KSM40 - Plattenkritiken

KSM40 - Demo 2006 - Tape / Band-Homepage / Selbstproduziert

Tracklist:

Seite A:
01.) S-Bahn surfen
02.) Bambus
03.) Kiss me, i am corpse painted
04.) Who profits from the suffering
05.) Rotzfahnen
06.) Müll

Seite B:
07.) Koprophagen
08.) Verrotte
09.) Squat the schools
10.) Aber bitte nicht zynisch werden

Kritik:

KSM40 kommen aus Köln und existieren erst seit Frühjahr 2005.
Knapp ein Jahr später legt die Band jetzt ihr erstes Demo vor
... wie es sich gehört im Tape-Format. Soweit ich weiss gibt
es das Demo auch als CDR.
Musikalisch kommt das Ganze noch etwas rumpelig daher, besitzt
dadurch aber definitiv einen enormen Charme. Insgesamt befinden
sich auf dem Demo-Tape 10 Hardcore-Kracher, vermischt mit starken
Einflüssen aus Punk-Rock sowie Power-Violence. Dazu gibts Wechsel-
Gesang und zynische, politische Texte in Englisch und Deutsch.
Erinnert mich bei einigen Songs an Amen 81. Die Aufnahmen sind
zwar nicht super toll, gehen für ein Demo aber definitiv in
Ordnung. Insgesamt bin ich sehr positiv angetan von der Band
und bin mal gespannt was man von KSM40 in Zukunft noch so zu
hören bekommt.
In letzter Zeit habe ich wirklich ein paar sehr schick aufgemachte
Demo-Tape bekommen ... dazu zählt auch das hier vorliegende. Das
Tape kommt als "richtig" produziertes Tape mit aufklappbarem Cover.
Darin findet man die Texte sowie ein paar Linernotes zu den
verschiedenen Songs. Das Demo-Tape ist übrigens auf 30 Exemplare
limitiert und handnummeriert!





KSM40 / Ablärm - Split - 7" / Band-Homepage / Selbstproduziert

Tracklist:

KSM40:
01.) Kiss me I'm Corpsepainted
02.)
Mittelstrahl
03.) Rotzfahnen
04.) No hidden Tracks (if you got nothing to hide)
05.)
Telephone Booth Circlepit
06.) DxWxSxCxHx(FxTxWxL)

Ablärm:
01.) Holzauge sei wachsam
02.) Standort: Ich
03.) Die Hunde!
04.) Niete

Kritik:

Diese selbsproduzierte Split-Single teilen sich die
beiden noch recht unbekannten Bands KSM40 aus Köln
und Ablärm aus Mainz.
KSM40 existieren seit 2005 und waren mir durch ihr
Demo-Tape im letzten Jahr in guter Erinnerung geblieben.
Die sechs Songs hier auf der Split-Single stehen den
Demo-Songs in nichts nach. Kurze Thrash-Hardcore Kracher
die straight nach vorne brettern und kein Halt kennen.
Gemischt wird das ganze mit räudigem Punk-Rock und
erinnert mich musikalisch häufig an frühe Amen 81,
allerdings mit etwas Thrash versetzt.
Genau wie ihre Split-Partner existieren auch Ablärm
seit 2005. Soweit ich weiss ist die hier vorliegende
Split-Single allerdings die erste Veröffentlichung
der Mainzer. Musikalisch passen die beiden Bands auf
jeden Fall recht gut zueinander. Auch beim Hören von
Ablärm musste ich zuerst an Amen 81 denken. Im Vergleich
zu KSM40 sind Ablärm allerdings etwas punkiger. Die vier
Songs gehen auch nicht ganz so straight nach vorne, sind
dafür allerdings rotziger.
Ich persönlich kann bei dieser Split-Single nicht sagen,
welche Seite mir besser gefällt, da mir beide Bands richtig
gut gefallen. Die Aufmachung der Split-Scheibe ist auch
gelungen, es liegt zudem ein Textblatt bei und die Single
ist auf 500 Exemplare limitiert und handnummeriert.
Bekommt meine Empfehlung die Single ...



KSM40 - The taste of rust - 10" / Band-Homepage / Sengaja Records

Tracklist:

Seite A:
01.) S-Bahn surfen
02.) Short attention span Punk
03.) The taste of rust
04.) Durchs kleine Glas betrachtet
05.) Steinbeisser
06.) A link to the past
07.) Stupid inked radishpicker

Seite B:
01.) KSM40 bleibt!
02.) Im Gleisbett
03.) Rock paper scissors spock lizard
04.) Auge Herz Hals Maul
05.) Die Welt is intakt
06.) The taste of rust (Reprise)

Kritik:

Schön zu sehen dass es den Kölner Teufelsdreier KSM40 immer
noch gibt. Die Band verfolge ich jetzt schon seit ihrem
ersten Demo-Tape (welches ich vorm Schreiben der neuen
Plattenkritik auch nochmal angehört habe) und muss sagen,
dass sich die Jungs mit jedem Release nochmal verbessert
haben. In den letzten Jahren wurde es - zumindest was neue
Veröffentlichungen angeht - etwas ruhiger um die Kölner,
jetzt gibts mit "The taste of rust" das erste Album.
Dickes Lob gibts gleich zu Beginn für das schöne Format -
zum einen Vinyl und zum anderen sogar eine 10", sehr geil!
Musikalisch sind KSM40 ihrem Sound treu geblieben - schneller
Thrashcore mit klaren Punk-Rock-Roots. Die meiste Zeit wird
das Gaspedal ordentlich durchgetreten, hin und wieder wird das
Ganze aber auch durch ein paar Midtempo-Parts aufgelockert.
Diese dauern aber natürlich nicht sonderlich lange und es
wird nach einer kurzen Verschnaufpause auch gleich wieder
losgebrettert. Die 10" hat mit insgesamt 13 Songs eine Spiel-
zeit von knapp 14 Minuten - das sagt wohl schon alles. Sehr
schön auch das mehrstimmige Geschrei und die zynischen, aber
auch mal sehr persönlichen deutschen und englischen Texte.
Musikalisch irgendwo zwischen Amen 81 und Nihil Baxter - ich
bin begeistert und hoffe es klappt irgendwann auch mal, die
Band live zu sehen!
Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend und
erinnert eher an D-Beat/Crust-Bands, bei genauerem Betrachten
isses dann aber doch recht trashig (Stichwort: Nintendo).
Dazu gibts ein ausführliches Textblatt mit ein paar Worten
der Band zur Platte, einen KSM40-Aufkleber und natürlich auch
einen Download-Code. Zudem ist die Platte auf 500 Exemplare
limitiert, handnummeriert und die ersten 50 Exemplare kommen
in blauem Vinyl.