Hierophant - Plattenkritiken
Hierophant - Great mother: Holy monster - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

01.) Son Of The New Faith
02.) Son Of The Tongue's Prison
03.) Son Of The Four-Hands Way
04.) Son Of The Carcinoma
05.) Son Of Egoistic Love
06.) Son Of Public Castration
07.) Son Of The Cathartic Cave
08.) Son Of The Black Mirror

Kritik:

Es kommt nicht oft vor dass das in Boston ansässige Hardcore-
Label Bridge Nine Records eine europäische Band rausbringt,
aber genau das ist Hierophant gelungen. Die Band kommt aus
Italien und existiert jetzt knapp drei Jahre. Das Debüt-Album
wurde seinerzeit auf Demons Run Amok veröffentlicht, der
zweite Longplayer "Great Mother: Holy Monster" erscheint
jetzt auf Bridge Nine.
Musikalisch ist das hier aber definitiv keine typische Bridge
Nine Veröffentlichung, dafür haben Hierophant einen viel zu
starken Crust-Einschlag und mit klassischem Hardcore hat das
Ganze nicht viel zu tun. Die Italiener mischen hier schnellen,
noisigen D-Beat/Crust mit modernem Hardcore und angereichert wir das
Gemisch mit schleppenden Sludge/Doom-Parts und einem leichten
Black Metal Einschlag. Krachige, metallische Gitarren treffen
auf ein treibendes D-Beat-Schlagzeug und dazu gibts bösen Brüll-
Gesang. Die schnelleren Parts erinnern mich des öfteren an From
Ashes Rise oder auch Tragedy, die schleppenden Doom-Parts dagegen
erinnern viel mehr an EyeHateGod oder gar Neurosis. Wenns nach mir
geht hätte man sich die langsamen Passagen ruhig sparen können
und stattdessen immer voll auf die Zwölf. Die schnellen, krachigen
Parts stehen Hierophant nämlich richtig gut und sind eine einzige
Wucht ... was für ein hasserfülltes Brett!!
Schön geworden ist hier auch die Aufmachung. Die CD kommt nämlich
im schicken, recht düster gestalteten Digipack, der aufklappbar ist
und auf den Innenseiten die Songtexte enthält.