Folgende Aktionen werden von mir unterstützt:

02.09.2021: Nach wir vor brandaktuell ist die neue LEPER 7" "Ögat//The Eye" und es gibt auch noch limitiertes farbiges Vinyl, das direkt hier bestellt werden kann: http://www.kink-records.de/catalog/product_info.php?products_id=9000 Im Online-Shop gibts auch die letzten Exemplare der ROTURA LP und die letzten Exemplare der NEUROTIC EXISTENCE LP. Die ROTURA LP ist danach erstmal ausverkauft, keine Ahnung ob es da nochmal eine Nachpressung geben wird. Die NEUROTIC EXISTENCE LP wird bereits nachgepresst, die Nachpressung wird aber wohl erst Anfang 2022 fertig sein, gleiches gilt für die LEPER LP, die momentan komplett ausverkauft ist. Weiter gehts dann irgendwann mit der neuen MOTORSAV 12" und der neuen VIDRO LP, beides dauert aber noch. Infos folgen sobald es da was neues gibt ...

Durch viele Tauschaktivitäten rund um die LEPER 7" gibts auch diesmal wieder viele neue Platten und Fanzines im Mailorder. Neu dabei sind diesmal: Apologize - Blind love & rockets LP, Armagedom - Silencio Funebre LP, Bain De Sang - Sacrificed for a load of filth and lies LP, Bleakness - Functionally extinct LP, Cambio Negro - Ecos do 3° mundo LP, Catch As Catch Can - Regular vanilla LP, Cult Syndrome - Winter 12", Der Feine Herr Soundso - Wann, wenn nicht irgendwann? LP, Deseos Primitivos - s/t LP, Domestics, The / Pizzatramp - Split LP, English Dogs - To the ends of the earth 12", Escuela Grind - Indoctrination LP, Estranged, The - s/t LP, Estranged, The - Static thoughts LP, Estranged, The - The subliminal man LP, Giorgio Murderer - Holographic Vietnam war LP, Hammerhead - Stay where the pepper grows LP, Hammerhead - Weißes Album LP, Headway - 1996-1999 LP+CD, Horror Vacui - In darkness you will feel alright LP+CD, Horror Vacui - New wave of fear LP, Hysterese - s/t (2nd) LP, Litovsk - Dispossessed LP, Litovsk - s/t LP, Macho Boys - s/t LP, Major Accident - Pneumatic pneurosis LP, Maniacs - The white rose of resistance LP, Miscalculations - s/t LP, Moral Panic - s/t LP, Mystery Girl - s/t LP, No Honey In Paradise - s/t LP, No Relax - Virus de rebelion LP, Peace Test - Collection LP, Pedigree - Connected? LP, Phone Jerks - s/t LP, Piorreah! - Maquetas 84​-​85 LP, Powerage - 1sided Demo LP, Screaming Dead - Bring out yer dead LP+CD, Shit Life - Reign in bud LP, Suspectre - s/t LP, Systema - Ultima guerra LP, Ten-O-Sevens, The - s/t LP, Tokyo Lungs - Soul music LP, Turquoise - Hantise LP, TV Crime - Metal town LP, Unlogistic - Still LP, V/A - Diggin' up the 90s LP, V/A - Don't waste (y)our time: Punk&Hardcore aus Mönchengladbach 2xLP, Yacöpsae - Fuck Punk Rock ... this is Turbo Speed Violence LP, Sweet Suburbia - You better swallow your pride 10", Alvilda - Negatif EP 7", Attak - Today's generation EP 7", Carpettes, The - Small wonder 7", Crash, The - Fight for your live EP 7", Demon Preacher - Little Miss Perfect 7", Eel Men - s/t 7", G.L.O.S.S. - Demo 2015 7", G.L.O.S.S. - Trans day of revenge 7", Illegal Leather - Hate crime 7", Irmans - Hermano 7", Kool & the Gangbangers / Atomic Eater - Split 7", La Rabbia - The setting in motion of horrific events 7", Las Ratapunks - Fracaso, ano de la rata 2020 7", Last Stand - Just a number 7", Partisans, The - 17 years of hell 7", Sex Aids - Back on the piss again 7", Zuletzt - Re//Action 7", V/A - Continent Tapes Vol. II: Asia 2xTape und zum Lesen: Hansa Zeneca #2, Plastic Bomb #116, Rampage #5 und Rauditum #5. Hier gehts zum Online-Shop: http://www.kink-records.de/catalog

Das Update der Termine entfällt an dieser Stelle aus aktuellem Anlass immer noch ...

Und hier die News der letzten Woche(n) im Überblick:

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Am 27. August 2021 kommt das neue Akne Kid Joe-Album via Kidnap Music auf
den Markt, welches den Titel "Die Jungs von AKJ" tragen wird. Von diesem
stammt auch der Track "Gestern, Heute, Morgen", zu welchem AKJ nun ein
Video veröffentlicht haben:

https://youtu.be/LJoLIp_kRiI

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Neu auf Break The Silence Records:

Cluster Bomb Unit - Raw Punk Kommando 7"
5 Neue Songs! Rauh und ohne Kompromisse! Über 30 Jahre Bandgeschichte!
Verpackt im schönen Postercover!

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Schluss mit den Verhaftungen und Haftstrafen – Freiheit für alle
politischen Gefangenen!

Die Zahl der politischen Gefangenen in der Bundesrepublik steigt
kontinuierlich an, und es scheint immer mehr zur Normalität zu werden, dass
linke Aktivist*innen hinter Gittern landen.

Tatsächlich setzen die staatlichen Repressionsorgane in letzter Zeit
wieder vermehrt auf Verhaftungen und Gefängnisstrafen in der Hoffnung,
linke Bewegungen einzuschüchtern. Erst am 19. Juli 2021 hatte der Stuttgarter
Findus, der wegen seines Engagements gegen rechte Umtriebe zu zweieinhalb
Jahren verurteilt worden war, seinen Haftantritt. Am 15. September muss
der Nürnberger Aktivist Jan ins Gefängnis. Mit der Ablehnung der Revision
wurde jetzt das skandalöse "Jamnitzer Platz2-Urteil von Februar 2021
rechtskräftig: Obwohl Jan am besagten Tag gar nicht vor Ort war, hatte ihn
das Landgericht Nürnberg wegen Beteiligung an spontanen Protesten gegen
Gentrifizierung und Repression zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt – wegen
Anschreiens der Polizei.

Zusätzlich sind mit den beiden Antifaschist*innen Dy und Lina sowie der
Klimaaktivistin Ella drei bekannte Genoss*innen seit November 2020 – also
seit nunmehr neun Monaten – in Haft.

Während dem Stuttgarter Dy die Beteiligung an einer körperlichen
Auseinandersetzung mit Mitgliedern der faschistischen Schein-Gewerkschaft
"Zentrum Automobil" vorgeworfen wird und er im aktuell laufenden "Wasen-
Prozess" angeklagt ist, wird gegen die Leipzigerin Lina und viele andere
Aktivist*innen nach § 129 ("kriminelle Vereinigung") ermittelt. Mit diesem
Gummiparagrafen, der einmal mehr zur flächendeckenden Kriminalisierung und
Durchleuchtung antifaschistischer Strukturen aufgefahren wird, will der
Staat das entschiedene Eintreten gegen Nazistrukturen unterbinden und
schreckt dabei auch nicht vor langer Untersuchungshaft zurück. Der Prozess
gegen Lina soll am 8. September beginnen.

Bereits in einem grotesken Prozess verurteilt wurde die Klimaaktivistin Ella,
die ebenfalls ab November 2020 wegen der Proteste im Danni in Untersuchungshaft
war. Laut der staatlichen Vorwürfe soll sie sich bei einer lebensbedrohlichen
Räumungssituation durch Beinbewegungen dagegen gewehrt haben, von
Polizeibeamt*innen aus 15 Metern Höhe ungesichert in die Tiefe gerissen zu
werden, und wurde deshalb am 23. Juni 2021 zu zwei Jahren und drei Monaten
Gefängnis verurteilt, so dass sie weiter in Haft ist.

Auch gegen die kurdische Bewegung ging der Staat in den letzten Monate wieder
mit Freiheitsentziehungen vor: Am 7. Mai 2021 wurden die beiden kurdischen
Politiker Mirza und Abdullah in Nürnberg und Heilbronn verhaftet, am 11. Mai
wurde als dritter Mazlum in Esslingen in Untersuchungshaft genommen. Alle
drei werden nach dem Gummiparagrafen 129b als angebliche Mitglieder der als
"terroristisch" diffamierten kurdischen ArbeiterInnenpartei PKK verfolgt –
ein Kotau der Bundesrepublik vor dem diktatorischen Erdoğan-Regime. Wie in
diesen Verfahren üblich werden den drei Betroffenen keine individuellen
Straftaten vorgeworfen, sondern lediglich legale politische Arbeit wie die
Organisierung von Veranstaltungen. Mit diesen Verhaftungen erhöhte sich die
Zahl der politisch engagierten Kurden, die in der BRD mit dem Vorwurf der
PKK-Mitgliedschaft nach §129b im Gefängnis festgehalten werden, auf zehn.

"Immer häufiger werden Aktivist*innen über viele Monate in Untersuchungshaft
genommen, und bereits bei geringen Anlässen, die den Missmut der
Repressionsorgane erregen, verhängen die Gerichte extrem hohe
Gefängnisstrafen", stellte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand der Roten
Hilfe e. V. fest. "Bloßes Anschreien wie im Fall von Jan oder das Strampeln
mit den Beinen in einer Notwehrsituation wie im Fall von Ella beantwortet
der Staat mit monate- oder jahrelangem Freiheitsentzug. Indem Aktivist*innen
über lange Zeit in Untersuchungshaft verschleppt werden, sollen sie aus
ihrem Umfeld gerissen, ihrer Perspektiven und Lebensplanung beraubt
werden, um so ihre Mitstreiter*innen von künftigem Engagement abzuschrecken
und linke Bewegungen zu ersticken. Doch dem stellen wir unsere Solidarität
entgegen und lassen die Genoss*innen hinter Gittern nicht allein."

https://www.rote-hilfe.de/

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Wonk Unit veröffentlichen mit "Skin To Skin" die zweite Single des kommenden
Albums "Uncle Daddy". Das Album wird am 22. Oktober 2021 auf Kidnap Music
erscheinen:

https://youtu.be/kJ2E3RvsaAw

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Fat Wreck Chords haben nun verlautbaren lassen, dass sie eine neue Band
unter Vertrag genommen haben. Dabei handelt es sich um die Pop-Punk-Band
The Copyrights, welche auch direkt ein neues Album bei ihrem neuen Label
veröffentlichen wird.
Das Album wird den Titel "Alone In A Dome" tragen und am 22. Oktober
2021 auf den Markt kommen.
Passend zur Ankündigung gibt es auch bereits den ersten Song "Halos2 zu
hören:

https://youtu.be/cr__5NGLo-Q

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The Muslims aus Durham, DC haben nun verkündet, dass ihr neuer Longplayer
"Fuck These Fuckin Fascist" am 5. November 2021 auf CD und Vinyl
erscheinen wird. Vorab ist er bereits ab dem 24. September 2021 digital
zu erhalten.
Nachdem die Punkband bereits den Titeltrack veröffentlicht hatte, stellen
sie nun mit dem Track "Unity" einen weiteren Titel vom kommenden Album vor:

https://youtu.be/lD_koara0Yo

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Um das Hip-Hop-Projekt NEONSCHWARZ um Captain Gips, Johnny Mauser, Marie
Curry und Spion Y war es lange ruhig. Die letzte Platte "Clash" ist jetzt
drei Jahre her. Heute gab es endlich wieder ein Lebenszeichen: "Salto
Mortale" heißt ihr neuer Song. Das dazugehörige Video gibts hier:

https://youtu.be/Wu8kDJ9SxF8

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Als weiteren Appetizer zu ihrem neuen Album "Lygophobie", das am 29.10.2021
über Kidnap Music erscheinen soll, veröffentlicht die Band LYGO als zweiten
Appetizer nach "Schockstarre" den Song "Altersheim":

https://youtu.be/nGbWsuSghLA

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Ohne große Vorankündigung verlief nun diese Veröffentlichung, so dass wir
nun erst im Nachgang erfahren haben, dass die Polit-Punks von Anti-Flag
ein "neues" Album draußen haben.
Am 20. August 2021 erschien nun mit "17 Song Demo" ein Re-Release ihrer
1992 veröffentlichten Demo-Sammlung. Die Zusammenstellung erschien 1992
nur auf MC und diese ist bis jetzt wirklich nur sehr schwer zu bekommen
gewesen.
Aber nun müssen wir ja nicht mehr irgendwelche Online-Plattformen oder
Flohmärkte danach absuchen, denn die Compilation ist ab sofort auf allen
Streaming-Plattformen, sowie auf LP und CD erhältlich.

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Klarer Erfolg der DKP: Kaltes Parteiverbot gerichtlich abgewendet

Am 22. Juli 2021 hat das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung des
Bundeswahlausschusses, der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) den
Parteienstatus zu entziehen, in vollem Umfang aufgehoben. Damit weist
das Gericht den Angriff auf die DKP entschieden zurück, der nicht nur
die Teilnahme an der Bundestagswahl im September verunmöglichen, sondern
eine oppositionelle Organisation ihrer Existenz berauben sollte.

In seiner Sitzung am 8. Juli 2021 hatte der Bundeswahlausschuss seine
Entscheidung damit begründet, dass die DKP ihre jährlichen Rechenschafts-
berichte verspätet abgegeben und damit den Parteienstatus verwirkt habe.
Diese skandalöse Maßnahme war sofort auf breite und entschiedene Proteste
gestoßen. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen und
Einzelpersonen hatte auch die Rote Hilfe e.V. in einer gemeinsamen
Stellungnahme gegen diese Maßnahme protestiert.

Das Vorgehen gegen die DKP reiht sich ein in die staatlichen Bemühungen,
statt mit strafrechtlichen Angriffen oder offenen Verbotsverfahren mit
bürokratischen Mitteln gegen missliebige linke Strukturen vorzugehen. Das
wohl bekannteste Beispiel ist der Fall der Vereinigung der Verfolgten
des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA), die durch den
Entzug der Gemeinnützigkeit in den Ruin getrieben werden sollte. Damit
sollte ein rechtlich kaum haltbares Verbotsverfahren umgangen und
stattdessen auf Umwegen eine unbequeme Stimme zum Verstummen gebracht
werden. Das zuständige Finanzamt begründete die Entscheidung damit, dass
die VVN-BdA vom so genannten Verfassungsschutz (VS) beobachtet werde –
einem Inlandsgeheimdienst, der in den vergangenen Jahren vor allem
durch seine Verstrickungen in rechte Terrornetzwerke von sich reden
machte. Auch in diesem Fall musste das Finanzamt schließlich einlenken
und die Gemeinnützigkeit rückwirkend wieder anerkennen, was vor allem
der monatelangen Solidaritätskampagne und dem steigenden politischen
Druck zu verdanken war. Gleichzeitig sind aber noch immer viele Vereine
im Visier des VS und damit vom Entzug der Gemeinnützigkeit bedroht.

Ebenfalls massive finanzielle und organisatorische Nachteile aufgrund
der geheimdienstlichen Überwachung erfährt die linke Tageszeitung Junge
Welt. Wegen der Beobachtung durch den Verfassungsschutz verweigern
ihr unter anderem Werbeunternehmen die Zusammenarbeit – schließlich gilt
die Nennung im VS-Bericht nicht nur als politisches Stigma, sondern
zudem kann sich die Zusammenarbeit mit den Betroffenen auch auf andere
Organisationen auswirken: Die Umtriebe des so genannten Verfassungsschutzes
basieren oftmals auf dem Prinzip der Kontaktschuld. Auch hier wird ein
kritisches Medium in seiner Arbeitsfähigkeit behindert und die
Pressefreiheit eingeschränkt, ohne dass der Staat von offenen Zensur-
und Verbotsmaßnahmen Gebrauch macht.

"Wir freuen uns mit der DKP über die klare Entscheidung des Bundes-
verfassungsgerichts, das der Nichtanerkennungsbeschwerde und Argumentation
der DKP folgte, und gratulieren ihr zu diesem Erfolg im Kampf gegen
das kalte Verbot", erklärte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand der Roten
Hilfe e. V. "Wir wenden uns entschieden gegen die miesen Tricks, mit
denen die staatlichen Repressionsorgane ihren klassischen Maßnahmenkatalog
zu erweitern versuchen, und stehen solidarisch an der Seite aller
betroffenen Organisationen."

https://rote-hilfe.de/

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Nachdem Never Ending Game erst vor kurzem ihre neue EP "Halo & Wings"
angekündigt hatten, gibt es mit "But Not For Me" nun auch die erste
Single, die ihr am Ende des Beitrags findet.
"Halo & Wings" wird fünf Songs enthalten, die dann am 25. September
2021 über Triple B Records erscheinen werden.
Die Hardcore-Band aus Detroit hatte im Oktober 2019 ihr Debütalbum
"Just Another Day" veröffentlicht, welches ihrem Promo-Tape und einer
weiteren EP folgte.

https://youtu.be/h9YUN4ziUVI

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Die aus London stammenden Indie-Punks von Out Of Love haben eine neue
Single namens "Sniffin' Glue" via Venn Records veröffentlicht:

https://youtu.be/7LNa4D3XvwA

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Die Dorks haben nun ein Video zum Titeltrack ihres aktuellen Albums "Die
Maschine von morgen" veröffentlicht. Das Album erschien am 30. April 2021
und stellt den Nachfolger von "Der Arsch auf Deinem Plattenteller", das
2018 erschienen war, dar. Erschienen ist das Album erneut über Coretex Records.

https://youtu.be/mOHcvLJH7oQ

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Hot Water Music haben für 2022 ein neues Album namens "Feel The Void"
angekündigt, das in Europa über den Berliner Label End Hits Records
erscheinen wird. Auf dem US-Markt erscheint der Nachfolger von "Light
It Up" (2017) über Equal Vision Recordings.
"Feel The Void" wurde von Brian McTernan (Battery, Be Well) aufgenommen
und wurde erstmals in der Bandgeschichte der einflussreichen Post-
Hardcore-Band aus Florida von drei Gitarristen und Songwritern
eingespielt und geschrieben, nämlich Chuck Ragan, Chris Wollard und
Chris Cresswell.

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Voller Elan veröffentlicht die Münsteraner Emo-Punkband Shoreline ihre
neue Single "Konichiwa" und wendet sich damit gegen anti-asiatischen
Rassismus. Die im Song beschriebenen Erfahrungen kann Sänger Hansol
Seung als Mann mit koreanischen Wurzeln selbst nachfühlen und speziell
mit dem Beginn der Corona-Pandemie hatten Anfeindungen gegen asiatisch
aussehende Personen deutlich zugenommen. Ihr findet das Musikvideo hier:

https://youtu.be/0cX8ISErxlk

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Hinter der neu aus der Taufe gehobenen Band Verstörte Becker verbergen
sich vier Herren, die uns bekannt sein sollten. So liest sich das Line-Up
wie folgt: Fisch (Gesang | Die Lokalmatadore), Nicolaj Sonnenscheiße
(Gitarre | Die Kassierer), thorsten Lersch (Bass | Pott Riddim), Alex
Schwers (Schlagzeug | u.a. Slime, Die Mimmi's, Swagboy Alex).
Erste Klänge werden wir im Oktober zu hören bekommen und im Dezember wird
dann die erste EP via Aggressive Punk Produktionen erscheinen. Ein Album
soll dann auch noch folgen. Wir sind gespannt!

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Staatlicher Angriff gegen Refugee-Aktivisten: Bleiberecht für Alassa Mfouapon!

Seit nunmehr drei Jahren steht der Refugee-Aktivist Alassa Mfouapon im
Visier der staatlichen Repressionsorgane, weil er mutig für die Rechte
von Refugees und gegen Rassismus eintritt und dabei viele Erfolge
errungen hat. Gegen dieses unbequeme Engagement gehen die Behörden mit
allen Mitteln vor: Nun sieht sich der Antirassist erneut von Ausweisung
bedroht.

Bundesweit bekanntgeworden war Alassa Mfouapon im Mai 2018 als Sprecher
der selbstorganisierten Geflüchtetenproteste gegen einen brutalen
Polizeieinsatz in der Ellwanger Landeserstaufnahmestelle. Um das
kollektive Eintreten für Grund- und Menschenrechte zu unterbinden und
die Bewegung zu zerschlagen, wurden die bekannteren Personen als
"Rädelsführer" inhaftiert und mit weiteren Repressionsmaßnahmen überzogen.
Alassa Mfouapon wurde nach Italien abgeschoben, doch durch eine breite
Solidaritätswelle konnte seine Rückkehr nach Deutschland erkämpft werden.
Hier tritt er seither gegen den Rassismus in Behörden, in der Politik
und in der Gesellschaft ein und kämpft für ein würdiges Leben für
geflüchtete Menschen – durch vielfältige Öffentlichkeitsarbeit, als
aktives Mitglied der selbstorganisierten Refugee-Bewegung und nicht
zuletzt durch juristische Schritte: In mehreren Klagen konnte Alassa
Mfouapon den staatlichen Rassismus bloßstellen und bahnbrechende Urteile
erzielen. Auf diese Reihe von Niederlagen reagiert das Bundesamt für
Migration und und Flüchtlinge (BAMF) nun mit dem erneuten Versuch einer
Abschiebung des unbequemen Antirassisten. Der Bescheid des BAMF beruht
dabei wie so oft auf menschenverachtenden Verdrehungen der Tatsachen
und dem bewussten Ignorieren von Umständen, die einer Abschiebung im
Wege stehen. Besonders infam ist die Begründung, Alassa Mfouapon habe
seinen Sohn nicht mit eigenen Augen auf der Überfahrt ertrinken sehen,
was seine Angaben zu dessen Tod für das Amt unglaubwürdig mache.

"Der Fall des Refugee-Aktivisten Alassa Mfouapon ist wieder einmal typisch
für die von Verfolgungshunger getriebene Politik der bundesdeutschen
Behörden: An einem Oppositionellen, der den staatlichen Rassismus ans
Licht gezerrt und die Betroffenen zu kollektivem Engagement ermutigt
hat, der sich trotz wiederholter Repressalien nicht einschüchtern ließ,
soll nun ein Exempel statuiert werden. Sogar dass die Behörden bei der
vorigen Abschiebung eine Schlappe erlitten und der Antirassist
zurückkehren konnte, hindert die Repressionsorgane nicht an einem
weiteren Versuch, ihn auf diese Weise mundtot zu machen und die ganze
Bewegung einzuschüchtern", erklärte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand
der Rote Hilfe e. V. und schloss: "Wir solidarisieren uns mit Alassa
Mfouapon und allen anderen von staatlicher Repression betroffenen Refugee-
Aktivist*innen. Wir protestieren ganz entschieden gegen die zunehmenden
Versuche, das Aufenthaltsrecht zur Waffe gegen missliebige Aktivist*innen
zu machen."

https://www.rote-hilfe.de/

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DFL (Dead Fucking Last) feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bandbestehen
und wird anlässlich ihres Jubiläums am Freitag, den 27. August, mit
"YRUDFL" ihr erstes Release seit knapp 25 Jahren veröffentlichen. Nachdem
die Band aus der EP bereits vergangenen Monat den Titelsong vorlegten,
gibt es zu diesem nun auch ein Musikvideo, das ihr hier ansehen könnt:

https://youtu.be/p1cJSUMGCrU

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Guilt Trip haben ein Video zum neuen Track "Fraction of Time" veröffentlicht,
welches auch zeitgleich den ersten Vorboten, der kommenden EP "Rain City",
darstellt:

https://youtu.be/4geAaN_9qgk

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Drain haben mit "Watch You Burn" eine brandneue Single veröffentlicht.
Ihr findet das Musikvideo zum Song, der von Taylor Young (Nails, Twitching
Tongues, Rotting Out) produziert wurde, hier:

https://youtu.be/ZRtNh9TmmPc

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Die aus Kalifornien stammende Hardcore-Beatdown-Band These Streets blickt
nach acht Jahren auf zwei veröffentlichte Alben und drei EPs zurück.
Doch nun steigt die Hoffnung, dass sich bald ein neues Release zu ihnen
gesellen wird.
Denn mit der Single "Take The Risk" haben sie nun eine neue Single
veröffentlicht, die hoffentlich ein Vorbote auf mehr ist:

https://youtu.be/-lED67xoTBw

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Boysetsfire-Frontmann Nathan Gray hat mit dem Song "No Pasaran2 eine
weitere Single aus seinem kommenden Album veröffentlicht:

https://youtu.be/g5tJhdaeqec

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Cancer Bats werden am 14. September 2021 eine weitere Akustik-EP
veröffentlichen. "You'll Never Break Us//Separations Sessions Vol. 2"
wird über New Damage Records erscheinen. Mit dem Song "Hail The Acoustic
Destroyer" gibt es aus der EP auch schon eine erste Single, die ihr euch
hier anhören könnt:

https://youtu.be/PbM1CULBZVM

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Schluss mit der Kriminalisierung: Solikampagne zum Prozessauftakt von Lina

In den letzten Jahren hat die staatliche Verfolgungspolitik gegen
Antifaschist*innen immer neue Rekorde aufgestellt und immer absurdere
Konstruktionen bemüht, um engagierte Aktivist*innen zu kriminalisieren und
oftmals auch zu inhaftieren. Am 8. September 2021 beginnt vor dem
Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen die Leipzigerin Lina, die
bereits seit Anfang November 2020 in Untersuchungshaft sitzt, sowie gegen
drei weitere Genossen. Vorgeworfen werden ihnen körperliche Auseinander-
setzungen mit Faschisten, die vom Staat zu Aktivitäten einer "kriminellen
Vereinigung" stilisiert werden. Zusätzlich zur bereits laufenden Kampagne
der Roten Hilfe e. V. "Wir sind alle Antifa - Wir sind alle LinX", die
laufende Verfahren und staatliche Repressionsangriffe gegen Antifas
zusammenfasst, hat sich nun das Solidaritätsbündnis Antifa Ost gegründet.
Mit der Homepage soli-antifa-ost.org und Demonstrationen rund um den
Prozessauftakt zeigt sie den Angeklagten, dass sie nicht allein sind.

Tatsächlich stellt das Verfahren gegen Lina und ihre Mitangeklagten einen
neuen Höhepunkt des wahnwitzigen staatlichen Kriminalisierungseifers dar,
der vor Skandalen nur so strotzt: Schon die Konstruktion einer "kriminellen
Vereinigung" nach § 129 gegen die Antifaschist*innen ist in erster Linie
ein Hinweis auf die von Linkenhass geprägte Denkart der Polizeibehörde -
schließlich hat sich die beim LKA Sachsen angesiedelte "SoKo Linx" in den
vergangenen Jahren schon mehrfach mit Ermittlungen nach § 129 blamiert,
die für viel Medienrummel sorgten, aber ohne Verurteilungen endeten. Für
jeweils Dutzende oder Hunderte betroffene linke Aktivist*innen bedeuteten
diese Strukturermittlungen jahrelange Überwachung, Hausdurchsuchungen und
weitere Repressalien bis hin zu Untersuchungshaft.

Um dem jetzigen Verfahren eine größere Bedeutung zu verleihen, übernahm
die Bundesanwaltschaft die Federführung - ein Winkelzug, der nur durch
die Erfindung einer neuen Kategorie möglich wurde: Die hier behauptete
"kriminelle Vereinigung" bewege sich "an der Schwelle zum Terrorismus",
weshalb die eigentlich nur für "Terror"-Verfahren zuständige Bundes-
anwaltschaft eingeschaltet werden konnte. Begleitet wurde die
Kriminalisierungskampagne durch eine skandalisierende Medieninszenierung,
die vom LKA durch illegale Informationsweitergabe forciert wurde. So
erfuhren die Anwält*innen teilweise aus der Presse von Akteninhalten,
auf die sie noch keinen Zugriff hatten. Während die Repressionsorgane
Antifaschist*innen als Kriminelle oder gar Terrorist*innen brandmarken,
pflegen sie ein weit innigeres Verhältnis zu Nazis: Abgesehen von den
diversen rechten Netzwerken vor allem innerhalb der Polizeibehörden
übernahmen Beamt*innen der SoKo LinX Informationssammlungen, die Nazis
über Linke angelegt hatten, und stellten diesen im Gegenzug Ermittlungs-
ergebnisse zur Verfügung.

Die staatliche Anti-Antifa-Politik soll in der Prozesseröffnung gegen
Lina und drei Genossen am 8. September 2021 gipfeln, doch gegen diesen
Repressionsangriff regt sich breiter Widerstand. Auf der neuen Homepage
soli-antifa-ost.org werden das § 129-Verfahren und die Umtriebe der
SoKo Linx analysiert, und sie ruft zu Solidaritätsaktionen mit Lina
und ihren Mitangeklagten auf. Unter anderem wird es am 8. September 2021
ab 7 Uhr eine Kundgebung vor dem Oberlandesgericht Dresden geben. Für
den 18. September wird zu einer bundesweiten Demonstration nach Leipzig
mobilisiert.

"Mit welchem manischen Kriminalisierungseifer die Polizei- und
Justizbehörden gegen Antifaschist*innen vorgehen, zeigt sich am Fall
von Lina und an den anderen laufenden Verfahren nach § 129 mehr als
deutlich. Die ganzen Ermittlungen sind eine antilinke Farce und strotzen
vor innerbehördlichen Skandalen und Formfehlern", stellte Anja Sommerfeld
vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e. V. klar. "Lina muss umgehend aus
der inzwischen fast zehnmonatigen Untersuchungshaft freigelassen werden.
Sämtliche Verfahren nach § 129 gegen Linke, die nur der Verunglimpfung
und Kriminalisierung fortschrittlichen Engagements dienen, müssen umgehend
eingestellt werden. Wir rufen dazu auf, Solidarität mit Lina und allen
anderen Beschuldigten zu zeigen, den Prozess durch kritische
Berichterstattung zu begleiten und die Demonstrationen und Kundgebungen
zu besuchen."

https://rote-hilfe.de

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Turnstile haben mit dem Song "Fly Again" eine weitere Single aus ihrem
kommenden Album "Glow On" veröffentlicht. Das Video dazu findet ihr hier:

https://youtu.be/-xHt98f5JxI

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Sharp Shock werden am Freitag, den 03. September 2021, eine neue EP mit
dem Titel "Casual AS" veröffentlichen, die sechs Songs enthält. Erscheinen
wird die Platte über Contra Records. Zum Titelsong präsentiert uns die
Band, die 2019 gemeinsam mit H2O bei uns auf Tour waren, nun als
Vorgeschmack ein Lyric-Video:

https://youtu.be/HQ74Mi6umxY

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"Revolution" heißt die neue Videoauskopplung von Fleischwolf. Der Song
stammt aus ihrem aktuellen Album "Gut geklaut". Mit Playmobil wird in
diesem Video eindrucksvoll der Text und dessen Tiefgang, bezüglich der
Gesellschaft und des Systems dargestellt. Ganz tolle Idee und geil
umgesetzt. Mal ganz was anderes, als ständige Gangshouts und
Werkshallenruinen, mit lebendigen Darstellern:

https://youtu.be/PNBWIN2_46Y

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Scarfold haben mit "Born Decayed" eine neue Single vorgelegt, zu der die
kanadische Hardcore-Band auch ein Musikvideo abgedreht hat, das ihr hier
im Beitrag ansehen könnt.
Den Song steuert der ehemalige Worst-Frontmann Thiago Monstrinho ein
Guestpart bei, der jetzt bei Fucking Violence aktiv ist.
"Born Decayed" wird auf einem neuen Album namens "We Shall Suffer"
enthalten sein, das noch in diesem Jahr über 10-54 Records erscheinen soll.

https://youtu.be/CBOQSjQ6ReI

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Plizzken haben mit "Beware" eine weitere Video-Auskopplung aus ihrem
Debütalbum "...And Their Paradise Is Full Of Snakes", welches am 02.
Juli 2021  über Pirates Press Records (Noi!se, Cock Sparrer, The Old
Firm Casuals etc.) erscheinen ist, veröffentlicht.

https://youtu.be/oNYDaNbzbeo

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The Bronx haben mit "Peace Pipe" eine letzte Vorab-Single vom ihren neuen
Album veröffentlicht. Das Musikvideo zum Song findet ihr hier:

https://youtu.be/nNz1TroooYg

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Politische Aktivist*innen von Abschiebung bedroht: Bayerns Geschenk an
das Erdoğan-Regime

In Bayern wurde der Asylantrag der beiden kurdisch-alevitischen
Aktivist*innen Anıl Kaya und Sinem Mut abgelehnt und beiden die Abschiebung
in die Türkei angedroht - obwohl sie dort eine über sechsjährige Haftstrafe
und weitere Verfolgungen erwarten. Dass sich die beiden
Wissenschaftler*innen in der Türkei politisch betätigt haben, wird ihnen
von den bundesdeutschen Behörden zum Vorwurf gemacht und das groteske
"Terrorverfahren" der türkischen Unrechtsjustiz anerkannt.

Der Kunsthistoriker Anıl Kaya und die im Bereich Gesundheitsmanagement
promovierende Sinem Mut waren in Ankara in der "Föderation für Demokratische
Rechte" aktiv und beteiligten sich an Demonstrationen etwa zum 8. März und
1. Mai oder an Veranstaltungen, die gegen Folter und extralegale Tötungen
in der Türkei protestierten. Ende 2012 wurden sie gemeinsam mit anderen
Akademiker*innen verhaftet; Sinem Mut war zwei Monate im berüchtigten F-Typ-
Frauengefängnis Sincan in Untersuchungshaft und wurde dort gefoltert.
Angeklagt wurden sie wegen "Terrorismus" - der Standardvorwurf gegen
Andersdenkende aller Richtungen in der zunehmend faschistischen Türkei. Als
"Beweise" gegen Anıl Kaya und Sinem Mut dienten ein bei der Hausdurchsuchung
2012 gefundenes Buch des Kommunisten İbrahim Kaypakkaya und ein angeblich
ebenfalls in ihrer Wohnung entdeckter Ausweis der Maoistischen Kommunistischen
Partei.

Der Prozess gegen die Gruppe politisch engagierter Akademiker*innen wurde
ab 2014 endlos verschleppt, und die beteiligten Justizvertreter*innen
wechselten in kurzen Abständen. Kurz vor dem Urteil im März 2019
entschlossen sich einige der Angeklagten, die Türkei zu verlassen und das
Ende des Prozesses im sicheren Ausland abzuwarten - zu Recht: Insgesamt
verhängte die türkische Justiz in diesem Verfahren 120 Jahre Haft, davon
je sechs Jahre und drei Monate gegen Anıl Kaya und Sinem Mut.

Unter Verweis auf die offensichtliche politische Verfolgung in der Türkei
bekamen die in die Schweiz und in andere Bundesländer geflüchteten
Mitangeklagten Asyl. Anders im Fall des Paares, das ins Bundesland Bayern
gekommen war, das eine besonders repressive Strategie gegen Linke auch
im Bereich des Asylrechts verfolgt: Die bayerische Abteilung des Bundesamts
für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das für seine extreme geringe
Anerkennungsquote bekannt ist, lehnte im Mai 2020 die Asylanträge von
Anıl Kaya und Sinem Mut mit unglaublichen Argumenten ab: Zum einen erklärte
die Behörde die Praxis der türkischen Unrechtsjustiz für rechtmäßig,
behauptete zugleich, die von den beiden Wissenschaftler*innen vorgelegte
Prozessunterlagen und andere Dokumente der erfahrenen Repression seien
gefälscht, und stritten darüber hinaus ab, dass die kurdisch-alevitische
Minderheit besonderer Diskriminierung ausgesetzt sei.

Als die beiden Aktivist*innen die Entscheidung gerichtlich überprüfen
ließen, steigerte sich die bundesdeutsche Legitimation der türkischen
Verfolgungspraxis sogar noch. Im Urteil vom 5. Mai 2021 übernahm das
Augsburger Verwaltungsgericht die "Terrorismus"-Argumentation des
Gerichts in Ankara und erklärte, es sei keine "flüchtlingsrechtlich
relevante Verfolgung in der Türkei zu erwarten", zudem bestehe zumindest
bei Anıl Kaya "kein Risiko von Folter". Dass Sinem Mut bereits brutale
Misshandlungen im Gefängnis erlebt hat, ignorierte das Gericht, forderte
das Paar auf, die BRD noch im August zu verlassen und drohte ihnen die
Abschiebung an.

"Dieses Vorgehen der bayerischen Asylbehörde und der Augsburger Justiz
ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht dieser beiden verfolgten Aktivist*innen,
sondern aller Menschen, die sich den faschistischen Entwicklungen in der
Türkei entgegenstellen, sich politisch engagieren und dafür massive
Repression erleiden", erklärte Anja Sommerfeld für den Bundesvorstand
der Roten Hilfe e. V. "Zugleich ist es einmal mehr ein Kotau der
bundesdeutschen Justiz gegenüber der Türkei, indem die dortigen konstruierten
"Antiterror"-Prozesse als ernstzunehmende Grundlage für hiesige
Gerichtsentscheidungen dienen. Wieder einmal sollen verfolgte Aktivist*innen
dem Erdoğan-Regime als Freundlichkeitsgeste ausgeliefert werden. Und
wieder einmal tut sich Bayern hervor, das beispielsweise auch die in
Nürnberg lebende Kommunistin Banu Büyükavcı mit Abschiebung bedroht."
Abschließend ergänzte Sommerfeld: "Wir stehen solidarisch an der Seite
der verfolgten Aktivist*innen und fordern uneingeschränktes Bleiberecht.
Die Auslieferungspraxis an die türkischen Verfolgungsbehörden muss
umgehend beendet werden."

https://www.rote-hilfe.de/

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