Snitch - Plattenkritiken

Snitch - Genuine - CD / Wolverine Records / Starkult Promotion

Tracklist:

01.) Longest Days
02.) Down in Flames
03.) Farewell
04.) Untitled
05.) Game Over
06.) Spacediver
07.) Save your breath
08.) Counting Seconds
09.) Just Wait
10.) The Clan
11.) Never Surrender

Kritik:

Snitch kommen aus der Schweiz und meines Wissen nach ist das bereits das zweite, wenn
nicht sogar das dritte Full-Lenght Album der Band, die auf dem schweizer Label Leech
Records untergebracht ist.
Snitch spielen schönen, melodischen Punk-Rock, der teilweise auch in die Pop-Richtung
geht, die Pop-Elemente halten sich hier aber glücklicherweise in Grenzen und somit
würde ich das ganze auf keinen Fall als Pop-Punk bezeichnen. Ihr Wurzeln und Vorbilder
haben sie sicherlich bei den zahlreichen Fat Wreck oder Epitaph Bands, aber das macht
überhaupt nicht, da sie trotzdem noch ihre Eigenständigkeit besitzen. Was zwischen den
Epitaph / Fat Wreck Bands und Snitch den deutlichsten Unterschied ausmacht ist meiner
Meinung nach der Gesang. Der kommt bei Snitch wesentlich aggressiver rüber und gefällt
mir sehr gut.
Snitch spielen auf jeden Fall in der ersten Liga der Melodie-Punk-Bands mit und verstehen
ihr Handwerk sehr gut. Bei dem Album wird es auf jeden Fall nicht langweilig.





Snitch - s/t - CD / Band-Homepage / Leech Records

Tracklist:

01.) Gravity
02.) Cover me with tears
03.) I was born
04.) Slumberville
05.) Monkey Baby
06.) Nothing
07.) Junkie to your love
08.) Hiding from the light
09.) Raindrops
10.) Kill the calm
11.) First Day
12.) 10 June 2006

Kritik:

Mittlerweile haben Snitch schon über 10 Jahre auf dem Buckel.
Gegründet wurde die schweizer Band bereits 1996 und in der Zeit
ihres bisherigen Bestehens, war die Band sehr aktiv, wovon
drei Longplayer und zwei Singles zeugen. Mit dem hier vorliegenden
gleichnamigen Album, steht jetzt der vierte Longplayer in den
Startlöchern.
Überschattet wird dieses Album vom Tod der Snitch Bassistin, die
durch Komplikationen bei der Geburt ihrer Tochter im letzten Jahr
verstorben ist. Auch wenn viele der Songs irgendwie fröhlich wirken,
klingt immer ein melancholischer Unterton mit. Ansonsten gibts nach
wie vor schön melodischen Pop-Punk, bei dem es hin und wieder auch
etwas schneller zu Sache geht. In diesen schnelleren Momenten erinnern
mich Snitch stark an Lagwagon, alte Millencolin oder No Use For A Name.
Im Vergleich zu den bisherigen Alben, kommt die Band diesmal wesentlich
abwechslungsreicher daher und so werden auch mal Metal-Gitarren in die
Songs eingebaut oder es wird gekreischt. Allerdings passen die Metal-
Gitarren meiner Meinung nach nicht wirklich zu der Band und auch die
Gitarren-Soli wirken irgendwie fehl am Platze ...
Sehr schick sieht jedenfalls die Aufmachung aus. Die CD kommt im
aufwendigen Digi-Pack mit Booklet, in welchem sich die Songtexte
sowie eine Widmung an die verstorbene Bassistin befinden. Bedruckt
wurde der Digi-Pack silber, was hier wirklich super aussieht ...
wirklich sehr schick!