Goldner Anker - Plattenkritiken
Goldner Anker - s/t - CD / Band-Homepage / SuperKamiokandeDetektor

Tracklist:

01.) Straße brennt
02.) To blame
03.) Wir hams so gemeint
04.) Stare
05.) Bad dream
06.) Only you
07.) Criminal
08.) Stereo
09.) Playing

Kritik:

Da ich Goldner Anker bisher nur vom Namen kannte, habe ich
leider auch keine Ahnung, wie lange es die Band jetzt schon
gibt, ihr erstes selbstproduziertes Demo erschien jedenfalls
2007. Eine weitere CDR folgte ein Jahr später und 2010 gabs
die erste Vinyl-Veröffentlichung in Form einer Split 7" mit
DYSE. Mit der hier vorliegenden CD gibts jetzt den ersten
Longplayer der DresdnerInnen.
Alles was ich bisher über die Band und ihren Sound gelesen
hatte, klang für mich eher abschreckend, nach dem ersten Hören
des Debütalbums bin ich dann aber doch positiv überrascht.
Goldner Anker spielen eine etwas gewöhnungsbedürftige Mischung
aus Pop, Indie, Brit-Pop und Punk-Rock. Die meisten Songs bewegen
sich im unteren Tempobereich und klingen nach einer Mischung aus
Oasis und Bambix - also langsamer Brit-Pop mit gelegentlichem,
schnellerem Punk-Rock-Einschlag. Meistens bauen sich die Songs
schleppend und langsam auf, um dann irgendwann auszubrechen und
im schnelleren, rotzigen und trashigen Punk-Rock zu enden. Sehr
gut klingt dazu die Stimme der Sängerin, die nicht nur rumkreischt
sondern tatsächlich singen kann. Wie weiter oben erwähnt war der
Indie- und Brit Pop-Einschlag für mich erstmal abschreckend, aber
nach mehrmaligem Hören des Albums bin ich doch recht angetan.
Achso: Eine Orgel kommt übrigens auch hin und wieder zum Einsatz,
was den Sound noch etwas trashiger und interessanter macht.
CD kommt passend zum Sound in recht minimalistischer Aufmachung im
Digi-Pack. Leider wurde auf ein Booklet komplett verzichtet und somit
gibts auch nirgends die Lyrics nachzulesen. Gesungen wird übrigens
sowohl auf englisch, als auch auf deutsch ...