Sunpower - Plattenkritiken
Sunpower - Bondage - CD / Band-Homepage / Dirty Faces / Crucial Attack Records

Tracklist:

01.) Bondage
02.) Redneck talk
03.) Nihilistic
04.) Frozen ... passed out ... broken
05.) At the station
06.) The antiscene
07.) Leather boots
08.) Nop means no
09.) We don't talk anymore
10.) When the spirit's gone
11.) Visions
12.) Living on the edge
13.) Out of grace
14.) Heading for fight

Kritik:

Das erste Mal aufmerksam auf Sunpower wurde ich durch ihre
Interpretation des Spermbirds Klassikers "My god rides a
Skateboard" auf dem "Still got something to prove ... a tribute
to the Spermbirds" 7"-Sampler. Danach habe ich mir die erste
LP der Band besorgt, die mich total umgehauen hat und kurz nach
Veröffentlichung der zweiten LP kam ich auch endlich in den Genuss
die Band live zu sehen. Seither sind ein paar Jahre vergangen, es
gab eine weitere Split-Live-LP mit Reproach und jetzt gibts mit
"Bondage" den dritten Longplayer.
Tja, was soll ich gross zum neuen Longplayer sagen, ausser dass
ich mal wieder total begeistert bin? Die vier Belgier machen genau
da weiter, wo sie mit "Pain for profit" aufgehört haben. Nicht mehr
ganz so schnell wie in den Anfangstagen, stattdessen wurde zum
klassischen 80er Hardcore-Sound noch etwas mehr End-70er Punk-Rock
im Stil der Sex Pistols gemischt. Natürlich wird trotzdem ordentlich
Gas gegeben und die Grundlage der Musik ist immer noch rotziger 80er
Hardcore-Punk. Schon alleine durch die Stimme des Sängers erinnert das
Ganze des öfteren an die Dead Kennedys, was vor allem beim Song "When
the spirit's gone" richtig stark auffällt. Laut Band-Info wurde die
neue Platte in zwei Tagen aufgenommen und abgemischt und genau so
klingt das auch - schön rotzige Produktion genau auf den Punkt gebracht,
ohne unnötigen technischen Schnickschnack und mit ordentlich Power
dahinter. So muss Hardcore-Punk klingen!
Wer auf Dead Kennedys, Adolescents und MDC, aber auch aktuellen Kram der
Retro-Welle des neuen Jahrtausends wie Sniffing Glue, Government Warning,
Deep Sleep etc. steht, ist bei Sunpower genau richtig. Ich bin jedenfalls
mal wieder schwer begeistert und hoffe die Band auch bald mal wieder
live zu sehen!