No Shame - Plattenkritiken

No Shame - Ironing Day - CD / Band-Homepage / Rookie Records

Tracklist:

01.) Better drunk than part of the machine
02.) Born in submission
03.) Empty promises
04.) Faceless life
05.) Light of my life
06.) Message
07.) Tenderized
08.) Like a bullet
09.) One by one
10.) Time
11.) Rock'n'roll overdose
12.) Fuck the system

Kritik:

No Shame zählen wohl zu den bekannteren Bands Finnlands,
auch wenn ich sie bisher nur vom Namen kannte. Die Band
gibts jedenfalls schon seit über 10 Jahren und "Ironing
Day" ist bereits ihr fünfter Longplayer. Dazu kommen noch
zwei Singles, was beweist dass die Band seit ihrer
Gründung Mitte der 90er sehr aktiv war.
Da ich No Shame bisher zu diesem Album nie gehört habe, kann
ich keine Vergleich zu den älteren Releases ziehen. Auf dem
fünften Album gibts jedenfalls 12x sehr melodischen mit
leichten Hardcore-Einflüssen versehenen Punk-Rock der Spass
macht. Würden No Shame aus den USA kommen, wäre die Platte
wohl auf Fat Wreck Chords oder Epitaph erschienen. Der Sound
klingt stark nach 90er Melodycore, wobei die melancholische
Grundstimmung der Songs dafür wohl etwas untypisch ist. Der
Grossteil der Songs klingt energiegeladen und wird mit ordentlich
Power vorgetragen, etwas aus der Reihe fällt dabei allerdings
"Light of my life", der in seiner Balladen-Form auch eher
peinlich und ziemlich unpassend wirkt. Super dagegen der letzte
Song "Fuck the System", bei dem natürlich gleich The Exploited
einfallen. Im Vergleich zum gleichnamigen Song der Briten wirkt
der Song bei den Finnen überhaupt nicht peinlich und aufgesetzt
sondern geht klar. Musikalisch irgendwo zwischen Millencolin,
Strung Out, Anti-Flag und Propagandhi das Ganze.