Ruiner - Plattenkritiken

Ruiner - Prepare to be let down - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

01.) Prepare To Be Let Down
02.) Bottom Line: Fuck You
03.) The Lives We Fear
04.) That Stone Better Be On Fire
05.) 40 Miles North
06.) A Song For Beggars
07.) Long Time Coming
08.) Repetition
09.) Choke On It
10.) When The Mourning Ends
11.) Sleepless
12.) Kiss That Motherfucker Good Nights

Kritik:

Ruiner kommen aus Baltimore und gründeten sich im Sommer
2004. Kurz darauf erschien auch schon das Demo der Band.
Ich selbst wurde zum ersten Mal durch ihre Split-Single
mit Day Of The Dead auf die Band aufmerksam. Da mir die
Band recht gut gefallen hat, habe ich mir schließlich
auch die "What could possibly go right" Single zugelegt
und wurde nicht enttäuscht. Ihr Debüt-Album erscheint
jetzt auf dem legendären Bridge 9 Records.
Und wie gewohnt legen die Jungs auch auf ihrem Longplayer
gleich richtig los. Atmosphärischer und druckvoller Hardcore
mit melancholischer Grundstimmung. Die 12 Songs werden mit
viel Energie und Power durchgeknüppelt und besitzen trotzdem
viele melodische Passagen. Dazu kommt der Kreischgesang, der
die persönlichen, emotionalen Texte rauskotzt. Erinnert streckenweise
an die genialen American Nightmare oder auch Modern Life Is War.
Die Band schafft es auf ihrem Debüt-Album, mich vom ersten Song
an zu fessel, nach 21 Minuten ist der Spass aber leider schon
wieder vorbei ... naja, wird die CD einfach gleich nochmal
angehört! Sehr gelungene Scheibe, die ihr auf jeden Fall mal
antesten solltet.
CD kommt mit schickem Booklet, welches mit düsteren Zeichnungen
geschmückt ist. Dazu gibts natürlich auch die kompletten
Songtexte.





Ruiner - I heard these dudes are assholes - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

What could possibly go right:
01.) Once Loved
02.) Paint Peals
03.) Adhering To Superstition
04.) Lockjaw
05.) Getting Over The Overs
06.) Out Go The Candles
07.) A Bridge Too Many
08.) Six By Six
DOTD Split:
09.) Dear Philadelphia
10.) Sincerely
Demo:
11.) Paint Peals
12.) Adhering To Superstition
13.) Six By Six
AS Comp.:
14.) Lives We Fear

Kritik:

Nach dem Releases ihres ersten Longplayers im Sommer 2007
wurde es (zumindest was Veröffentlichungen angeht) etwas
ruhig um die Band aus Baltimore. In dieser Zeit waren Ruiner
aber keinesfalls inaktiv, vielmehr waren sie mindestens 2x
u.a. in Deutschland auf Tour. Nachdem ihre "neue" CD "I heard
these dudes are assholes" ein paar Runden in meinem CD-Player
gedreht hat, ärgere ich mich richtig dass ich sie mir nicht
im JUZ Mannheim angeschaut habe.
Bei der hier vorliegenden CD handelt es sich jedenfalls um
eine Compilation mit einigen ihrer älteren Veröffentlichungen.
Mit dabei sind die Songs der "What could possibly go right" 7",
der Split 7" mit Day of the Dead, ihres Demo-Tapes und zum
Schluss noch ein Sampler-Beitrag. Also insgesamt 14 mal
aggressiven, düsteren Old-School-Hardcore-Punk. Im Vergleich
zum ersten Longplayer sind die hier vertretenen Songs nochmal
eine Spur schneller und trotzdem noch recht melodisch. Stellt
euch American Nightmare mit je einem Schuss Kid Dynamite und
Have Heart. Als Anspieltipps nenne ich jetzt mal "Out go the
candles" und "Paint Peals" ... aber eigentlich sind alle Songs
super! :-)
Bei "I heard these dudes are assholes" gefällt nicht nur die
Musik, auch die Aufmachung ist gelungen. Die CD kommt mit
richtig dickem Booklet, in welchem sich neben den Songtexten
auch jede Menge gute Live-Fotos befinden.






Ruiner - Hell is empty - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

01.) I'm Out
02.) Two Words
03.) Dead Weight
04.) Part One
05.) Part Two
06.) Meat
07.) Constrictor
08.) Loneliest of Hearts
09.) Convenient Gods
10.) Solitary

Kritik:

Knapp ein Jahr ist vergangen seit die Jungs aus Baltimore
ihre Compilation-CD mit den Songs der ersten Singles und
Demos veröffentlich haben, jetzt gibts mit "Hell is empty"
bereits den zweiten Longplayer.
Ich muss gleich zu Beginn sagen, dass mich Ruiner auch auf
ihrem zweiten Album in keinster Weise enttäuschen. Hier gibts
10x druckvollen Hardcore-Punk mit einer Gehörigen Prise Old-
School. Sehr schön passen hier die langsameren Mid-Tempo Punk
Parts rein, die meistens recht schnell durch schnellen, sehr
energiegeladenen und intensiven Hardcore ersetzt werden. Die
Songs sind zwar nicht mehr ganz so eingängig, wie ich es von
der Band gewohnt bin, aber nach mehrmaligem Hören bleiben die
Lieder dann doch im Ohr hängen und setzen sich dort fest. Sehr
gut gefällt mir bei Ruiner auch der etwas kreischende Sprech-
gesang, der dem Sound seine eigene Note verleiht und sehr gut
zur Power der Musik passt. Ich bin wirklich begeistert von
"Hell is empty" und ärgere mich immer noch darüber, die Band
noch nie live gesehen zu haben, was ich wohl endlich mal
nachholen muss!
Richtig gelungen ist hier übrigens auch die Aufmachung. Die
CD kommt im schicken Digi-Pack mit zweischichtigem Druck. Auch
im umfangreichen Booklet findet sich der zweischichtige Druck,
wobei die obere Schicht bei Lichteinfall spiegelt. Sieht bei
den vielen Fotos, die den Großteil des Booklets ausmachen,
richtig geil aus. Daneben gibts natürlich auch die kompletten
Songtexte! Wer auf Old-School-Hardcore im modernen Gewand
steht, kann bei Ruiner nicht viel falsch machen ...