Oiro - Plattenkritiken

Oiro - Andi ist nicht mehr in der Gang - CDR / Rosa Records

Tracklist:

01.) Die Welt aufteilen
02.) Mit dem Mofa nach Italien ...
03.) Streichelzoo
04.) Schulschwänzer, Rowdy & Co
05.) Stabhochsprung

Kritik:

Der Name "Oiro" lässt schon negative Vorurteile in mir aufwecken und ohne Zweifel hört
sich der Name ganz nach einer grottenschlechte, zweitklassigen Oi-Band an, die ihren Weg
auch endlich mal auf Vinyl geschafft haben.
Doch weit gefehlt. Oiro haben mit Oi-Punk überhaupt nichts am Hut. Eher erinnert mich
die Band mit ihrem emo-lastigen, deutschsprachigen Punk an Bands wie Muff Potter, also
alles anderes als stumpfer Oi-Punk. Die Instrumente beherrscht man auch ganz gut und die
Stimme des Sängers ist total einprägsam. Vor allem der Song "Mit dem Mofa nach Italien ..."
gefällt mir super und von irgendwoher kenne ich den Song auch, aber auch nach langem Überlegen
komme ich nicht drauf, wo ich den schonmal gehört habe. Naja, ist eigentlich auch egal, die
Single ist auf jeden Fall ganz gut gelungen.
Zum Artwork kann ich nicht viel sagen, da ich nur eine Vorabversion auf einer selbstgebrannten
CD-R bekommen habe und das Cover auch nicht das Original ist.





Oiro - Vergangenheitsschlauch - CD / Band-Homepage / Flight 13 Records

Tracklist:

01.) Reisender, kein Tourist
02.) Fundbüro
03.) Vergangenheitsschlauch
04.) Hände
05.) Schlechter Homie
06.) Immer besetzt Guinness Buch
07.) Toni Lampo
08.) Ist Goofy eigentlich ein Hund
09.) Terminvorschlag Gestern
10.) Schlafschach
11.) Schlange stehen
12.) Regenbogen, Rot fehlt
13.) 365/7/24
14.) Freistoß ohne Mauer

Kritik:

Wie lange Oiro schon existieren weiss ich gar nicht so
genau, ihre erste geniale Single "Oi Spiesser gib mal
Feuer" erschien jedenfalls 2002. In den beiden folgenden
Jahren wurden zwei weitere Singles und 2005 schließlich
der erste Longplayer "Als was geht Gott an Karneval"
veröffentlicht. Seither sind schon wieder drei Jahre
vergangen, in denen es etwas ruhiger um die Band geworden
ist und jetzt melden sie sich endlich mit ihrem zweiten
Longplayer zurück.
Da ich alle bisherigen Veröffentlichungen der Band super
fand, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an die neue
Scheibe. Und wie gewohnt werden Oiro meinen Erwartungen
auch gerecht. Nachdenklicher, deutschsprachiger Punk-
Rock mit sarkastischen Texten, in denen Alltagsgeschichten
erzählt werden. Supergute Platte, die mir vom ersten bis
zum letzten Song richtig gut reingeht. Der ständige
Vergleich mit den ganzen Jens Rachut Bands oder auch
Turbostaat fällt wahrscheinlich in jeder Plattenkritik
der Oiro-Veröffentlichungen, aber trifft das Ganze auch
sehr gut. Wer also auf genannte Bands steht, sollte hier
auf jeden Fall reinhören. Freue mich schon darauf, die
Band kommenden Samstag in Karlsruhe live zu sehen!
Gelungen finde ich auch das Cover und die Gestaltung des
Booklets. Nervig ist dagegen die Schrift ... wenn die
Songtexte schon im Booklet abgedruckt werden, dann sollten
sie doch zumindest besser lesbar sein. Aber das ändert
natürlich nichts an der Qualität der Platte, daher: Beide
Daumen nach oben!