No Name - Plattenkritiken

No Name - Sick and Tired - CD / Band-Homepage / Razorblade Music

Tracklist:

01.) Smash everything
02.) Out of control
03.) Youth dream
04.) Come together
05.) Don't look back
06.) Get free
07.) Strive for you
08.) Thrash violent society
09.) Under the flag
10.) Chaos Changan
11.) No time to think
12.) Noname

Kritik:

Viele Punk-Rock-Bands aus China kenne ich eigentlich nicht.
Spontan fallen mir das lediglich SMZB und Si Dou Lee ein.
Ansonsten bekommt man hier recht wenig mit über die Punk-
Szene in China. Mit No Name veröffentlicht jetzt eine weitere
Band aus China ihren Longplayer auf einem deutschen Label.
Soweit ich weiss handelt es sich bei "Sick and Tired" um den
ersten Longplayer der vier Jungs.
Und dieses hier vorliegende erste Album gefällt mir ausgesprochen
gut. Gradlinig nach vorne treibender Mid-Tempo Street-Punk mit
vielen Hardcore-Einflüssen. Trotz treibender Gitarren und einem
druckvollen Bass sind die Songs recht melodisch und der oftmals
mehrstimmige Gesang macht die 12 Songs sehr eingängig. Bis auf
eine Ausnahme ("Chaos Changan") sind die Songs komplett auf
englisch. Wer Vergleiche braucht, sollte sich am besten an
Defiance, The Unseen oder frühen Rancid orientieren.
Die Aufmachung der CD geht in Ordnung. Im Booklet finden sich die
Songtexte, sowie ein paar Band-Fotos.



No Name - That is what we believe - CD / Band-Homepage / Razorblade Music

Tracklist:

01.) Intro
02.) Next to you
03.) Real punk noise
04.) Redland Army
05.) Dragon Spirit
06.) My attitude
07.) Grow up
08.) Dazhou falling
09.) Once more with feeling
10.) Never stop
11.) Kids union
12.) Fatal blow
13.) Kungfu Punk

Kritik:

Seit dem ersten Album ist einige Zeit vergangen und ich habe
die Band auch erstmal komplett aus den Augen verloren. Jetzt
melden sich die Chinesen von No Name mit dem zweiten Album
"That is what we believe" wieder zu Wort.
Im Vergleich zum ersten Album "Sick and tired" hat sich die
Band musikalisch etwas weiterentwickelt und ist fitter an den
Instrumenten geworden, die Grundformel ist aber gleich geblieben:
Schön melodischer und hymnenhafter Streetpunk mit vielen Chören,
mehrstimmigen Gesängen und allem was dazugehört. Wer auf Rancid
oder auch die US Bombs steht, sollte bei No Name mal ein Ohr
riskieren. Dazu hat das Album eine schön rotzige Produktion
und klingt stellenweise ziemlich chaotisch, was hier durchaus
positiv gemeint ist. Gibt kaum schlimmeres als Punk-Rock-Bands
mit zu glatter Produktion, die eher an Stadionrock als wütenden
Punk-Rock erinnert. Die 13 neuen Songs sind diesmal komplett in
englisch gehalten, was ich etwas schade finde. Trotzdem sehr
gelungendes Album, das den ersten Longplayer nochmal toppen
kann.
CD kommt inkl. schön gestaltetem Booklet mit den kompletten
Songtexten inkl. chinesischer Übersetzung.