Run From Robots - Plattenkritiken

Run From Robots - Rust - CD / Band-Homepage / Glasstone Records

Tracklist:

01.) Raining Nuts And Shooting Bolts
02.) Umbrella
03.) Countersink
04.) On Top Of The Game (Everybody's Perfect)
05.) Red Lights Ruin Nights
06.) Overcoat
07.) C+B
08.) Firing Blanks
09.) AD Mint
10.) Wolf Spider

Kritik:

Aus Großbritannien kommen Run From Robots also, von denen ich
vorher noch nie etwas gehört habe. Allerdings ist das auch nicht
weiter verwunderlich, gründete sich die Band doch erst vor knapp
zwei Jahren und hat bisher eine EP veröffentlicht. Mit "Rust"
kommt jetzt der erste Longplayer.
Meistens spricht es schon gegen eine Band, wenn im Promo-Schreiben
erwähnt wird, welche beschissenen Nachwuchswettbewerbe gewonnen
wurden und wieviele Songs im Radio gespielt wurden. Tja, und genau
das ist auch bei Run From Robots der Fall. Diese Tatsache ist
natürlich erstmal nicht schlimm, aber meistens steckt dahinter
eben der Versuch der Band, so professionell wie möglich rüberzukommen
und die breite Masse anzusprechen. Und genau so klingen Run From Robots.
Ich habe absolut nichts gegen Pop-Punk und es gibt viele Bands aus dem
Genre, die mich begeistern können. Bei Run From Robots habe ich aber
das Gefühl, dass auf Teufel komm raus versucht wird ein grösseres
Publikum anzusprechen und das spiegelt sich dann in den völlig
belanglosen und grösstenteils sehr langweiligen (mit ein paar Abstrichen
finde ich lediglich "Red Lights Ruin Nights" recht gut!) Songs wieder. Aber
klassischer Pop-Punk ist das hier auch gar nicht, vielleicht Post-Pop-
Punk (yeah, und schon wieder ein neues Sub-Genre). Ist schon alles
sehr poppig, aber doch eher mit melancholischem Unterton und starkem
Emo-Einschlag und vielen Breaks. Für mich eine weitere völlig unnötige
Band, die kein Mensch braucht und die sich hoffentlich auch bald wieder
auflösen werden, da der erhoffte kommerzielle Erfolg sicherlich ausbleiben
wird ...