Kafkas - Plattenkritiken

Kafkas - Paula - CD / Band-Homepage / Domcore Records

Tracklist:

01.) Klatscht in die Hände!
02.) Deine Lippen schweigen
03.) 90 Minuten
04.) Leben ist gut
05.) Wenn es eine Hölle gibt
06.) Ich will kein Kumpel von euch sein
07.) ... wenn ich mal ein Tattoo habe
08.) Die Götter versagen
09.) Hell oder dunkel
10.) Der Kuchen ist gegessen
11.) Zwei Hände reichen nicht
12.) Warum kann die Welt keine Scheibe sein?
13.) Irgendwas ging schief
14.) 2000 Hände
15.) Nur noch eine Raste

Kritik:

Die Kafkas aus Fulda dürften nach knapp 15 Jahren
Bandgeschichte für die meisten keine Unbekannten
mehr sein. Bei "Paula" handelt es sich bereits um
den fünften Longplayer, wobei das vierte Album
bereits 2001 erschienen ist.
Die einzige Platte, die ich von der Band besitze
ist das 1999er Album "Sklavenautomat" und das habe
ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr angehört. Vor
zwei Jahren habe ich die Band mal zufällig live
gesehen und bin jetzt doch etwas überrascht, was
auf "Paula" abgeliefert wird. Die Musik ist weit
entfernt vom anspruchsvollen Deutsch-Punk, wie ich
ihn von den Kafkas kannte. Hier wurden die Punk-
Elemente durch poppige Klänge ersetzt und auch
Elektro-Einflüsse haben ihren Weg in die Musik
gefunden. Klingt für mich etwas nach neueren Muff
Potter oder Kettkar, ganz anders als das, was ich
bisher von der Band kannte. Klingt jedenfalls so,
als würden die Kafkas versuchen mit "Paula" ein
grösseres Publikum zu erreichen, was ihnen auch
gelingen könnte. Die 15 neuen Songs sind jedenfalls
recht eingängig, ziemlich poppig und Indie-lastig
und wesentlich massentauglicher. Klingt jetzt
vielleicht alles etwas negativ, aber so ist das gar
nicht gemeint. Würde sogar behaupten, dass mir "Paula"
von den bisherigen Veröffentlichungen der Band am
besten gefällt ...