Leftöver Crack - Plattenkritiken

Leftöver Crack - Fuck World Trade - CD / Band-Homepage / Alternative Tentacles Records

Tracklist:

01.) Clear Channel (Fuck Off!!)
02.) Life is pain
03.) Burn them prisons
04.) Gang Control
05.) Super Tuesday
06.) Via Sin Dios
07.) Feed the Children (Books of Lies)
08.) One Dead Cop
09.) Ya can't go home
10.) Rock the 40 oz
11.) Soon we'll be dead
12.) Gringos Son Puercos Feos
13.) Operation M.O.V.E.

Kritik:

Nach zwei recht erfolgreichen Alben auf Hellcat Records, hat Jello Biafra
die Jungs von Leftöver Crack für sich entdeckt und somit erscheint das neue
Album jetzt auf Alternative Tentacles Records (wobei mir das Label auch
wesentlich sympathischer ist als Hellcat Records, aber dies nur mal so
am Rande).
Leftöver Crack spielen eine Mischung aus Hardcore und Ska-Punk. Teilweise
findet man auch Violinen oder ein Piano in den Songs, was wirklich gut gefällt.
Vor allem habe ich bisher noch keine Band gehört, die Hardcore so gut mit Ska
Elementen vermischen kann, wie das bei Leftöver Crack der Fall ist. Langweilig
wird der Longplayer definitiv nicht, dafür sorgen die treibenden Hardcore-Klänge
und vor allem die geniale Stimme des Sängers dazu, passt echt perfekt. Textlich
geht es wie gewohnt hochpolitisch zur Sache, wobei ich mit den Statements teilweise
echt meine Probleme habe. Vor allem das Cover kann ich definitiv nicht unterstützen
und auch der Song-Titel "Super Tuesday" (der auf den 11. September bezogen ist) ist
meiner Meinung nach völlig daneben (wobei der Song selbst wiederum nicht so schlimm
ist, wie es der Titel vermuten lässt). Ansonsten gibt es allerdings nicht zu motzen
und die Texte sind meistens auch wirklich durchdacht.
Auch das Artwork ist super gelungen. Neben einem wunderschönen Digi-Pack gibts noch
ein dickes Poster (wobei das Motiv dem Cover-Motiv nicht unähnlich ist) und auf der
Rückseite des Posters dann auch die kompletten Texte.
Meiner Meinung nach eine durchaus gelungene Platte, die ich auch weiterempfehlen kann.





Leftöver Crack / Citizen Fish - Split - CD / Band-Homepage / Fat Wreck Chords

Tracklist:

Citizen Fish:
01.) Working on the Inside
02.) Money
03.) Meltdown
04.) Getting Used to It
05.) Back to Square One
06.) Join the Dots
07.) Clear Channel (F*ck Off!)

Leftöver Crack:
08.) L.O.C Intro (B.D.C)
09.) Baby-Punchers
10.) Genocidal Tendencies
11.) ...And Out Comes the N-Bomb!
12.) Life Causes Cancer
13.) World War 4 Download
14.) Supermarket Song
15.) Reason for Existence

Kritik:

Passend zur gemeinsamen US-Tour der beiden Bands gibts
auf Fat Wreck Chords jetzt auch die lange angekündigte
Split-CD. Die Vinyl-Version erscheint wohl, wie auch
das letzte Leftöver Crack Album, auf Alternative
Tentacles.
Citizen Fish dürfte wohl den meisten unter euch bekannt
sein, existiert die Band doch bereits seit 1989.
Hervorgegangen ist sie aus den legendären Subhumans
und in ihrer bisherigen Band-Geschichte haben Citizen
Fish bereits sieben Longplayer veröffentlicht. Musikalisch
gibts hier eine gelungene Mischung aus Punk-Rock und Ska,
wobei ich hier den Begriff Ska-Punk bewusst vermeide.
Viel Off-Beat, jede Menge Wut und eine gewisse Eingängigkeit
zeichnen die Songs von Citizen Fish aus. Im Vergleich zu
sonstigem Ska-Punk kommt die Mucke bei Citizen Fish sehr
rau und rotzig daher, was mir richtig gut gefällt. Neben
fünf eigenen Songs gibts übrigens noch einen Cover-Song
von Leftöver Crack ("Clear Channel (F*ck Off!)") und einen
von Choking Victim ("Money").
Leftöver Crack haben sich mittlerweile auch eine gewisse
Bekanntheit erspielt. Die Band ist aus Choking Victim
hervorgegangen und hat mittlerweile auch schon drei Alben
veröffentlicht. Leftöver Crack spielen eine nette Mischung
aus Street-Punk und Hardcore mit einigen Ska-Einsätzen.
Schnelle Hardcore-Parts wechseln sich mit melodischen Ska-
Parts. Richtig gut passt dazu die kratzige Stimme des
Sängers. Wie auch bei Citizen Fish gibts hier zwei Cover-
Songs, einmal von Citizen Fish ("The Super-Market Song")
und einmal von Subhumans ("Reason for Existence").
Bleibt unterm Strich eine verdammt gelungene Split-Scheibe,
bei der mir beide Bands richtig gut gefallen.