Folgende Aktionen werden von mir unterstützt:

01.02.2021: Zweites Update in 2021 und so wie es aussieht werden bis spätestens April drei neue Releases auf Kink Records fertig sein. Die drei anstehenden Platten von NEUROTIC EXISTENCE, VIDRO / CANKRO - Split LP und die ROTURA LP befinden sich alle bereits im Presswerk und Ende Februar werden die Testpressungen erwartet. Weitere Infos zu den Releases dann beim nächsten Update. Danach steht dann noch eine neu 7" von LEPER an, die gerade aufgenommen wird.

Wie gewohnt gibts mal wieder ein sehr umfangreiches Update im Mailorder. Neu dabei bzw. wieder erhältlich sind diesmal folgende Platten, Tapes und Fanzines: Adicts, The - Sound of music LP, Arse - Primitive species LP, Bella Wreck - s/t LP+CD, Bikes - s/t (III) LP, Bleakness - A world to rebuilt 12", Blitz - Second empire justice LP, Bombardement - s/t LP, Catch As Catch Can - Regular vanilla LP, Chain Whip - 14 lashes LP, Cocktails - Catastrophic entertainment LP, Coneheads, The - L.P.1. LP, Cravats, The - Dustbin of sound LP, Dangereens - Tough luck LP, Dark Thoughts - At Work LP, Dark Web - Clone Age LP, Dead Cells - I LP, Doojiman & The Exploders ‎- Watch Out! Look Out! LP, Drones, The - Further temptations LP, Eyes of Tomorrow - Settle for more LP, Freak Genes - Playtime LP, Ghost Street - Stagnation in Trümmer LP, Hex Dispensers, The - III LP, Hex Dispensers, The - Winchester mystery house LP, Horror Vacui - New wave of fear LP, ISS - Endless pussyfooting LP, Jenny - s/t LP, John The Postman - Is still above god LP, Klischee - Normalzustand LP, Kronstadt - s/t LP, Larma - s/t LP, Litige - En eaux troubles LP, Macho Boys - s/t LP, Maniacs - So Far ... So Loud LP, MG15 - Clon LP, Mob, The - Let the tribe increase LP, Motorsav - s/t LP, Motorsav - Sangre fra sygdom LP, Muff Divers, The - Dreams of the gentlest texture LP, Muro - Pacificar LP, Nerve Button - Volume 2 LP, New Hate Rising - Miles LP, No Sugar - Rock'n'Roll isn't boring, it's you LP, Pölykuu - Historia palaa LP, Powerplant - People in the sun LP, Rangsteen - s/t LP, Public Eye - Music for leisure LP, Schleimkeim - Abfallprodukte der Gesellschaft LP, Scumbag Millionaire - Fast track big pack LP, Slimy Member - Ugly songs for ugly people LP, Steve Ignorant's Slice Of Life - Don't turn away LP, Stiff Richards - Dig LP, Stiff Richards - State of mind LP, Sweet Reaper - Closer still LP, Sweet Reaper - Sidekick LP, The War Goes On - Assisted armageddon LP, The War Goes On - s/t LP, TJ Cabot & Thee Artifical Rejects - s/t LP, TV Crime - Metal town LP, V/A - Lärmattacke: 28 blasts from the past LP, Youth Avoiders - Relentless LP, Zounds - The curse of Zounds LP, Arse - Safe word EP 7", G.L.O.S.S. - Trans day of revenge 7", Impulso - s/t 7", Instinto Primitivo / Dissocial - Split 7", Junta - Dod tid EP 7", Kalashnikov - s/t 7", Manifestation / Relations - Split 7", Mohan - s/t 7", Mordaz - Locura 7", Night Miasma - Exhausted 7", Power Face - Door slammed shut EP 7", Squad - Struggle and strive 7", Victimas - s/t 7", Mü - Revenge Tape, Out Of Whack - This is crossover Tape, Taifun - Demo 2020 Tape und zum Lesen: Confusion #27 -International Skateboard Magazine, Proud to be Punk #33, Razorcake #120 und Trust #206 - Februar/März 2021. Hier gehts zum Online-Shop ...

Das Update der Termine entfällt an dieser Stelle aus aktuellem Anlass immer noch ...

Und hier die News der letzten Woche(n) im Überblick:

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Neu auf Adult Crash:

JT#9,5 - JUNTA "Død Tid" 7" E.P.
Vinyl version of the latest instalation of punk retardation.
6 tracks pointing in 6 directions of fuck you.
Out of fashion, out of step, out of tune...
Listen: https://juntapunx.bandcamp.com/album/d-d-tid-e-p

+ these 4 reissues:
AC#62 - KASSHUVE "Grisablod" E.P. - on piggy pink wax
AC#65 - THE WAR GOES ON "Assisted Armageddon" LP
AC#66 - POWER FACE "Door Slammed Shut" E.P.
AC#67 - KALASHNIKOV "s/t" E.P. - on pink wax

http://adult-crash.com/

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Seit dem Wochenende ist die Dokumentarserie "The True Story Of Punk" in
der ZDF Mediathek auf Abruf verfügbar. Die Dokumentation gibt in vier
Kapiteln, die jeweils knapp 45 Minuten dauern, einen sehr schönen
Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Punk.

Gut recherchiert und zusammengetragen, kommen während "The True Story
Of Punk" auch viele Vertreter und Zeitzeugen der einzelnen Epochen zu
Wort, welche das Bildmaterial mit hübschen Anekdoten aufwerten. Neben
dem "Godfather Of Punk" Iggy Pop, der auch als Co-Produzent der Doku-
Reihe tätig war, sind in der Reihe unter anderem Marky Ramone, Henry
Rollins, Jello Biafra, Harley Flanagan, Ian MacKay, Fat Mike, Vinnie
Stigma und Johnny Rotten vertreten.
Während sich die Auftaktfolge mit der Entstehung und die ersten Schritte
des Punk beschäftigt, befasst sich Teil 2 wie der Punk-Rock Ende der
70er mit Bands wie Sex Pistols, Ramones und The Clash populär wurde.

Teil 3 handelt von der Entstehung des US-Hardcore-Punk in den späten
Siebzigern und Anfang der Achtziger, bei den näher auf Bands wie
Circle Jerks, Germs, Bad Brains und Black Flag eingegangen wird.
Schade, dass die zweite Punk-Welle in Großbritannien nicht näher
betrachtet wurde, die zur gleichen Zeit aufkeimte und sicher auch
einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Subkultur hatte. Aber
das ist Jammern auf hohem Niveau, da die Doku durchweg informativ
und gleichermaßen unterhaltsam ist.

Abschluss von The True Story Of Punk ist die Folge Das Erbe. Hier
werden dem Zuschauer unter anderem Bad Religion, NOFX und Green Day
nähergebracht und auf den kommerziellen Durchbruch in den Neunzigern
eingegangen.

Die fast drei Stunden Gesamtspieldauer der Doku vergehen wie im Flug,
so dass man sich am Ende Nachschlag wünscht. Beide Daumen hoch für
"The True Story Of Punk"!

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/the-true-story-of-punk-die-geburt-100.html

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Ab sofort erhältlich:

TRUST # 206 (Februar/März)
Der Inhalt diesmal: Interviews/Geschichten mit: Raymond Pettibon, Türkei
Punk Special, Idles, Akne Kid Joe und Weak Ties
Wie gewohnt gibts natürlich ehrliche Reviews von Platten, Zines und
Büchern sowie  oberschlaue Kolumnen – jedes Heft ein graphisches
Gesamtkunstwerk!

https://trust-zine.de/

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Berufungsverhandlung wegen AfD-Versammlung in Heidelberg -
Versammlungsfreiheit für Linke außer Kraft gesetzt?

Am 10.02.2021 ab 08.30 Uhr wird das Landgericht Heidelberg über ein Urteil
befinden, das 2018 bundesweit Aufsehen erregte: Der Antifaschist Michael
Csaszkóczy war zu 20 Tagessätzen verurteilt worden, weil er sich nicht
freiwillig aus einer öffentlichen Veranstaltung der AfD in der Heidelberger
Stadtbücherei entfernte, die zudem in deren Hilde-Domin-Saal stattfand.

Das Gericht hatte Michael damals zwar recht gegeben, dass die AfD ihn nicht
einfach so aus ihrer öffentlichen Veranstaltung hatte ausschließen können,
zumal von ihm tatsächlich keine Störung oder sonstige Gefahr ausging. Die
Polizei habe ihn aber dennoch ausschließen können, denn er sei nach deren
Einschätzung "Rädelsführer" gewesen. Deshalb seien die üblichen gesetzlichen
Regelungen weitgehend außer Kraft, und Michael hätte sich der sozusagen
durch die Polizei überbrachten Aufforderung der AfD fügen müssen, statt sich
aus dem öffentlichen Gebäude tragen zu lassen. Und daraus ergebe sich die
Strafwürdigkeit – für, jedenfalls rechtslogisch, drei Wochen Gefängnis.

Das bundesweite Aufsehen infolge des Urteils resultierte nicht nur aus der
Fragwürdigkeit dieser offensichtlich von recht blindem Verfolgungswillen
getragenen Argumentation. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Richterin,
die das Urteil verfasst hatte, Schwiegertochter von Albrecht Glaser ist,
dem AfD-Bundestagsabgeordneten, der wegen seiner rabiaten antiislamischen
Positionen 2017 bei der Wahl zum Bundestags-Vizepräsident durchgefallen war.

Im Februar kommt es nun im Rahmen einer Berufung zu einer Prüfung des
damaligen Urteils und damit der weit über die konkreten Umstände hinaus
relevanten Frage, ob die Polizei, zumal auf Zuruf Rechtsradikaler,
Teilnehmer*innen öffentlicher Versammlungen einfach nur deshalb mit
Gewalt ausschließen darf, weil sie diese als politisch aktiv einstuft.

Das Verfahren ist auch deshalb unappetitlich, weil die AfD-Fraktion im
Stuttgarter Landtag in den letzten Jahren versucht hat, ein Berufsverbot
wieder aufzuwärmen, das Annette Schavan auf Betreiben des baden-
württembergischen Inlandsgeheimdienstes 2003 gegen Michael erwirkt hatte,
unter anderem wegen dessen Aktivitäten für die Rote Hilfe. Das
Berufsverbot war 2007 gerichtlich als rechtswidrig erkannt worden. Dass
dies sowohl das Landes- wie auch das Bundesamt für Verfassungsschutz
genauso wenig an einer Beobachtung von Michael hindert wie die AfD an
ihrem parlamentarischen Geraune über angeblichen Linksextremismus,
verleiht dem Prozess zusätzlich zu seiner versammlungsrechtlichen
Bedeutung auch breiter politische Relevanz.

"Was zunächst wie eine bizarre Provinzposse erscheinen mag," erklärt
Anja Sommerfeld für den Bundesvorstand der Roten Hilfe, "formt sich so
zu einem hässlichen Bild zwischen rechtsradikaler Hetze ausgerechnet
in einem nach der durch das Naziregime verfolgten und ins Exil vertriebenen
Hilde Domin benannten Raum auf der einen und politisch motivierter
Justiz auf der anderen Seite. Das Verfahren am 10. Februar braucht also
jede Öffentlichkeit, die es bekommen kann."

https://rote-hilfe.de

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Pascow veröffentlichen mit "Kriegerin" den vierten und letzten Teil
ihrer Videoreihe zum aktuellen Album "Jade", das im Januar 2019 auf
Rookie Records und Kidnap erschienen ist. Das Video zu findet ihr hier:

https://youtu.be/s8JIY4nlbCw

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Kill Your Idols haben ein neues Studioalbum verkündet, das im Laufe des
Jahres über Tripe B Records erscheinen wird. Noch davor hat die Hardcore-
Band aus New York eine Split-EP mit The Path angekündigt.
Als wären dies nicht genug Neuigkeiten aus dem Hause Kill Your Idols,
ist auch eine Veröffentlichung von der letzten gemeinsamen Show mit dem
im vergangenen Jahr verstorbenen Schlagzeuger Vinnie Value geplant, die
im Tompkins Square Park in New York stattfand. Über Chronic Death Records
soll später im Jahr auch das erste Studioalbum, "This Is Just The
Beginning" aus dem Jahr 1998, noch einmal neu aufgelegt werden. 1995
gegründet lösten sich Kill Your Idols 12 Jahre später auf. Seit einigen
Jahren spielt die Band um Frontmann Andy West wieder sporadisch Konzerte.
2005 legte Kill Your Idols mit "From Companionship To Competition" ihr
bis dato letzten Output vor.

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Die Berlin Blackouts veröffentlichen ein neues Video zu "Make Punk Rock
Great Again". Der Song ist vom aktuellen Album "Nastygram Sedition". Bei
der Nummer hat die Band Peter, Sänger bei Peter and the Test Tube Babies,
als Stargast dabei:

https://youtu.be/Pfh1QsG5240

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Neu auf Twisted Chords:

Toxoplasma – Leben verboten LP / Tape
Abwärts – V 8 LP

http://www.twisted-chords.de

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D.O.A. präsentieren uns ein neues Video zu "The Prisoner", das aus Archiv-
Aufnahmen zusammengestellt wurde. Der Song stammt von dem Klassikeralbum
"Something Better Change", das anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums
neu auf Vinyl aufgelegt wird. Erscheinen wird das Debütalbum des
kanadischen Hardcore-Punk-Urgestein auf Sudden Death Records, dem
Label von Kultfrontmann Joey "Shithead" Keithley:

https://youtu.be/mB9rkceUN4U

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Nachdem NOFX vor einigen Tagen ein erstes Musikvideo zur neuen Single
"Linewleum" vorlegten, präsentiert uns die Band nun eine zweite Version,
die ihr am Ende des Beitrags findet. Der Song stammt von einem neuen
Album namens "Single Album", das dann am 26. Februar 2021 über Fat Wreck
Chords escheinen wird.
Wie der Titel der Nachfolgers von "First Ditch Effort" (2016) bereits
andeutet, enthält das Album einige Songs, die bereits zuvor als Single
veröffentlicht wurden.

https://youtu.be/Z40q-H-p3AA

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Shellycoat präsentieren uns ein neues Musikvideo zu "Scream To Sleep",
das bereits in der Silvesternacht von 2019 gedreht wurde.
Der Song stammt vom aktuellen Album "Hide The Knives", das im Juli
vergangenen Jahres über Fond Of Life Records erschienen ist.

https://youtu.be/33tL_SyER24

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Anlässlich der Bombardierung Magdeburgs zum Ende des Zweiten Weltkriegs
marschierten zahlreiche Nazis – wie in jedem Jahr – ohne Einschränkungen
der Polizei und Stadtverwaltung durch Magdeburg. Der Gegenprotest wurde
bewusst kriminalisiert. Hundertschaften der Polizei schlugen Demonstrierende
krankenhausreif und behinderten die Pressearbeit. Auch die
antifaschistische Vorabend-Demo hatte mit zahlreicher Repression zu
kämpfen.

Begonnen hat der antifaschistische Protest gegen das faschistische Gedenken
an die Zerstörung Magdeburgs bereits am 15. Januar. Ein breites Bündnis
antifaschistischer Gruppen rief unter dem Motto "Pappesatt" zur Demo durch
Magdeburg auf. Die Repressionsbehörden hatten kurz zuvor die Demo – unter
dem Vorwand der Corona-Pandemie – verboten und nur eine stationäre Kundgebung
zugelassen. Auch eine Eilklage, die das Bündnis vor dem Verwaltungsgericht
erhob, wurde zurückgewiesen. Die Polizei tat derweil alles, um die Kundgebung
und ihre Forderungen zu kriminalisieren.

Hundertschaften aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Brandenburg, Nordrhein-Westfalen sowie der Bundespolizei fuhren ein
Großaufgebot auf. Über 50 Einsatzfahrzeuge begleiteten den friedlichen
Protest und spiegelten ein martialisches Abbild staatlicher Gewalt wider.
Spontane Spaziergänge der Antifaschist*innen wurden durch die Polizei – ganz
im Gegensatz zu rechten Querdenker*innen-Aufmärschen – früh gestoppt.

Am Aufmarsch-Tag der Faschist*innen, dem 16. Januar, zeichnete in der
Innenstadt Magdeburgs das gleiche Polizeiaufgebot ab. Antisemitischen
Gesänge durch die Nazis, wie bspw. das U-Bahn-Lied, ließ die Polizei
gewähren. Zeitgleich die Nazis vom Hauptbahnhof zum Alten Markt und zurück
frei marschieren durften, kam es am Rande des Nazi-Aufmarsches stattdessen
zu zahlreichen Übergriffen der Polizei gegen Antifaschist*innen. Am City
Carre wurde ein Protestler zu Boden gedrückt und mit dem Knie im Nacken
fixiert.

In der Jakobstraße wurde ein minderjähriger Demonstrant von Polizeieinheiten
gejagt und gestoßen. Vor einem Wohnhaus wurde er von Polizist*innen so
sehr mit dem Kopf gegen die Hauswand geschleudert, dass die Fassandenteile
vom Haus abfielen. Der Demonstrant wurde daraufhin minutenlang auf den
eiskalten Boden gedrückt. Seine Verletzungen – Plartzwunden an Knie und
beiden Augen – wurden erst nach einer halben Stunde von ehrenamtlichen Demo-
Sanitäter*innen behandelt.

Katja Michels von der Roten Hilfe Magdeburg kommentiert: "Der Polizeieinsatz
war ein reiner Skandal, der aber angesichts der vielen faschistischen
Aufmärsche der letzten Jahre nicht mehr verwundert. Wie immer hat die
Polizei bewiesen, dass sie mit Nazis gut kooperieren kann und zeitgleich
mit äußerster Gewalt gegen Antifaschist*innen vorgeht. Es zeigt deutlich,
dass die antisemitische und rassisistische Ideologie der Nazis in
Großtenteilen für Polizist*innen anschlussfähig ist. Daneben zeigt das
derzeitige Handeln des neuen Innenministers Richter, dass er die aggressive
Linie seiner eigenen Beamt*innen schützt und damit jegliche
Auseinandersetzung, wie das Verhindern einer Aufklärung der antisemitischen
Vorfälle in der Bereitschaftspolizei, verhindert."

Journalist*innen und Beobachter*innen wurden zudem an Polizeiketten
gestoppt und nicht ernst genommen. Während die Polizei von einem friedlichen
Geschehen redet, haben wir zahlreiche Übergriffe der Polizei aufgenommen.

Die Rote Hilfe befürchtet, dass die Polizei die Kriminalisierung des
Demo-Geschehens auch im Nachgang noch weiter vorantreiben wird. Es gilt:
Redet mit uns, nicht mit der Polizei! Wir helfen euch – schreibt uns,
wenn ihr Briefe von Polizei, Ordnungsamt oder Staatsanwaltschaften
erhaltet.

Aktivengruppe Rote Hilfe, Ortsgruppe Magdeburg

Magdeburg, 18. Januar 2021

https://rote-hilfe.de/

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Regional Justice Center haben mit "Crime And Punishment" ihr erstes
Studioalbum angekündigt. Die Platte wird am 05. März 2021 über Closed
Casket Activities erscheinen. Über dem in New York ansässigen Label
legte die Band im vergangenen Jahr auch die Single "KKK Tattoo" vor,
die, wie das Album auch, von Taylor Young (Nails, Twitching Tongues, etc.)
produziert wurde. Aus "Crime And Punishment" gibt es mit "Absence" und
"Inhuman Joy" zwei erste Hörproben, die ihr hier anhörnen könnt:

https://youtu.be/bEfq1J0VDTU
https://youtu.be/5Pi6fII3a9k

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Acht Eimer Hühnerherzen präsentieren uns mit "Zahlen" ein weiteres neues
Musikvideo aus ihrem aktuellen Album, das im Frühjahr 2020 über Destiny
Records erschienen ist:

https://youtu.be/qxAgLmpR-xQ

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Bad Religion präsentieren uns mit "Emancipation Of The Mind" eine
brandneue Single, bei der es sich um ein Outtake vom aktuellen Album
"Age Of Unreason" handelt. Ihr findet das Lyrik-Video hier:

https://youtu.be/uacdaG5ajX8

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Die Jungs von Get Dead kredenzen uns mit dem Video zu "Hard Times" ein
weiteres von ihrem aktuellen Album "Dancing With The Curse", welches im
Oktober letzten Jahres via Fat Wreck erschienen ist.

https://youtu.be/-BzsUJdH1A0

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Wenn ihr in den Genuss von einer genialen Mischung aus Americana-Twang
und melodiösem Punkrock kommen wollt, dann dürfen wir euch an dieser
Stelle das kommende Album der UK-Punkrocker von Crazy Arm ans Herz legen.
Diese werden mit "Dark Hands, Thunderbolts" am 29. Januar 2021 ihr
viertes Album vorlegen und mit diesem zum Stil der ersten beiden Album
zurückkehren.
Einen Eindruck vom neuen/alten Sound bekommt man nun mit ihrem Video zum
Titel "Brave Starts Here", welchen ihr hier findet:

https://youtu.be/MebRqZWs_lo

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Wer auf Bands wie Dackelblut oder Turbostaat steht, kommt bzw. kam an
Freiburg nicht vorbei.
Denn die Gütersloher haben sich ja vor gut zweieinhalb Jahren aufgelöst
und doch gibt es nun etwas Neues aus dem Hause Freiburg. Die Jungs werden
nun nämlich ein Vinyl-Reissue ihres Debütalbums "High Five Zukunft" via
This Charming Man Records veröffentlichen. Das Album erscheint dann am
29. Januar 2021.
Das Debütalbum war nach dem Ausverkauf weiterhin stark nachgefragt,
weshalb sie sich nun dazu entschlossen haben, es neu aufzulegen, natürlich
remastert und zudem mit einem neuen Artwork.

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Türkei-Urlaub: Festnahme und Freilassung wegen regierungskritischem Post

Beim heutigen Gerichtstermin wurde Isyan Konak aus Hamburg wieder auf
freien Fuß gesetzt. Sie war am 03. Januar bei der Einreise am Sabiha Gökçen
Flughafen in Istanbul festgenommen worden. Sie war gemeinsam mit ihrer
Mutter in die Türkei gereist, um dort ihren Urlaub zu verbringen.

Der 25jährigen Krankenpflegerin wird aufgrund eines Postings auf der
Plattform Facebook "Terrorpropaganda in sozialen Netzwerken" vorgeworfen.

Konak wurde im Gegensatz zu zahlreichen anderen bekannten Fällen aus
der BRD ohne Auflagen aus dem Gewahrsam entlassen.

"Direkt zu Beginn des neuen Jahres zeigt das AKP/MHP-Regime, dass es
auch weiterhin die Meinungsfreiheit mit Füßen treten will. Wir freuen
uns, dass Isyan Konak nach einem Tag wieder freigelassen wurde. Es sollte
jedoch nicht vergessen werden, dass rund 60 Personen mit deutscher
Staatsbürgerschaft wegen ähnlicher angeblicher "Vergehen" in der Türkei
inhaftiert sind, viele andere befinden sich im Hausarrest und dürfen
das Land nicht verlassen. Wir sind solidarisch mit dem Betroffenen und
fordern ihre unverzügliche Freilassung sowie die Möglichkeit zur
ungehinderten Rückkehr in die BRD.", fordert Anja Sommerfeld, Mitglied
im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

https://rote-hilfe.de

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Beatsteaks präsentieren uns nach "Monotonie" von Ideal und "Glory Box"
von Portishead nun eine weitere Single ihrer kommenden Cover-EP. Das
Video zu The Velvet Undergrounds "After Hours" findet ihr hier:

https://youtu.be/zZf1Eh2F8IU

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Full Of Hell haben die Aufnahmen an ihrem neuen Studioalbum fertiggestellt,
das im Machines With Magnes Studios im Pawtucket, einer Kleinstadt im
Bundesstaat Rhode Island, aufgenommen wurde. Der Nachfolger vom 2019
erschienenen "Weeping Choir" wird im zweiten Halbjahr über Relapse
Records erwartet.

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The Mighty Mighty Bosstones legen mit "The Final Parade" eine brandneue
Single vor, die ihr euch Ende des Beitrags in einem Lyric-Video anhören
könnt. Dort mit einem Guestpart vertreten sind neben vielen anderen unter
anderem Tim Armstrong (Rancid, Hellcat Records) und Aimee Allen von
The Interrupters.

https://youtu.be/WcwNZLgVE1g

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Die polnische Streetpunk-Combo Lazy Class präsentiert uns mit "One Of
The Million" einen brandneuen Song, zudem die Band ein Lyric-Video
veröffentlicht hat.
Hierbei handelt es sich um eine erste Single von einem neuen Album, das
mit seinen 13 Songs noch im Frühling 2021 erscheinen soll.

https://youtu.be/HB5St3WGe5g

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Thrice haben mit "Just Breathe" und "A Better Bridge" zwei Akustik-Songs
veröffentlicht. Die Songs sind ursprünglich auf ihrem letzten Studioalbum
"Palms" (2018) bzw. der nachfolgenden EP "Deeper Wells" (2019) erschienen.

https://youtu.be/a3QW1yZ9OHc
https://youtu.be/TpBZXfvI8TI

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Obstruktion ist eine frisch gegründete Band aus Göteborg, die bereits
zuvor in diverse Hardcore-Combos in Schweden tätigt war. Für den 26.
Februar 2021 hat das Quartett nun ihr Debütalbum "Monarchs Of Decay"
angekündigt, das über Isolation Rec. erscheinen wird.
Mit "Hopeless Path" gibt es von der Platte auch schon eine erste Hörprobe,
zu der ihr hier ein Musikvideo findet:

https://youtu.be/MLeaEQ3ngS0

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Seit genau sechs Monaten sitzt der Stuttgarter Antifaschist Jo in
Untersuchungshaft, der am 2. Juli 2020 im Rahmen einer Hausdurchsuchungs-
welle in Baden-Württemberg festgenommen wurde. Er wird beschuldigt, an
einer körperlichen Auseinandersetzung mit Nazis am 16. Mai 2020 beteiligt
gewesen zu sein, bei der mehrere Faschisten verletzt wurden. Am 4. November
wurde auch sein Genosse Dy mit demselben Vorwurf verhaftet; beide sitzen
seither im Gefängnis Stuttgart-Stammheim.

Nach der Auseinandersetzung am Rand einer Demonstration der rechten
Initiative "Querdenken 711" am 16. Mai 2020, bei der mehrere Mitglieder der
faschistischen Pseudo-Gewerkschaft "Zentrum Automobil" in der Nähe der
Mercedes-Benz-Arena verletzt wurden, wurde eigens die polizeiliche
Ermittlungsgruppe "Arena" gegründet. Sie überzieht seither antifaschistische
Strukturen und Aktivist*innen im Raum Stuttgart mit Repressalien. Dabei
wurde der Standardvorwurf des Landfriedensbruchs durch die Konstruktion einer
versuchten Tötung ergänzt, um eine Handhabe zur umfassenden Kriminalisierung
der antifaschistischen Szene in Baden-Württemberg zu bekommen.

Einen ersten Höhepunkt fanden die Schikanen am 2. Juli 2020 bei einer
Razzia in neun Wohnungen in verschiedenen Städten, bei der die Betroffenen
zudem zur Abgabe ihrer DNA gezwungen wurden und einer der Beschuldigten,
der Stuttgarter Aktivist Jo, in Untersuchungshaft genommen wurde.
Die Hausdurchsuchungswelle stieß in der Öffentlichkeit auf teils
scharfe Kritik, nicht zuletzt deshalb, weil einer der Betroffenen
Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten ist und am 16. Mai 2020
nachweislich gar nicht in Stuttgart gewesen war; dennoch behielt die
Polizei die dort beschlagnahmte Dienstunterlagen aus der Bundestagsarbeit
ein.

Die Observationen und Vorladungen gingen weiter und mündeten am 4.
November 2020 in die Verhaftung von Dy, einem weiteren Antifaschisten
aus Stuttgart. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift
verfasst, doch ist ein Prozessauftakt noch immer nicht terminiert.

"Wieder einmal zeigt sich die grün-schwarze Landesregierung in Baden-
Württemberg von ihrer repressivsten Seite, indem sie zwei junge
Antifaschisten über viele Monate hinweg inhaftieren lässt. Menschen, die
sich aktiv der erstarkenden Rechten entgegenstellen, werden mit
überzogenen Vorwürfen kriminalisiert, observiert, mit Hausdurchsuchungen
schikaniert und eingesperrt", erklärte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand
der Roten Hilfe e. V. "Indem an den beiden Stuttgartern ein Exempel
statuiert wird, soll die gesamte antifaschistische Szene eingeschüchtert
werden – ähnlich wie im Fall der Antifaschistin Lina aus Leipzig, die
ebenfalls Anfang November verhaftet wurde. Wir als Rote Hilfe e. V.
stehen solidarisch an der Seite der gefangenen Genoss*innen in Stuttgart
und Leipzig. Wir fordern die umgehende Freilassung der inhaftierten
Antifaschist*innen!"

https://rote-hilfe.de

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Code Orange präsentieren uns ein animiertes Musikvideo "Autumn & Carbine".
Das Video wurde von den Mitgliedern Jami Morgan und Eric Balderose
umgesetzt. Der Song stammt von dem aktuellen Album "Underneath", das
Anfang 2020 über Roadrunner Records erschienen ist.

https://youtu.be/k-ITM7yt2Ro

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Nachdem uns Born From Pain erst früher im Jahr ein Musikvideo zu "Live
Forver" vorlegten, das bereits Bildmaterial ihrer letztjährigen US-
Westküsten- und Mexiko-Tour enthielt, gibt es nun eine 97-minütige Doku,
die weitere Einblicke liefert.

https://youtu.be/C1Q6oiaP5Cs

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The Rumjacks präsentieren uns ein Musikvideo zum Titelsong von ihrem
neuen Album. "Hestia" wird dann am 12. März 2021 über ABC Music erscheinen:

https://youtu.be/07LPsyN9U1I

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Heute ließen Schreng Schreng & La La die Bombe platzen: "Projekt 82", das
dritte Album von Schreng Schreng & La La, erscheint am 26. März 2020 bei
Rookie Records (Indigo/The Orchard).

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Die Punks aus Chicago - Kali Masi - bringen heute ihre zweite Single
ihres Albums "[laughs]" raus. Das gesamte Album wird am 26. März 2021
via Homebound Records veröffentlicht. Dazu gibt es ebenfalls Neuigkeiten
bezüglich ihrer Tour und die Möglichkeit die Platte vorzubestellen!
"Throphy Deer" heißt die zweite Single und wird begleitet von einem sehr
grafischen Video. Es handelt sich hierbei um einen Song, der den
stetigen Vorgang der Identitätsfindung beschreibt. Alte Werte und
Normen, die wir bereits in der Jugend kennen lernen, stoßen auf neue
Erfahrungen und Vorstellungen. Es gibt nicht eine feste Identität - wir
entwickeln uns immer weiter.

https://youtu.be/SU6Q6DQa3n4

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Slope haben mit "I'm Fine" eine zweite Single aus ihrem kommenden Album
"Street Heat" veröffentlicht. Das Video zum neuen Song findet ihr hier:

https://youtu.be/S7Hdi6sNaGk

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Hände weg von den Grund- und Freiheitsrechten! Rote Hilfe e.V. spricht
sich gegen geplante Änderung des Versammlungsgesetzes aus

Ein neues Versammlungsgesetz soll in Nordrhein-Westfalen mehr Überwachungs-
befugnisse der Polizei und Einschränkungen von Protest und
Gegendemonstrationen schaffen. Auch in Berlin und in Sachsen-Anhalt soll
das Versammlungsgesetz novelliert werden, wobei gerade letzteres ebenfalls
massive Verschärfungen vorsieht. Indem sie die geplanten Vorhaben
beschleunigt durchpeitschen wollen, nutzen die Landesregierungen die
derzeitige Corona-Pandemie, um breite Proteste gegen dieses grundrechts-
feindliche Vorhaben zu verhindern.

Laut den Verfasser*innen sollen es die geplanten Änderungen in Nordrhein-
Westfalen erleichtern, rechte Aufzüge zu reglementieren und zu verhindern.
So könne auch von öffentlicher Seite rechten Gruppierungen wirksam
entgegen getreten werden. Doch die angedachten behördlichen und
polizeilichen Befugnisse und die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit
werden sich selbstverständlich auf alle Versammlungen beziehen und
werden wie schon bisher vor allem gegen linke Demonstrationen restriktiv
eingesetzt werden, was einige explizit gegen linke Aktionsformen
gerichtete Neuerungen nur allzu deutlich machen. Zudem öffnen zahlreiche
Aspekte polizeilichen Willkürmaßnahmen im Umgang mit Versammlungen und
Demonstrant*innen Tür und Tor.

Schon die Hürden zur Anmeldung einer Versammlung werden mit der
Verlängerung der Anmeldefrist, der Notwendigkeit der schriftlichen
Anmeldung und einer Vielzahl von bisher nicht notwendigen Angaben enorm
heraufgesetzt. Auf Verlangen der Sicherheitsbehörden sollen zudem alle
Ordner*innen vorab genannt werden müssen. Läuft die Versammlung nicht
ab, wie vorab in der Anmeldung angekündigt, sollen Anmelder*in und
Versammlungsleiter*in zukünftig dafür belangt werden können. Zudem
wird es für die Polizei erheblich vereinfacht, Versammlungen zu filmen
und die entstandenen Aufnahmen zu speichern – in Form so genannter
Übersichtsaufnahmen und wenn von einer Versammlung Gefahr für die
öffentliche Ordnung ausgehe. Wann das aber so weit ist, bleibt natürlich
subjektiv.

Besonders kritisch für antifaschistischen Protest dürfte sich das geplante
Militanzverbot ausnehmen, das paramilitärisches Auftreten ebenso
unterbinden soll wie uniformierte Kleidung und einschüchterndes Auftreten.
Was als uniformiert oder einschüchternd eingestuft werden wird, bleibt
schwammig und liegt damit im jeweiligen Ermessen der zuständigen
Sicherheitsorgane. Auch die geplante Teilnahmeuntersagung, die die
Polizei künftig gegen Teilnehmer*innen aussprechen kann, ist ein
massiver Eingriff in die Versammlungsfreiheit des Einzelnen und lädt
zu polizeilicher Willkür ein. Zudem sollen mit dem expliziten Verbot
von Blockadetrainings Sitzblockaden und Störungen laufender Versammlungen
nahezu unmöglich gemacht und so schon die Vorbereitung antifaschistischer
Proteste kriminalisiert werden. Das dürfte eher den ungestörten Ablauf
rechter Aufzüge ermöglichen, als diese wirksam zu verhindern.

Während in Nordrhein-Westfalen also ein umfassender Angriff auf die
Versammlungsfreiheit geplant ist, werden in Sachsen-Anhalt ebenfalls in
vielen Punkten die Handlungsspielräume eingeschränkt: Durch die Übernahme
des Begriffs der "öffentlichen Ordnung", der bereits in anderen
Bundesländern für massive Repressalien im Umgang mit Versammlungen
genutzt wird, soll auch hier das Gesetz verschärft werden. Ein weiterer
Punkt, der mit größter Sicherheit gegen linke Demonstrant*innen angewandt
werden wird, ist die Ausweitung des Uniformierungsverbots. Künftig soll
bereits "gleichartige" Kleidung als Grundlage für Kriminalisierung dienen.
Ob bereits das sommerliche Tragen von Sonnenbrillen in Kombination mit
dunklen T-Shirts als "gleichartig" und somit strafbewehrt gilt, bleibt
somit den Launen der jeweiligen Einsatzleitung überlassen.

"Mit der geplanten Änderung des Versammlungsgesetzes in verschiedenen
Bundesländern wird insbesondere antifaschistischer Protest deutlich
erschwert und die Versammlungsfreiheit eingeschränkt", erklärt Anja
Sommerfeld, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V. "Unter dem
Vorwand, rechte Umtriebe eindämmen zu wollen, wird die Versammlungsfreiheit
beschnitten. Die Änderungen sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in
Sachsen-Anhalt atmen einen versammlungsfeindlichen Geist, der
Demonstrationen nicht als von der Verfassung geschütztes Grundrecht
schützen will, sondern sie prinzipiell als Bedrohung wahrnimmt und
folglich nach Möglichkeit einschränken will. Diesen Frontalangriff auf
die Grundrechte dürfen wir nicht hinnehmen."

https://rote-hilfe.de

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