Rogue Steady Orchestra - Plattenkritiken

Rogue Steady Orchestra - Fehlstaat - CD / Band-Homepage / Fire And Flames

Tracklist:

01.) Vorstadtfassaden
02.) Schurkenska
03.) Todesursache: Deutschland
04.) Regale
05.) Endstation Supermarkt
06.) Klartext
07.) Die Arche
08.) X-Wing
09.) Wir hams ja
10.) Große Töne

Kritik:

Von der Band Rogue Steady Orchestra habe ich bis zu diesem Longplayer
noch nie etwas gehört. Das ist aber auch nicht sonderlich verwunderlich,
da die Band auch erst seit 2002 existiert. Im März 2003 veröffentlichte
die Band in Eigenproduktion ihren ersten Longplayer und mit dem zweiten
Longplayer ist man jetzt auf dem Fire and Flames Label gelandet.
Musikalisch spielen die Jungs und Mädels verdammt melodischen Ska mit
Punk, Swing und Rocksteady Einflüssen, wobei der Schwerpunkt definitiv
auf Ska liegt. Erinnert mich zumindest musikalisch etwas an Frau Doktor,
wobei bei RSO vor allem der meist mehrstimmige Gesang auffällt. Textlich
geht es in den Songs verdammt politisch zu und somit liegt ein Vergleich
mit No Respect nahe, wobei sich das wirklich nur auf das textliche bezieht,
musikalisch kann man die beiden Bands nicht vergleichen. Songs wie bspw.
"Todesursache: Deutschland" sprechen eine eindeutige Sprache. Mein
absoluter Favorit ist dabei allerdings der Song "Klartext". Geniale Texte
ohne in irgendeinem Moment in Phrasengedresche abzudriften. Für mich
der perfekte Soundtrack zum Sommer. Leider gibts viel zu wenige Ska-Bands
die einen ähnlichen Anspruch an ihre Texte haben wie RSO. Verdammt
gelungene Scheibe jedenfalls, ich bin begeistert.
Und auch die Aufmachung ist sehr gelungen. Im äußerst dicken Booklet findet
man die kompletten Texte, sehr schön.