Paranoya - Plattenkritiken

Paranoya - No One - CD / Horror Business Records

Tracklist:

01.) One more Lie
02.) Gedanken
03.) D.T.A.
04.) The last war
05.) Kälte
06.) Alter Freund, neuer Feind
07.) No One
08.) Uncertain
09.) Riot
10.) Who am it
11.) Schmerz
12.) Dedicated
13.) Der letzte Ausweg

Kritik:

Paranoya kommen aus Duisburg und nach einer Single auf Na und? Records ist das hier
ihr erster Longplayer auf dem sympathischsten deutschen D.I.Y.-Label Horror Business
Records.
Paranoya spielen melodischen Punk-Rock mit Hardcore-Einflüssen, die aber sehr
gering sind. Gesungen wird teilweise auf deutsch und teilweise auf englisch,
wobei mir die englischen Titel besser gefallen. Bei 3 Songs ("Alter Freund, neuer Feind",
"Riot" und "Der letzte Ausweg") gibt es einen anderen Sänger als bei den
restlichen Songs und das geht dann auch etwas mehr in Richtung Hardcore oder
erinnert teilweise auch an Rawside, alleine schon von der Stimme des anderen
Sängers, klingt aber trotzdem ganz gut.
Aufmachung ist auch ganz gut gelungen und im Booklet finden sich neben einigen
Fotos und Zeichnungen auch die Lyrics. In den Lyrics geht es größtenteils um
persönliche Themen, wie z.B. bei "Gedanken", "Der letzte Ausweg",... teilweise
aber auch um politische Themen ("Riot").





Paranoya - Atmen - CD / Band-Homepage / Major Threat

Tracklist:

01.) Vor dem Sturm
02.) Hinterfragen
03.) Zwanghaft
04.) Stadtrand
05.) Das neue Design
06.) Not me
07.) Identität
08.) Worte wie Gift
09.) Mono
10.) Standortbestimmung
11.) Atmen
12.) Traum wahr werden
13.) Es gibt mehr
14.) New world disorder
15.) Offene Fenster
16.) Defekt
17.) Ohne Farbe
18.) Denken, fragen, leben
19.) Wovor fürchtest du dich?

Kritik:

Ui, ist echt schon 'ne ganze Weile her, dass ich
das letzte Mal was von Paranoya gehört habe und
wusste gar nicht dass es die Band noch gibt. Die
Band besteht jedenfalls seit 1994, die erste 7"
erschien im Jahr 1999. Zwei Jahre später kam dann
der erste Longplayer auf Horror Business Records
und das war auch gleichzeitig das letzte Lebenzeichen,
das ich von Paranoya vernommen hatte. Laut Promo-
Zettel hat die Band aber 2005 noch eine Live-CD in
Eigenregie veröffentlicht.
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2008 (ok,
eigentlich ja schon 2009, aber diese CD habe ich
letztes Jahr zugeschickt bekommen) und die vier
Jungs aus Hamm melden sich mit ihrem zweiten Album
"Atmen" zurück. Musikalisch gibts hier schnellen,
nach vorne geknüppelten Punk-Rock mit leichtem
Hardcore-Einschlag. Meist sind die Songs trotz dem
hohen Tempo recht melodisch, trotzdem aber auch
ziemlich rotzig - was vermutlich daran liegt, dass
die Platte live im Studio eingespielt wurde.
Gesungen wird diesmal - bis auf zwei Ausnahmen -
auf Deutsch ... wenn ich mich richtig erinnere waren
beim letzten Album mehr englische Stücke dabei als
diesmal. Ist aber eigentlich auch egal, da mir jetzt
die deutschsprachigen Songs sogar besser gefallen.
Insgesamt auf jeden Fall ein solides Punk-Rock-Album
mit viel Wut und Power.
CD kommt mit umfangreichem Booklet in welchem sich
die kompletten Songtexte sowie ein paar Fotos und
Zeichnungen ...



Paranoya - Beobachter - 7" / Band-Homepage / Major Threat

Tracklist:

Seite A:
01.) Die Beobachter
02.) Kunst
 
Seite B:
03.) Uncertain
04.) Einfach

Kritik:

Schon wieder sind mehr als drei Jahre vergangen, seit ich
das letzte Mal was von Paranoya aus Hamm wahrgenommen habe.
Mittlerweile existiert die Band seit mehr als 15 Jahren
und in Zusammenarbeit mit Major Threat (die sich auch schon
um den Vertrieb der letzten CD gekümmert haben) gibts ein
neues Lebenszeichen in Form einer 7".
Hatte ich schonmal erwähnt dass ich das 7"-Format liebe? Ha,
falls nicht wisst ihr das jetzt! Für mich das perfekte Punk/
Hardcore-Format, vor allem wenn die 7" schön vollgepackt ist
wie hier bei Paranoya der Fall. Vier neue Songs, die an das
letzte Album anknüpfen, aber definitiv eine Weiterentwicklung
erkennen lassen. Gabs bei "Atmen" noch recht viele straighte
Hardcore-Kracher, so gibt man sich hier etwas abwechslungsreicher
und verbindet den schnellen Hardcore-Punk mit melodischeren
Rock'n'Roll und Glam-Rock-Einflüssen und bei "Uncertain" gibts
klassischen Deutsch-Punk, auch wenn das der Titel nicht vermuten
lässt. Gesungen wird bei allen vier Songs auf Deutsch, beim
gerade genannten "Uncertain" allerdings mit englischem Refrain.
Alles in Allem dürfte "Beobachter" wohl die abwechslungsreichste
Veröffentlichung von Paranoya bisher sein und bis auf "Die
Beobachter" gefallen mir alle Songs ziemlich gut und dann auch
noch das tolle Format - alles richtig gemacht!
Die 7" kommt übrigens auf blauem Vinyl und steckt im Faltcover
inkl. den kompletten Songtexten auf der Rückseite und einen
MP3-Downloadcode gibts natürlich auch noch dazu.