Scrapy - Plattenkritiken

Scrapy vs. Stage Bottles - The Riot EP - 7" / Mad Butcher Records / KOB Records

Tracklist:

Stage Bottles:
01.) Take That!
02.) Furious and in Passion
Scrapy:
01.) Devil on my shoulder
02.) Streetpolitics

Kritik:

Nach einigen Veröffentlichungen von beiden Bands auf Mad Butcher bzw. KOB Records
dürften beide Bands in Deutschland eigentlich keine unbekannten mehr sein. Und da
beide Bands auch irgendwo in der Street(-Ska-)Punk-Szene anzusiedeln sind war es
eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es da mal eine Split-Veröffentlichung geben
wird.
Wie schon gesagt spielen beide Bands geilen Street(-Ska-)Punk, der teilweise echt
Ohrwurmcharakter hat. Außerdem verstehen beide Bands ihr Handwerk auch sehr gut,
was sich in einer sehr gelungenen Veröffentlichung zeigt.
Obwohl ich beide Bands verdammt mag und auch beide Bands auf der Single super
rüberkommen zählen Stage Bottles meiner Meinung nach doch zu den Gewinnern der
Split-Single. Auf jeden Fall macht beim Kauf dieser Single sicherlich keiner einen
Fehler, da sie echt gelungen ist.





Scrapy - Local Pub Skank'n'Roll - MCD / Black Butcher Records

Tracklist:

01.) Local Pub
02.) Skank'n'Roll
03.) Knowledge

Kritik:

Und wieder mal eine neue Veröffentlichung auf Black Butcher Records, dem
Unterlabel von Mad Butcher Records, das ja bekanntlich für die Ska-
Veröffentlichungen zuständig ist.
Von der Band und dem Label her freue ich mich eigentlich über die neue
Veröffentlichung. Vom Format her finde ich die Veröffentlichung ziemlich
beschissen, da ich von Maxi-CDs absolut nichts halte. An dieser Stelle also
nochmal eine Bitte an alle Labels: Wenn es sowohl eine Maxi-CD als auch eine
7" gibt, dann schickt mir doch lieber eine 7", da ich dieses Format viel lieber
in Händen halte und eine Maxi-CD eher als totale Platzverschwendung empfinde.
Naja, nichts für ungut. Kommen wir doch mal zu der Band. Scrapy habe ich bisher
immer gemocht und die neue Single ist auch wieder geil geworden. Einfach geiler
Ska-Punk (oder Street-Ska, wie es auf dem Cover zutreffend heisst), der Laune
macht. Die ersten beiden Songs sind auch auf dem Album "Saturday night" vertreten
und bei dem dritten Song handelt es sich um eine Cover-Version von Operation Ivy,
die ganz gelungen ist.
Da die ersten beiden Songs aber auch auf dem Album mit drauf sind, sehe ich
eigentlich keinen Grund sich die Maxi-CD zu kaufen, aber das müsst ihr schon
selbst entscheiden. Die Band ist auf jeden Fall ein Hören wert.





Scrapy - Saturday Night - LP / Plastic Bomb Records / Black Butcher Records

Tracklist:

Seite 1:
01.) Local Pub
02.) Skinhead, boots and Reggae
03.) Red Eyes
04.) Wrecked Up misery
05.) Into bosses hands again
06.) Skank'n'Roll

Seite 2:
01.) Booby Hatch
02.) Saturday Night drink activists
03.) Girl of my dreams
04.) Suntimes
05.) Streetpolitics
06.) Where did you go? Where are you now?

Kritik:

Ist ja nicht die erste Besprechung von Scrapy, ist aber glaube ich die älteste Platte von
denen die ich bisher besprochen habe. Lag schon seit einer Weile hier bei mir rum und ist
mir erst jetzt wieder in die Hände gefallen.
Keine Ahnung wie ich das so lange ohne diese Platte ausgehaltet habe. Wer Scrapy kennt,
der wird wissen, dass sie Street-Ska-Punk spielen und da auf alle Fälle in der ersten Liga
mitspielen. Ist echt einfach nur gute Laune Musik, wo das eine Stück mal wieder etwas mehr
in Richtung Ska geht, das andere dann aber mal wieder punkiger ist und das sorgt auf jeden
Fall für Abwechslung auf der Platte.
Aber man merkt auch, dass sich die Jungs so ihre Gedanken über verschiedenen aktuelle Themen
(auch politische) machen und somit haben sie bei mir ein dicken Pluspunkt bekommen, da man
das in der aktuellen Ska-Szene wohl nicht mehr so oft findet, das aber auf jeden Fall dazu
gehört.
Wer also auf eine Mischung aus Ska, Streetpunk und Reggae steht und der dazu auch total
partytaugliche Bands sucht, deren Texte auch nicht zu Dumm sind und sich nicht immer nur um
typische Oi-Themen drehen, dem kann ich die Band Scrapy nur empfehlen.





Scrapy - Unsteady Times - LP / Band-HomepageMad Butcher Records / Plastic Bomb RecordsKOB Records

Tracklist:

01.) Intro
02.) Roots Rockers
03.) Sad nights in Soho
04.) Rudie can't fail
05.) Back outta jail
06.) The boys are back!
07.) Shot down
08.) Won't take my boots off
09.) Back then - right now
10.) Thze story of Tommy and Micky
11.) Just another tale
12.) Soul Girl
13.) Glory ... glory USA

Kritik:

Scrapy gründeten sich bereits im Jahr 1996 und zählen mittlerweile
wohl zu den bekanntesten deutschsprachigen Ska-Punk-Bands. Das hier
vorliegende Album ist nach zwei Longplayern, ein paar Singles und
unzähligen Sampler-Beiträgen also der dritte Longplayer der Band
aus Bayern.
Musikalisch hat sich nicht viel getan. Nach wie vor spielen Scrapy
melodischen und tanzbaren Ska-Punk. Allerdings unterscheidet sich
der Ska-Punk von anderen Ska-Punk Bands insofern, dass hier noch
Street-Punk Elemente unter den Ska gemischt werden. Diese Street-Punk
Elemente bedeuten auch die besondere Note von Scrapy. Bis dahin
gefällt mir das neue Album mindestens genauso gut wie die vorherigen
Veröffentlichungen. Die böse Überraschung kommt aber beim letzten Song.
Hier gibts nur stumpfen Anti-Amerikanismus (der übrigens schon in Track
Nr. 7 "Shot down" zu finden ist). Gibt es in anderen Ländern nicht
genügend Dinge zu kritisieren?? Die ganzen Vorwürfe die hier an die
USA gerichtet werden, treffen genauso gut auf jedes x-beliebige
kapitalistische Land dieser Welt zu!
Aufmachung der Platte geht wieder in Ordnung. Im Booklet findet man auch
die kompletten Texte der Songs, sowie Kontakt-Möglichkeiten zur Band und
zu den an der Veröffentlichung beteiligten Labels.
Wenn also dieser letzte Song nicht wäre, würde ich das Album hier gnadenlos
abfeiern ... somit bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack.