Madball - Plattenkritiken

Madball - Infiltrate the system - CD / Band-Homepage / I Scream Records

Tracklist:

01.) We The people
02.) Infiltrate The System
03.) Revolt
04.) No Escape
05.) The Takeover
06.) Renegades
07.) Set Me Free
08.) The Messenger
09.) Liberty Or Death
10.) Novelty
11.) You're Gone
12.) P.Y.I.T.F. (Part 3)
13.) Stand Up N.Y.
14.) Straight From The Heart (Bonus Track)

Kritik:

Auch wenn es Madball seit fast 20 Jahren gibt und
sie zusammen mit Agnostic Front und Sick of it All
wohl zu den bekanntesten NYHC-Bands zählen, kenne
ich nur ein paar einzelne Songs der Band. Ein
komplettes Album kenne ich nicht. Das ändert sich
jetzt mit dem hier vorliegenden siebten Longplayer.
Von den paar Songs die ich kenne, kann ich allerdings
sagen, dass sich die Band in all den Jahren wohl nicht
sonderlich verändert hat und ihrem Stil treu geblieben
ist. Hier gibts klassisch prolligen NYHC mit harten
Gitarrenriffs, Gangshouts und Breakdowns. Die 10
Midtempo-Songs auf dem Album sind sowas von prollig
und dumm, dass ich froh bin bisher einen großen Bogen
um die Band gemacht zu haben. Textlich geht die Band
mal gar nicht. Neben einem bescheuerten Lokalpatriotismus
("Stand up N.Y.") gibt sich die Band in den Songs sehr
kämpferisch und ruft zur Revolte auf. Wie sie sich diese
Revolution und vor allem das Leben danach vorstellen,
will ich lieber nicht wissen. Anarchismus wird verdammt
("It's not anarchy that i desire" - im Song "Revolt")
und Kommunismus und Faschismus sind sowieso der gleiche
Dreck ("liberty death to your communism, your fascism"
- im Song "Liberty or death"). Aber natürlich ist das
noch nicht alles, scheinbar sind die harten Jungs auch
noch Christen ("It's time to face the wrath. Soon god
will judge you. Someday he'll judge me too." - im Song
"The messenger"). Passend dazu wird im Booklet auch
noch Gott gedankt mit "Thank you god for watching over
us all".
Nervige Band die - genauso wie auch Agnostic Front - kein
Mensch braucht. Wer unbedingt New York Hardcore hören will,
sollte dann doch lieber zu Sick of it All greifen, oder
zu wirklich sympathischen Bands wie bspw. Go!, die beweisen,
dass NYHC nicht nur prollige Deppen-Musik ist.