Stark Raving Mad - Plattenkritiken

Stark Raving Mad - MX + Amerika CD / Band-Homepage / Just 4 Fun

Tracklist:

01.) Are You Sleeping
02.) Take A Stand
03.) Social Sickness
04.) Judge & Jury
05.) Piss On You
06.) Racist Pig
07.) The Price Ain't Right
08.) No Reason (New Version)
09.) S.O.S.
10.) Bloodclot
11.) Greedy, Greezy Bastard
12.) Politshit
13.) Set Them Free
14.) F.T.A. (New Version)
15.) Ignorance's Day
16.) Choice
17.) Chaos
18.) Problem
19.) Happy People
20.) Rapist
21.) Waking Up Is Hard To Do
22.) Capitalist Cunts
23.) Mr. Hardcore
24.) Machine Gun Youth
25.) Down And Out
26.) Opression / Depression
27.) No Reason
28.) F.T.A.
29.) Somebody's Watching
30.) Life Or Death
31.) Chaos (New Version)
32.) Mr. Hardcore (New Version)

Kritik:

Wenn man was zur Geschichte von Stark Raving Mad schreibt,
ist es unerlässlich die Band Pissed Youth! zu erwähnen,
welche sich 1982 in Houston gründete. Nach diversen
Umbesetzungen benannte sich diese nämlich 1983 in Stark
Raving Mad um. Bereits ein Jahr später erschien die erste
Platte "MX", 1985 dann die zweite "Amerika" und 1986 löste
sich die Band auch schon wieder auf. 1995 fand sich die Band
wieder zusammen (diesmal allerdings als Trio) und es wurden
sogar neue Songs geschrieben. Leider sind diese nie erschienen,
weil der Schlagzeuger Steve (der übrigens mal mit der Schwester
von Spike Cassidy von DRI verheiratet war) vorher an einer
Überdosis Heroin verstarb.
Auf der hier vorliegenden CD gibts die beiden Alben, die von
Band veröffentlicht wurden und auch noch vier neue Versionen
von alten Songs. Eine Nähe zu DRI bestand nicht nur durch die
Frau des Schlagzeugers, sondern definitiv auch in der Musik.
Stark Raving Mad spielten extrem schnellen, wütenden Thrashcore,
wie man ihn eben von frühen DRI oder frühen Suicidal Tendencies
kennt. Im Vergleich zu diesen beiden Bands war die Musik von
Stark Raving Mad allerdings rotziger und sogar noch einen Tick
schneller. Zudem hatte die Band in ihren Texten einen politischen
Anspruch, was Songtitel wie bspw. "Racist Pig", "Rapist" oder
(meiner Meinung nach ziemlich bescheuerter Titel) "Capitalist
Cunt" andeuten. Bei manchen Songs erinnert mich die Stimme des
Sängers übrigens stark an Jello Biafra.
Die CD kommt inkl. Booklet, in welchem sich eine ausführliche
Band-History befindet. Zudem gibts darin noch ein paar Bandfotos
und Flyer-Abbildungen. Auf die Songtexte wurde aber leider
verzichtet, was schade ist. Trotzdem eine sehr gelungene
Wiederveröffentlichung und wer auf Früh-80er Thrashcore steht
und die Original-Platten nicht besitzt, sollte hier auf jeden
Fall zuschlagen!