Neuraxis - Plattenkritiken

Neuraxis - Truth | Imagery | Passage - DCD / Band-Homepage / Earache

Tracklist:

CD1:
"Truth Beyond ..."
01.) ... of divinity
02.) Impulse
03.) Fractionized
04.) Xenobiotic
05.) Reflections
06.) Imagery
07.) Memento
08.) Structures
09.) Mutiny
10.) Essence
11.) Neurasthenic
12.) Truth beyond recognition ...

CD2:
"Imagery"
01.) Intro
02.) A temporal calamity
03.) Oscilliated to intelligence
04.) Cyberwar
05.) Inquisition on mortality
06.) Lid to your soul
07.) Reason of being
08.) Atmospheric Holocaust
09.) Psycho-Waves
10.) A drift ...
11.) Driftwood
12.) The Drop
"Passage into Forlorn"
13.) Unite
14.) Virtuosity
15.) The art of sadness
16.) Link
17.) Blind the vision that shatters
18.) To pacify
19.) The Drop
20.) Forlorn
Bonus Tracks:
21.) In silence
22.) ... of divinity (live)

Kritik:

Neuraxis kommen aus Montreal / Kanada und existieren seit über 10 Jahren.
Gegründet wurde die Band bereits 1994. Bis heute hat die Band 3 Alben
veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit Willowtip Records bringen Earache
die Komplett-Discography jetzt auch für die europäischen Markt raus.
Musikalisch bieten Neuraxis eine perfekte Mischung zwischen sehr schnellem
Death-Metal mit verdammt vielen Grind-Einflüssen. Vor allem bei den ersten
beiden Alben, "Imagery" und "Passage into Forlorn" die sich beide auf der
zweiten CD befinden, ist die Band noch wesentlich Grind-lastiger, was mir
auch verdammt gut gefällt. Auf dem letzten Longplayer, "Truth beyond ..."
der sich auf der ersten CD befindet, geht die Band wesentlich mehr in
Richtung Death Metal, immer noch verdammt schnell, aber musikalisch
wesentlich anspruchsvoller. Mir persönlich gefällt die zweite CD aber
trotzdem besser, was aber definitiv nicht heissen soll dass die erste
CD schlecht ist. Neben den 3 Longplayern der Band befinden sich auf der
Doppel-CD noch 2 Bonus-Tracks, wobei ein Track davon eine Live-Aufnahme
ist.
Die Doppel-CD kommt inkl. dem Booklet. Allerdings handelt es sich bei
dem Booklet wohl um das Booklet des aktuelles Albums, so dass lediglich
Infos und Texte zum "Truth beyond ..." Longplayer darin zu finden sind.
Insgesamt eine sehr gelungene Veröffentlichung, die wohl aber nur für
Leute die noch keine Platte von Neuraxis haben interessant sein dürfte,
da eigentlich keine neuen Sachen drauf sind.





Neuraxis - Trilateral Progression - CD / Band-Homepage / Earache

Tracklist:

01.) Introspect
02.) Clarity
03.) Thought Adjuster
04.) Shatter The Wisdom
05.) Monitoring The Mind
06.) A Curative Struggle
07.) Chamber Of Guardians
08.) Caricature
09.) Axioms
10.) The Apex

Kritik:

Ein weiteres Album, welches der Stilrichtung "brutaler technischer
Death Metal" zuzuschreiben ist, bringt Earache mit "Trilateral
Progression" raus. Es ist die mittlerweile fünfte Veröffentlichung
der kanadische Band NEURAXIS.
Auf den Trick mit dem "leisen ersten Track mit irgendwelchem Gebrumme
gefolgt von extrem lautem Geprügel", bin ich erstmal reingefallen -
dabei hätte ich es eigentlich ahnen müssen...Wie auch immer, nach dem
Schreck weiß die Musik durchaus mein Interesse zu wecken, auch wenn ich
bei der Einlage der "orientalischen Flöte" schon etwas schmunzeln muss -
dieses Feld sollte doch besser bekannten Konzeptbands überlassen werden.
Für das Musikalische charakteristisch ist der abwechslungsreiche,
kunstfertige -teilweise "chaotisch" wirkende- Gesang von Ian Campbell,
welcher sich auch für die Texte verantwortlich zeigt. Diese können
inhaltlich, teilweise spirituell, teilweise pseudo-sozialkritisch, mit
der Darbietungsform nicht mithalten, sind im Endeffekt aber irgendwie
auch ziemlich egal; die musikalische Seite steht in diesem Genre, sicher
nicht nur für mich, im Zentrum. Unterlegt wird der Vokalpart einerseits
von genretypischen Death Metal Riffs in hoher Geschwindigkeit, andererseits
von melodiösen Leadstücken. Stets als Fundament ein extrem präzises,
doublebass-geprägtes und dynamisches Drumming. Diese Mischung kann die
Aufmerksamkeit des Hörers auf die Spielzeit von gut 35 Minuten insgesamt
durchaus halten.
Zusammenfassend ist "Trilateral Progression" eine durchaus gelungene
Platte von einer zweifelsohne guten Band. Doch fehlt mir hier das
gewisse kreative Etwas, das artverwandte Bands wie KATAKLYSM oder auch
NILE herausragen lässt.