Paint the Town Red - Plattenkritiken

Paint the Town Red / Rise and Fall - Weapons - CD / Band-Homepage / Join the Team Player Records

Tracklist:

Paint the Town Red:
01.) Streets of Munich call my name
02.) Hymns of Style and Hate
Rise and Fall:
03.) Give and Take
04.) Running out of time

Kritik:

Beide Bands dieser Split-Single auf JTTP Records waren mir bis zu diesem
Zeitpunkt völlig unbekannt. Ist aber auch nicht verwunderlich, da beide
Band noch nicht wirklich lange existieren.
Die Band Paint the Town Red kommen aus München und haben sich im Winter
2001 gegründet. Neben einer Single ist das hier die zweite Veröffentlichung
der Band. Musikalisch bekommt man hier feinsten Hardcore geboten, der ohne
Metal-Elemente und vor allem ohne das übliche Rumgeprolle der meisten Hardcore
Bands auskommt. Schneller Hardcore mit viel Energie. Vor allem der zweite Song
gefällt mir sehr gut.
Rise and Fall kommen aus Belgien und haben sich auch erst im Sommer 2002
gegründet. Trotzdem waren die verschiedenen Mitglieder schon seit Jahren in
verschiedenen Hardcore-Bands aktiv, wie z.B. The Deal, Kingpin, Spirit of Youth
oder Forced Hate. Meines Wissens ist dies hier die erste Veröffentlichung der
Band. Auch Rise and Fall spielen Hardcore, im Vergleich zu Paint the Town Red
fallen mir hier aber die Metal-Elemente auf. Klingt wohl irgendwie nach einer
Mischung zwischen den Cro Mags und Hatebreed, was mir aber nicht sonderlich
gefällt.
Paint the Town Red zählen für mich auf jeden Fall zu den Gewinneren dieser
Split-Single und ich bin echt mal gespannt auf das kommende Album, das im
August erscheinen soll.





Paint the town Red - Pt.II: Home is where the hate is - CD / Band-Homepage / Join the Team Player Records

Tracklist:

01.) Personally to the white house and all the way back to the Reichstag
02.)
Home is where the hate is
03.) The Hate Brigade
04.)
Bored in the USA
05.) Streets of Munich call my name
06.) We are fuck you
07.) Murder my heart
08.) A town full of losers I
09.) A town full of losers II
10.) Beauty in despair
11.) Hungry and haunted
12.) Four words battle hymn
13.) The fighting years

Kritik:

Zeitgleich mit ihren Kollegen von der letzten Split-Single, Rise and Fall,
gibt es jetzt auch von den Münchnern nach 2 Singles (eine davon wie oben
erwähnt eine Split-Single) den ersten Longplayer.
Paint the Town Red spielen schnellen und agressiven Hardcore-Punk, der total
frisch und unverbraucht rüberkommt. Dazu kommen teilweise einprägsame Refrains
und Melodie und das Ganze kommt auch noch größtenteils ohne Metal-Einflüsse
aus. Textlich gehts durchaus auch um politische Themen, wobei bei dem Song
"Bored in the USA" natürlich stumpfer Antiamerikanismus nicht fehlen darf.
Der Vergleich zwischen Amerika und Hitler-Deutschland (der hier als Vergleich
zwischen dem Weißen Haus und dem Reichstag daher kommt) geht mir total auf
die Nerven und ist einfach auch total falsch. Wieso muss denn jeder zweite
deutschsprachige Band mindestens einen Song haben, in dem gegen die USA
gewettert wird?? Der Hauptfeind sitzt immer noch im eigenen Land! Klar ist
Kritik an den USA gerechtfertigt, wenn diese Kritik aber mit irgendwelchen
Nazi-Vergleichen daher kommt, finde ich das einfach völlig daneben.
Die Aufmachung der CD geht dagegen wieder in Ordnung. Im Booklet gibt es
haufenweise Bilder und Fotos, sowie die kompletten Texte.
Nachtrag: Bei der Kritik zur neuen Paint the Town Red Platte bin ich wohl etwas
übers Ziel hinausgeschossen. Der Antiamerikanismus Vorwurf von mir hat sich
definitiv als falsch erwiesen. Die Band meint mit Reichstag nicht den Reichstag
zur Zeit der Hitler-Diktatur, sondern den Reichstag wie er heute immer noch als
Regierungsgebäude existiert. Mit dem Statement vom Label "Die Gleichung
Reichstag - White House stellt genau den Sachverhalt dar, dass die Schweine in
Berlin nicht minder besser sind als das Pack in den USA (siehe Jugoslawien Krieg)."
kann ich sehr gut leben und stimme dem voll und ganz zu. Somit fällt der einzige
Kritikpunkt in meinem Review weg und ich kann die Platte jedem der auf druckvollen
Hardcore mit kritischen Texten steht nur ans Herz legen.