Mistress - Plattenkritiken

Mistress - In disgust we trust - CD / Band-Homepage / Earache

Tracklist:

01.) In disgust we trust
02.) Happily ever disaster
03.) Fucking Fuck
04.) Static
05.) At arms length
06.) Alcohole
07.) Whiskey Tastes better ...
08.) Me ves y sufres
09.) Talking to god (on a microphone made of steel)
10.) Shovel

Kritik:

Mistress kommen aus Birmingham (England) und gründeten sich
im Jahr 1999. Nach 2 Demos erschien der erste Longplayer etwas
später auf Rage of Achilles Records, genauso wie auch der
zweite Longplayer im Jahr 2003. Dazwischen gab es eine Split-
Single und mit dem dritten Longplayer ist man 2005 auf Earache
gelandet.
Musikalisch ist die Band nicht so leicht zu beschreiben, findet
man in ihrer Musik doch Stile aus verschiedenen Richtungen. Der
Hauptstil ist dabei aber sicherlich Grindcore. Dazu kommen dann
noch Einflüsse aus Metalcore, Crust und Punk-Rock, was unterm
Strich ein ziemlich vielfältiges Album ausmacht. In manchen Songs
können übrigens auch ein paar Black Metal Einflüsse rausgehört
werden. Es wird bei Mistress definitiv nicht die ganze Zeit
geknüppelt, auch viele ruhigere Passagen finden sich in den
Songs. Mir persönlich gefallen die schnelleren Songs allerdings
um einiges besser. Insgesamt ein gelungenes Album, das auch die
nötige Power und Energie besitzt.





Mistress - s/t - CD / Band-Homepage / Earache

Tracklist:

01.) Bludgeon
02.) God of Rock
03.) Goatboy
04.) Necronaut
05.) Stuntcock
06.) 5th in line
07.) D.V.D.A.
08.) Rebecca
09.) Lord Worm
Bonus-Tracks:
10.) Whiplash (Metallica)
11.) Earth Died Screaming (Tom Waits)

Kritik:

Kurz nachdem der dritte Longplayer der Band aus Birmingham
rauskam, gibts jetzt auch die Neuauflage des ersten Longplayers,
der ursprünglich auf dem Label Rage of Achilles erschienen ist.
Da es dieses Label mittlerweile leider nicht mehr gibt, hat sich
Earache entschieden, die CD nochmal aufzulegen.
Musikalisch klingen Mistress im Vergleich zum dritten Album hier
wirklich total anders. Hier gibts eine düstere Mischung aus
Grindcore, Sludge und Doom-Metal, dazu Schreigesang. Insgesamt
kommt mir der erste Longplayer der Band viel zu schleppend und
langsam daher und ich bin ziemlich enttäuscht davon. Der aktuelle
Longplayer der Band gefällt mir jedenfalls um einiges besser. Wer
die Band mal antesten möchte und eher auf etwas schnellere und
energiegeladenere Mucke steht, der sollte sich jedenfalls eher das
aktuelle Album aussuchen. Wer auf düsteren, schleppenden Metal/
Sludge steht, der ist beim ersten Longplayer aber auf jeden Fall
richtig.
Auch die Aufmachung finde ich hier etwas lieblos. Im 2-seitigen
Booklet gibts leider überhaupt keine Texte, lediglich ein Foto der
Band und Infos zu den Aufnahmen ...





Mistress - II: The chronovisor - CD / Band-Homepage / Earache

Tracklist:

01.) Rat Piss
02.) Psychic One Inch Punch
03.) Gotaboy
04.) Wanker Colony
05.) The Chronovisor
06.) Hit Bottom
07.) No Memory
08.) Piss For Blood, Shit For Brains
09.) 38
Bonus-Tracks:

10.) In The Shadow Of The Horns
11.) Like Broken Glass

Kritik:

Auch der zweite Longplayer erschien ursprünglich auf dem
Label Rage of Achilles und wurde kurz nach der Neuauflage
des ersten Longplayers auch nochmal neu aufgelegt von
Earache.
Auch hier klingt die Band wieder etwas anders als auf den
anderen Longplayern. Gehts jedenfalls wieder etwas in Richtung
des ersten Albums. Eine düstere Mischung aus Sludge und Doom-
Metal, wobei hier der Sludge Anteil definitiv höher ist als
beim ersten Longplayer. Dazu gesellen sich hin und wieder ein
paar Grind-Attacken, der Großteil des Albums ist aber etwas
langsamer und rotziger. Auch der Gesang hat sich etwas geändert
und vom Kreisch-Gesang ist nicht mehr viel übrig geblieben,
stattdessen wird jetzt gegrunzt ;-) Alles in Allem gefällt mir
das Album zwar besser als das erste, allerdings kommt es auch
lange nicht an den aktuellen Longplayer ran.
Diesmal stimmt auch die Aufmachung und so gibt es im recht
umfangreichen Booklet die kompletten Songtexte sowie ein paar
Bilder der Band.