Strike Anywhere - Plattenkritiken

Strike Anywhere - Underground Europe 2001 Genoa Benefit EP - EP / Scene Police

Tracklist:

Seite 1:
01.) Sunspotting
02.) Antidote

Seite 2:
01.) Chorus of one
02.) Cassandratic Equation

Kritik:

Strike Anywhere kommen aus Richmond, Virginia und dürften nach ihrem Longplayer
bei Jade Tree Records wohl keine unbekannten mehr sein.
Hier handelt es sich um eine Single zu Gunsten der Gefangenen aus Genua. Also auf
jeden Fall mal ein klasse Idee und absolut unterstützenswert. Leider habe ich die
Single jetzt erst bekommen, ist aber kurz nach den Genua-Protesten schon auf Scene
Police erschienen.
Strike Anywhere machen politischen Hardcore, der eher an die 80er Hardcore-Welle
erinnert und locker mit Bands wie z.B. Avail mithalten und auch verglichen werden
kann. Schneller, melodischer Hardcore, ohne prollige Elemente, der einfach zu
gefallen weiss.
Single kommt in gelbem Vinyl und ist auf jeden Fall unterstützenswert und musikalisch
auch Top.





Strike Anywhere - To live in discontent - CD / Band-Homepage / Jade Tree

Tracklist:

01.) Asleep
02.) Antidote
03.) Chorus of One
04.) Question the answer
05.) Incendiary
06.) Earthbound
07.) Notes on pulling the sky down
08.) Cassandratic Equation
09.) Two fuses
10.) Sunspotting
11.) Two Sides
12.) Values here
13.) Where are they now

Kritik:

Auch wenn ich die Band kenne und auch sehr mag, kann ich leider nicht
viel über die Geschichte erzählen, da ich dazu nirgends brauchbare Infos
finden kann. Aber soweit ich weiß hat die Band bereits 2 Longplayer und
mindestens eine Single (auf Scene Police) rausgebracht. ca. 1,5 Jahre
nach dem letzten Longplayer kommt hier eine Compilation der Band, auf
der sich neben raren Songs auch gänzlich unveröffentlichte Songs
befinden.
Musikalisch zeigen sich Strike Anywhere hier mal wieder von ihrer besten
Seite. Druchvoller, nach vorne treibender Hardcore, bei dem es trotzdem
nicht an Melodie mangelt. Dazu kommen die hochpolitischen Lyrics, für die
Strike Anywhere bekannt sind. Einmal mehr gibts hier wieder klare Aussagen
ohne auch nur einmal peinlich zu werden. Im Vergleich zu ihrem letzten
Longplayer gehts hier etwas schneller zur Sache und gefällt mir somit sogar
noch besser. Zusätzlich befinden sind unter den 13 Songs noch 3 Cover-Versionen
von Cock Sparrer, Dag Nasty und Gorilla Biscuits.
Zur Aufmachung kann ich leider nichts sagen, da ich hier nur ein Promo-Exemplar
der CD ohne Booklet habe ...
Veröffentlichung: 25. Januar 2005





Strike Anywhere - Dead FM - CD / Band-Homepage / Fat Wreck Chords

Tracklist:

01.) Sedition
02.) How To Pray
03.) Prisoner Echoes
04.) Instinct
05.) The Promise
06.) Speak To Our Empty Pockets
07.) Two Thousand Voices
08.) Hollywood Cemetery
09.) Allies
10.) Gunpowder
11.) Dead Hours
12.) Iron Trees
13.) House Arrest
14.) Ballad of Bloody Run

Kritik:

Strike Anywhere gründeten sich im Jahr 1999 in Richmond,
Virginia. wenn ich richtig informiert bin, hat die Band
bisher zwei Longplayer, ein Compilation-Album, ein Live-
Album und diverse Singles rausgebracht, was auch zu einer
gewissen Bekanntheit geführt hat. Mit ihrem mittlerweile
dritten Longplayer sind Strike Anyhwere jetzt auf Fat
Wreck Chords gelandet.
Der Labelwechsel hat der Band glücklicherweise nicht
geschadet. Ganz im Gegenteil, Strike Anywhere klingen
nach wie vor richtig frisch und unverbraucht. Wie von
der Band gewohnt gibts auf "Dead FM" eine gelungene
Mischung aus melodischem Punk-Rock und energiegeladenen
Hardcore. Die 14 Songs verbinden Wut, Energie und
Aggressivität, sind dazu aber trotzdem verdammt eingängig
und melodisch. Der Großteil der Songs sind sehr gelungene
Ohrwürmer, wie bspw. "Speak to our empty pockets" oder
"Two Thousand Voices". Strike Anywhere bleiben natürlich
auch ihren politischen Lyrics treu und singen in den 14
Songs u.a. über Homosexualität, Transgender, Religion,
Knäste und einiges mehr. Positiv fällt natürlich auf, dass
die Texte zu keinem Zeitpunkt peinlich oder phrasenhaft
daherkommen.
Aufmachung geht auch in Ordnung. Im nett gestalteten Booklet
finden sich neben diversen Live-Fotos auch die kompletten
Texte inkl. Linernotes von der Band.
Unterm Strick bleib ein wirklich gelungener Longplayer, meiner
Meinung nach sogar mit die beste Veröffentlichung der Band
(und das soll was heissen, fand ich doch auch ihre anderen
Veröffentlichungen alle super). Hier passt einfach alles:
Musik, Texte und Aufmachung!





Strike Anywhere - Iron Front - CD / Band-Homepage / Bridge Nine Records

Tracklist:

01.) Invisible Colony
02.) I’m Your Opposite Number
03.) South Central Beach Party
04.) Failed State
05.) Hand Of Glory
06.) The Crossing
07.) Spectacular
08.) Blackbirds Roar
09.) Omega Footprint
10.) Summerpunks
11.) First Will And Testament
12.) Western Scale'
13.) Postcards From Home

Kritik:

Seit dem letzten Album von Strike Anywhere "Dead FM" (damals
noch auf Fat Wreck Chords) ist einige Zeit vergangen und
zumindest was neue Veröffentlichungen anging, war es sehr
ruhig um die Band. Dafür waren Strike Anyhwere live sehr
aktiv und auch das ein oder andere Mal in Europa auf Tour.
Drei Jahre nach dem letzten Album hat man mit Bridge Nine
Records ein neues Label gefunden und legt mit "Iron Front"
den vierten Longplayer vor.
Im Vergleich zum letzten Fat Wreck Album kommt "Iron Front"
nicht ganz so melodisch daher, dafür wurden die Hardcore-Parts
wieder etwas ausgebaut und die Band geht insgesamt druckvoller
zu Werke. Das heisst aber nicht, dass auf schöne Melodien ganz
verzichtet wurde, die sind nämlich immer noch stark ausgeprägt
und sind auch typisch für den Sound von Strike Anywhere. Hier
gibts also 13 neue Songs irgendwo zwischen melodischem Punk-
Rock und aggressivem Hardcore mit engagierten, sozialkritischen
Texten, die ohne hohle Parolen auskommen. Der Titel des neuen
Album bezieht sich übrigens auf die Eiserne Front, ein
Zusammenschluss verschiedener Gewerkschaften im Widerstand
gegen den Nationalsozialismus. Von dieser Organisation stammt
übrigens auch das Strike Anywhere Logo mit den drei Pfeilen.
Gut gelungen ist hier natürlich auch die Aufmachung. Die CD
kommt mit fettem Booklet, in dem sich die kompletten Songtexte
befinden. Dazu gibts noch ein weiteres umfangreiches Beiblatt,
auf dem sich (teilweise sehr umfangreiche) Linernotes zu ein
paar der Songs befinden.




Strike Anywhere - In defiance of empty times - CD / Band-Homepage / Bridge Nine Records

Tracklist:

01.) We Amplify/Blaze
02.) Infared
03.) Hollywood Cemetery
04.) I'm Your Opposite Number
05.) Chorus of One
06.) Postcards from Home
07.) Timebomb Generation
08.) Orphan Age
09.) Prisoner Echoes
10.) Extinguish
11.) Sunset on 32nd

Kritik:

Vor ein paar Tagen habe ich die neue Live-Akustik-Platte von
Polar Bear Club besprochen, jetzt legen ihre Label-Kollegen
von Strike Anywhere nach und bringen ihr "In defiance of empty
times" raus. Wenn mich nicht alles täuscht wurde das sogar
teilweise beim gleichen Konzert mitgeschnitten.
Zumindest die ersten 6 Songs wurden nämlich auch hier bei einem
Konzert im letzten Jahr im Montage in Rochester und Polar Bear
Club haben an dem Abend auch ein Akustik-Set gespielt. Naja, egal,
die hier vorliegende Akustik-Scheibe von Strike Anywhere gefällt
mir nämlich wesentlich besser, wobei die Soundqualität leider zu
wünschen übrig lässt. Hier klingen die Songs einfach wesentlich
energiegeladener in der Akustik-Version als das bei Polar Bear
Club der Fall ist. Zudem haben Strike Anyhwere in ihren Songs was
zu sagen und das kommt bei Akustik-Gigs fast noch besser rüber.
Der zweite Teil der CD wurde übrigens bei einem Gig zugunsten der
Occupy-Bewegung aufgenommen, leider ist hier die Sound-Qualität noch
schlechter als beim ersten Teil. Ansonsten gibts hier Songs aus
allen Schaffensphasen der Band, von den Alben "Dead FM", "Iron Front",
"Exit English" und "Change is a sound". Tja, wäre da nicht der schlechte
Sound, dann könnte ich die Platte auf jeden Fall weiterempfehlen, so
isses aber wahrscheinlich nur was für eingefleischte Stike Anywhere
Fans ...
CD kommt übrigens im schicken Digi-Pack inkl. einer kleinen Poster-
Beilage inkl. den kompletten Songtexten auf der Rückseite. Sehr schön,
leider werden Songtexte nämlich nur in den wenigsten Fällen auch bei
Live-Platten beigelegt ... Strike Anyhwere zeigen mal wieder wie man
es richtig macht (ok, fast richtig - bis auf die Soundqualität eben).