-Homepage / Spiderweb Records

Tracklist:

01.) Olivia Blackhole
02.) Cities on fire
03.) Teenage Rock Boy
04.) Nightmares
05.) A white God for the KKK
06.) On the Run
07.) Pin Up Girl
08.) Romance
09.) Fuck the World
10.) Back in the Days
11.) Rock'n'Rollers with Attitude
12.) Love Burns

Kritik:

Nach mittlerweile drei Jahren gibt es wieder ein Lebenszeichen der Band aus
Österreich. Gegeründet hat man sich im Jahr 1997 und im gleichen Jahr ist dann
auch schon der erste Longplayer erschienen. Des weiteren hat die Band dann noch
eine Single und eine Split-CD mit Rodriguez veröffentlicht, aber diese Veröffentlichung
liegt wie oben schon erwähnt bereits 3 Jahre zurück.
Und in diesen 3 Jahren hat sich einiges geändert. Hat mir bei der Split-Scheibe mit
Rodriguez noch die Abwechslung gefehlt, so gefällt mir die neue Scheibe umso besser.
Schöner melodischer Punk'n'Roll, der diesmal auf jeden Fall auch die dazugehörende
Portion Energie besitzt und der an keiner Stelle langweilig wird. Vor allem die zwei-
stimmigen Chöre bei den Refrains wissen zu gefallen und verleiht dem Ganzen nochmal
mehr Melodie. Da können heute "angesagte" Punk'n'Roll Bands wie die Turbo AC's mal
ganz lange kacken gehen. Da höre ich mir doch lieber die Surfaholics an, bei denen ich
weiss, dass sie mit ganzem Herzen bei der Sache sind und nicht nur einem Modetrend
hinterherlaufen.
Leider gibt es zum Schluss aber auch noch einen kleinen Kritikpunkt. Die Aufmachung
sieht zwar klasse aus, aber leider findet man im Booklet keine Texte zu den Songs. Die
Texte hätte man gerne noch dazupacken können. Sonst allerdings wirklich ein gelungenes
Werk.





Surfaholics - On the Rocks - CD / Band-Homepage / Kamikaze Records

Tracklist:

01.) Nine Point Seven
02.) No Chance For Love
03.) See Me Red
04.) Radio Shock
05.) Love Generator
06.) Fists In The Air
07.) Runaway Teens
08.) Black Soul
09.) Damnation Kids
10.) Need Some Lovin
11.) Get Down

Kritik:

Die Surfaholics aus Österreich dürften durch ihre letzten
Veröffentlichungen sicherlich einigen bekannt sein. Mit
"On the Rocks" legen sie nach einem Longplayer, einer EP
und einer Split-EP ihr zweites Album vor, mit welchem sie
jetzt auf Kamikaze Records gelandet sind.
Musikalisch hat sich bei der Band seit ihrem letzten Album
nicht viel geändert. Nach wie vor gibt es verdammt melodischen
Rock'n'Roll mit einem gehörigen Schuss Punk und Garage. Das
Album ist sehr gut produziert, kommt meiner Meinung nach aber
etwas zu glatt rüber. Beim Vorgänger-Album war der Sound noch
nicht ganz so klar und die Stimme des Sängers auch noch nicht
so melodisch wie hier. Das hatte der Band einen besonderen
Charme gegeben und mir persönlich besser gefallen ...
Die Aufmachung des zweiten Longplayers ist recht gut geworden.
Im dicken Booklet findet man die kompletten Song-Texte, sowie
ein paar Fotos von der Band, sowie weitere Infos.