Jingo De Lunch - Plattenkritiken

Jingo De Lunch - The independent years (1987 - 1989) - CD / Band-Homepage / Rookie Records / Boss Tuneage

Tracklist:

01.) What You See
02.) Peace Of Mind
03.) Jingo
04.) Scratchings
05.) Utopia
06.) Scarecrow
07.) Thirteen
08.) No One Can Reach You
09.) Bad Vibes From Suzy
10.) Pay To Cum (Bad Brains)
11.) Cursed Earth
12.) Reaching
13.) Cowboy Song (Thin Lizzy)
14.) Different World
15.) Did You Ever
16.) Shot Down
17.) Seen And Done
18.) Axe To Grind
19.) Steamed
20.) Chill Out
21.) Fuck You (Subhumans)

Kritik:

Neben den Spermbirds zählen auch Jingo de Lunch zu den
bekanntesten Hardcore-Bands aus Deutschland. Hervorgegangen
ist die Band Ende der 80er aus den Berliner Hardcore-Bands
Combat not Conform und Manson Youth, der erste Longplayer
erschien 1987 auf We Bite Records. Nach einem Major-Ausflug
und diversen weiteren Alben, löste sich die Band 1996 auf.
Passend zur Reunion-Tour im letzten Jahr, gibt es die hier
vorliegende Compilation CD.
Auf dieser befinden sich die besten Songs ihrer ersten beiden
Alben, sowie die Songs der "Cursed Earth"-Single, welche damals
noch vor der Veröffentlichung vergriffen war. Auch wenn ich die
Band zu Beginn in einem Atemzug mit den Spermbirds genannt habe,
sind die beiden musikalisch nicht vergleichbar. Jingo de Lunch
verbinden schnellen Hardcore mit melodischem Punk-Rock und scheuen
auch nicht davor zurück mal ein Gitarren-Solo einzubauen. Dazu kommt
natürlich noch die prägende Stimme der Sängerin Yvonne Ducks. Die
Band hat damals ihren eigenen Sound geschaffen, ohne sich an
irgendwelche Trends zu hängen. Am ehesten ist die Band wohl noch
mit den Avengers zu vergleichen, wobei Jingo de Lunch ihren Sound
eben noch mit Metal- und Hardcore-Elementen angereichert haben.
Neben 18 eigenen Songs gibts auf der Compilation übrigens noch
drei Cover-Songs von den Bad Brains ("Pay to cum"), Thin Lizzy
("Cowboy Song") und Subhumans ("Fuck You").
Gelungene Zusammenstellung einer wichtigen Band. Wer die ersten
drei Veröffentlichungen der Band nicht sowieso schon im Plattenregal
stehen hat, sollte sich diese CD auf jeden Fall zulegen!