Fanzine - Reviews

Voice of culture No. 2 - Winter 2004 - 1,50 Euro - Fanzine / Kontakt: http://www.voiceofculture.de

Kritik:

Hier halte ich also die zweite Ausgabe des noch recht neuen Fanzines aus
Berlin in den Händen. Bis zu dieser Ausgabe kannte ich das Voice of culture
Fanzine noch nicht.
Der Schwerpunkt dieses Fanzines liegt auf "Mestizo, Ska, Punk", wobei der
Ska-Teil (zumindest in dieser Ausgabe) stark überwiegt. Interviews gibt es
mit folgenden Bands: Kapitulation BONN, Casino Gitano, Spitfire, D-Sailors,
Toxoplasma und Jazzbo. Weiterhin gibt es auch ein paar persönliche Geschichten,
wie z.B. "Mein hartes Leben" oder "Saxophonien, sowie einen Bericht über das
Weissbecker Haus in Berlin. Den Bericht "Was ist eigentlich Rocksteady?" fand
ich auch sehr interessant und ansonsten gibts halt noch ein paar Plattenkritiken
und Fanzine-Reviews.
Das Fanzine kommt im Computer-Layout mit Farb-Cover und sieht eigentlich recht
nett aus und liest sich auch gut. Allerdings nicht unbedingt mein Fall, da mich
die interviewten Bands und auch die anderen Beiträge größtenteils nicht sonderlich
interessieren. Wer sich für die oben genannten Bands und auch für Ska interessiert,
der sollte aber auf jeden Fall mal einen Blick wagen (was übrigens auf der Homepage
auch recht gut geht).





Plastic Bomb Nummer 49 - Winter 2004/2005 - 3,50 Euro / Kontakt: http://www.plastic-bomb.de

Kritik:

Zum Plastic Bomb selbst muss ich wohl nichts mehr sagen, da dieses Fanzine
eigentlich allen unter euch bekannt sein sollte. Das Plastic Bomb erscheint
auf jeden Fall 4 mal im Jahr und kommt immer mit CD-Beilage.
Inhaltlich gibts diesmal wie immer wieder haufenweise Plattenkritiken, Interviews
mit folgenden Bands: Toy Dolls, Schrottgrenze, Toxoplasma, Thee Flanders, Dritte
Wahl, Spermbirds, Mono für Alle, Protestera und Uschi (Ox-Fanzine). Besonders
gut gefallen mir hier die Interviews mit Uschi, den Spermbirds und Toxoplasma.
Vor allem das Interview mit Toxoplasma ist mit 6 DinA4 Seiten sehr umfangreich.
Auch das Interview mit Protestera finde ich recht interessant, wobei mich dabei
das Vorwort (Zitat: "Verfickte Antideutsche") doch teilweise etwas nervt.
Ansonsten gibts noch Berichte über das Force Attack Festival (der mir sogar echt
gut gefällt), Gunter Gabriel Tribute Night, Latti on Tour (auch recht interessant
- JAN feat. U.D.S.S.R. Tour), Hausvabot Russland Tour (sehr informativ), AK 47
Festival, Konzert in Peine & Chaostage in Bonn (naja, nicht unbedingt mein Fall),
Punk in München (sehr interessant und informativ), Bash-Mike's Hochzeit und und
und. Richtig gut gefallen mir auch die beiden Seiten Exoten-Punk-Plattenkritiken
vom Ingo. Mit der Chris Scholz Kolumne kann ich wie immer nichts anfangen und
auch Zepp's Zoom ist nicht wirklich mein Fall. Insgesamt aber auf jeden Fall mal
wieder 'ne recht interessante und informative Lektüre.
CD ist wie immer wieder durchwachsen und dazu will ich eigentlich nicht viel sagen.
Sind einige verdammt nette Songs dabei, aber auch wieder haufenweise Songs mit
denen ich nichts anfangen kann. Auf jeden Fall ein netter Überblick über aktuelle
Veröffentlichungen von Bands. Hier auf jeden Fall mal die Trackliste:

01.) Pascow - Nach Hause
02.) D.O.A. - Brigands and pirates
03.) Daisy Chain - I hate myself
04.) Bonehouse - The capitalists are fucking our mother earth
that's why we're calling them motherfuckers
05.) American Heartbreak - White girl
06.) Schrottgrenze - Fernglas
07.) Grätenkinder - Karlchen
08.) Thee Flanders - 666
09.) Copy Cats - Living in a pumpkin
10.) Jesus Skins - Religion
11.) Troopers - Keiner liebt mich
12.) Neck - Always upsettin' somebody
13.) The Subway Sewer Rats - Not like you
14.) Robert - Wird sehen
15.) Trend - 5 Uhr morgens
16.) Mazzolata - No patriotism blues
17.) Assmatix - At the corner
18.) Poison Idea - Discontent
19.) American Tourists - Nur geträumt
20.) Egbert's Revenge - Step out of the grey
21.) R.E.D. - Your limit
22.) Audio Kollaps - Aussenwelt
23.) Tonfusion - ...
24.) Dread Cannibals - Silent Victims
25.) Red Row Six - High time
26.) Radiant Boys - Hate back into Rock





Plastic Bomb Nummer 51 - Sommer 2005 - 3,50 Euro / Kontakt: http://www.plastic-bomb.de

Kritik:

Und schon wieder ein Viertel Jahr vergangen seit der letzten Ausgabe bzw. ein
halbes Jahr seit dem letzten Review.
Diesmal mit ein paar interessanten Interviews mit Rejected Youth, Derita Sisters,
A+P und Amen 81 (welches leider viel zu kurz ist). Dann noch ein recht ausführliches
Interview mit den Idioten von den Vandals unter anderem über ihren Truppen-Besuch
bei der US-Army, recht beschissenes Interview (was aber sicherlich nicht an den
Fragen liegt, sondern an der Band). Weitere langweilige Interviews gibts mit
Projekt Kotelett, Madlocks, Jan feat. UDSSR. Blutjungs und den Rock'n'Roll
Stromtroopers. Das Seyfried Interview ist eigentlich auch gelungen, auch wenn der
Kerl teilweise kritikwürdige Antworten abgibt. Ansonsten gibs noch einen sehr
informativen Artikel zum Thema Vegan, etwas Geschichte und die Vorstellung des
Vereins Mustemensch E.V., der für ein selbstverwaltetes Zentrum in Duisburg
eintritt. Der Rest des Heftes ist dann wieder vollgepackt mit News und
haufenweise Plattenkritiken.
CD liegt natürlich auch wieder bei, hier mal die Track-List:

01.) Rubberslime - Rock'n'Roll Plenum
02.) Rentokill - Sounds of a pityful end
03.) Generators - Walking away
04.) Up to Vegas - I wanna scream
05.) Chefdenker - Kugel durch den Kopf
06.) Blutjungs - Innenarchitekten
07.) Die Schwarzen Schafe - Letzte Fahrt
08.) Epocies - Radiation
09.) Turbo AC's - 1-800
10.) Towerblocks - Betty
11.) Peter Pan Speedrock - Alfa Female
12.) Silly Encores - What do you want
13.) Die Rote Suzuki - Und täglich grüßt ...
14.) Unskilled - Not in our name
15.) Vocation - Don't care
16.) Derita Sisters - I wanna pogo
17.) Mimmi's - Ich will nur dich
18.) The Becks Street Boys - Schneeregen
19.) Clerks - Skastadt
20.) Filthy Fingers - Highscore
21.) Ratz Fazz - Dollar TV
22.) Alarmsignal - Die Zeit ist reif
23.) Selfmade Millionaires - Nach Osten
24.) Vamos Blatella - Heute haben wir frei
25.) Raptus - Viel Geduld
26.) Mukkefuck - Sid Vicious und Ich
27.) B-Seite - Seitdem der kleine Junge unaufhörlich weint
28.) Derita Sisters - Learning German - Stunde 1





Three Chords #6 - Juni 2005 - 2,- Euro / Kontakt: http://www.three-chords.de/

Kritik:

Das Three Chords Fanzine kannte ich bisher nur vom Namen her, dies hier ist
die erste Ausgabe die ich gelesen habe. Wie lange es dieses A4-Fanzine aus
Münster schon gibt kann ich leider nicht genau sagen, da es sich hierbei
bereits um die 6. Ausgabe handelt, wird das Projekt aber schon ein paar
Jährchen auf dem Buckel haben.
Inhaltlich dreht sich das Heft hauptsächlich um Hardcore und Skateboarden.
Es sind ein paar wirklich gute Interviews im Heft. Vor allem die Interviews
mit Violent Minds, Dead Stop, The Now-Denial, Short Fuse und Havoc Records
gefallen mir sehr gut. Nette Fragen und auch von Seiten der Bands interessante
Antworten. Ansonsten gibts ein paar Kulumnen, ein witziger Mix-Tape-Battle und
noch ein interessantes Interview mit einem Restaurant-Betreiber, der in seinem
Restaurant auch vegetarische/vegane Alternativen anbietet. Auch sehr witzig finde
ich die Rubrik "Kochen mit Hansa". Da muss jemand ein Essen kochen und hat für
die Zutaten 3,10 Euro (Pfand für einen Kasten Hansa Bier) zur Verfügung ...
Weiterhin gibts noch recht langweilige Interviews (zumindest für mich, da ich mit
den Bands nicht viel anfangen kann) mit Teamkiller, Walk the Plank und Zero
Mentality, langweilige Leserbriefe, ein langweiliger Mallorca-Bericht und noch
einen ziemlich beschissenen Bericht vom Arnheim Hardcore Meeting, dazu gibts
natürlich noch haufenweise Reviews.
Auch wenn ein paar Interviews und Artikel im Heft sind, die mir nicht unbedingt
zusagen, gefällt mir das Heft insgesamt recht gut und der Anteil an interessanten
Artikeln/Interviews überwiegt eindeutig. Nettes Heft das ich mir in Zukunft
wohl öfter holen werde.





Final Expression #1 - 2005 - 2,- Euro / Kontakt: finalexpression@hotmail.de

Kritik:

Recht neues Heft aus Münster. Keine Ahnung wann das Heft genau
eschienen ist, denke aber mal Anfang 2005. Für die beiden Macher
ist das wohl auch das erste Fanzine.
Und die erste Ausgabe ist gleich verdammt gelungen, wenn auch
etwas Interview-lastig. Wie der Untertitel des Zines "Hardcore
Fanzine Issue No. 1" schon vermuten lässt, liegt der Schwerpunkt
eindeutig auf Hardcore/Trash. Dazu gibts dann auch insgesamt recht
interessante Interviews mit Even Worse, Uzi Suicide, Bones Brigade,
Another Breath, Final Fight, The Heat is On, Refuseniks und Hellström.
Lediglich das Interview mit Galaxor finde ich ziemlich beschissen,
was aber wohl eher an den Antworten der Band als an den Fragen liegt.
Ansonsten gibts noch ein paar Kolumnen, wobei ich die letzte Kolumne
"Für uns Nicht!" sehr gelungen finde. Weiterhin gibts noch einen
interessanten Falafel-Test, bei dem verschiedene Falafelbuden in
Münster getestet werden, einen Bericht der beiden Macher über das
Durango 95 und Highscore Abschiedskonzert, sowie einigen Reviews
und auch einigen Konzertberichten.
Das Heft ist übrigens auf 300 Exemplare limitiert und handnummeriert.
Alles in Allem eine verdammt gelungene erste Ausgabe und ich bin
schon sehr gespannt auf die kommende 2. Ausgabe.





Inside Artzine #10 1/2 - 2005 - 5,- Euro / Kontakt: http://www.inside-artzine.de/

Kritik:

Um ein Fanzine handelt es sich bei diesem Heft definitiv nicht.
Stattdessen handelt es sich, wie der Titel schon sagt, um ein
sogenanntes Artzine. Es geht im Heft also nicht um Musik, sondern
um Kunst.
Bei dieser Ausgabe (die übrigens die erste Ausgabe dieses Zines ist,
die ich in die Hand bekommen habe) dreht sich alles um den Schwerpunkt
"Terror". Im Heft gibts dann haufenweise Bilder, Kurzgeschichten,
Collagen und Comics zu diesem Thema. Mit dem Text "Terrorismus der
Arbeit" befindet sich sogar ein hochpolitischer Artikel im Heft.
Insgesamt kann ich mit dem Heft allerdings nicht viel anfangen, da
für mich einfach ziemlich uninteressant. Auch den Preis von 5,- Euro
finde ich für dieses Haft, das spätesten nach 1 Stunde durchgelesen/
durchgeschaut ist, ziemlich teuer. Der Preis liegt aber wohl daran,
dass das ganze Heft in Farbe daherkommt und somit auch in der Herstellung
verdammt teuer ist.





Human Parasit #5 - 2005 - 1,20 Euro / Kontakt: human-parasit@freenet.de

Kritik:

Das Human Parasit Fanzine geht hier bereits in die 5. Runde, allerdings
ist dies die erste Ausgabe die ich davon in den Händen halte.
Inhaltlich gibs im Human Parasit eine gelungene Mischung aus Persönlichem,
Musik und Politischem. Interviews gibts in dieser Ausgabe mit den absolut
genialen EA80 (sehr interessantes Interview) und mit Pascow (auch hier sehr
interessantes Interview). Dann wurden 3 Briefs-Konzerte besucht über die
berichtet wird, Wizo bekommen ihr fett weg (die Überschrift über das Wizo-
Abschiedskonzert lautet "Wizo - Vollspackentheater) und man kotzt sich über
die Oi-Szene aus. Vor allem die Kritik an der Oi-Szene kann ich teilen und
auch nach dem Statement von SS-Kaliert halte ich die Band nach wie vor für
totale Idioten die kein Mensch braucht. Dazu gesellen sich ein paar persönliche
Kolumnen, u.a. über den Besuch eines Kasper-Theaters oder eine komische
Geschichte über eine Opa. Wie bereits oben erwähnt findet sich im Heft auch
Platz für politische Artikel. In dieser Ausgabe geht es dabei um den Konflikt
zwischen Antiimps und Antideutschen (sehr guter Artikel ... und wer einen
Artikel mit einem Text vom ollen Yörg untermauert, der kann nur gewinnen),
um Arbeitsbedingungen bei Lidl (passend zum Erscheinen des Schwarzbuch Lidl),
um persönliche Erfahrungen mit Harz IV (auch sehr interessant) und zum Schluss
gibts noch einen Artikel über das Thema Geschichtsrevisionismus (leider ein
Problem das sich immer weiter ausbreitet).
Lediglich 2 Artikel (Helden für einen Tag und Fick den organisierten Humor)
finde ich relativ langweilig, ist aber bei einem 60-seitigen Fanzine normal
dass nicht alles gefällt.
Das Heft kommt teilweise im Computer-Layout, teilweise Schnipsel-Layout, also
auch hier stimmt alles und das Heft kommt sehr übersichtlich daher.
Alles in Allem aber ein verdammt gelungenes Fanzine dass ich bedingungslos
weiterempfehlen kann.





(R)Ohrpost #4 - 2005 - 0,80 Euro / Kontakt: rohrpostfanzine@yahoo.de

Kritik:

Das Rohrpost Fanzine von der Nordsee (genauer aus Wittmund) geht mit
dieser Ausgabe bereits in die vierte Runde. Allerdings ist das hier
die erste Ausgabe die ich von dem Heft in den Händen halte.
Im Heft gibts ein paar Interviews mit Audio Kollaps, Cable Street
Beat - Strictly Antifascist, Klaus Kinski, The Peers und mit Leuten
die für ein Autonomes Zentrum in Osnabrück eintreten. Dann gibts
viele persönliche Kolumnen/Artikel, einige politische Artikel wie
z.B. einem Artikel über die Mitgründerin und Vorsitzende des
Auschwitzkomitees. Weiterhin sind im Heft Platten-/Fanzine-Kritiken,
Konzert-Berichte und Tour-Berichte enthalten.
Das Heft kommt im klassischen Schnipsel-Layout, ist eigentlich immer
gut lesbar und ab und an findet man auch mal ein paar Bilder im
Fanzine. Dazu gibts auch noch eine CDR mit der Rohrpost Radio-
Show. Preislich also absolut unschlagbar.
Insgesamt ein nettes D.I.Y. Fanzine das meiner Meinung nach sehr
gelungen ist und Spass macht zu lesen ... ich warte schon gespannt
auf die nächste Ausgabe.





Out of Control #8 - 1,- Euro / Kontakt: outofcontrol-fanzine@gmx.net

Kritik:

Das Out of Control Fanzine kommt aus Hamburg und legt hier bereits
die 8. Ausgabe hin. Dafür dass es das Heft erst seit 2002 gibt,
wurden bisher schon recht viele Ausgaben veröffentlicht, nicht
schlecht.
Inhaltlich dreht sich alles um Punk-Rock/HC, Fußball und Politik.
Zum ersten Bereich, Punk-Rock/HC, gibts Interviews mit dem Timo
von Alerta Antifascista (sehr netter Kerl und auch sehr gelungenes
Interview), ein Interview mit Gottkaiser (finde ich relativ langweilig),
ein Tourbericht von der Matula / Captain Planet Tour (gut zu lesen und
auch interessant) und ein paar verschiedene Festival-Berichte. Zum
Politik-Bereich gibts einen Artikel über den Landtagswahlkampf der NPD
und die anschließende staatliche Repression gegen AntifaschistInnen,
einen Artikel zum Kampf gegen den ein geplantes Hotel im Hamburger
Schanzenpark und ein Interview mit den Leuten vom Turn It Down
Projekt. Sind alle drei Sachen meiner Meinung nach gut gelungen.
Zum Thema Fußball gibts schließlich noch ein paar Berichte über
verschiedene Spiele auf den letzten 3 Seiten des Heftes. Dazu kommen
natürlich noch ein paar Reviews, Konzertberichte um zum Schluss noch
ein paar Termine für Hamburg und Schleswig-Holstein.
Das Ganze kommt als kopiertes DinA4 Heft mit einer guten Mischung aus
Schnipsel-Layout und Computer-Layout.
Auch wenn sich das Heft etwas auf Hamburg und Schleswig-Holstein
konzentriet (was auch bei der Themenauswahl auffällt), so sind die
meisten Artikel doch auch für Leute aus anderen Regionen sehr
interessant und ich finde das Heft ziemlich gut. Nett zu lesen und
auch ein sehr interessanter Inhalt.





Dawk Magazine #2 - 1,50 Euro / Kontakt: fight.back@gmx.de

Kritik:

Vom Dawk Magazine hatte ich bis zu dieser Ausgabe noch nichts gehört,
ist allerdings nicht weiter verwunderlich da es sich hierbei auch erst
um die 2. Ausgabe handelt. Das Fanzine kommt aus Siegen und kostet
1,50 Euro.
Inhaltlich widmet man sich in diesem Heft hauptsächlich dem Hardcore.
Der Großteil des Heftes besteht aus recht interessanten Interviews und
zwar mit Annihilation Time, Dean Dirg (Hammer-Band), Destroyer (nach dem
Interview zu urteilen scheinen das recht komische Leute zu sein), The
Brats und Rainbow Revenge. Bis auf das Interview mit Destroyer (liegt hier
allerdings an den Antworten, nicht an den Fragen) finde ich die Interviews
auch gelungen. Dazu kommt dann noch ein interessanter Artikel über die ersten
Jahre von Black Flag, den ich auch ziemlich gut finde (auch wenn er nur aus
dem Netz kopiert ist) und ein Artikel über The Strokes (ziemlich langweilig).
Das Heft kommt im guten, alten Schnipsel-Layout und im DinA4-Format und ist
komplett auf Englisch. Leider ist das Heft mit nur 22 Seiten relativ schnell
durchgelesen.
Alles in Allem ein sehr gelungenes Heft mit interessanten Interviews, nur leider
etwas zu kurz. Ich bin wirklich sehr gespannt auf die nächste Ausgabe.





Keep the Fire Burning #3 - 1,- Euro / Kontakt: heartcore-nvp@web.de

Kritik:

Das Keep the Fire Burning Fanzine kommt aus Mecklenburg Vorkommern und war
mir bis zu dieser Ausgabe unbekannt. Glücklicherweise habe ich mit diesem
Heft auch gleich die Ausgabe 4 mitgeschickt bekommen, so dass es auch dazu
bald eine Kritik geben wird.
Kommen wir aber erstmal zur Nr. 3. Inhaltlich gibt es eine gelungene
Mischung aus Musik, politischen Themen und persönlichen Themen. Interviews
gibts mit Tangled Lines (sehr gutes Interview, mit einer interessanten Band ...
kannte die Band zwar bisher noch nicht, das wird sich aber sicherlich nach
diesem Interview ändern ...), Zeitstrafe Records (auch hier ein sehr gutes
Interview mit einem netten und sympathischen Label) und Entrails Massacre
(siehe oben ;-) ). Dazu kommen ein paar politische Artikel, wie bspw.
ein Text über Frauen und Sexismus in der Punk/HC Szene und einem Artikel
über die Deutsch-Quote im Rundfunk. Allerdings lassen sich die meisten
Artikel im Heft nicht wirklich in politische oder persönliche Texte
unterscheiden, da auch in den meisten persönlichen Kolumnen Politik eine
Rolle spielt, was wohl auch normal ist. Man merkt am kompletten Heft auf
jeden Fall, dass es sich bei dem Macher um eine sehr nette und vor allem
auch sehr fitte Person handelt. Ansonsten gibts natürlich auch noch ein
paar Konzertberichte und Fanzine- und Plattenkritiken. Mir gefällt das
Heft jedenfalls sehr gut und es macht auch sehr viel Spass das Ganze zu
lesen. Sowohl Interviews als auch die anderen Artikel/Kolumnen sind sehr
kurzweilig und sehr interessant.
Das Fanzine erscheint übrigens im DinA5 Format und im klassischen
Schnipsel-Layout. Hier passt einfach alles, sowohl Inhalt als auch die
Aufmachung des Heftes ...





Keep the Fire Burning #4 - 1,- Euro / Kontakt: heartcore-nvp@web.de

Kritik:

Wie in der Kritik zur Ausgabe 3 versprochen hier jetzt die Kritik zur
aktuellen Ausgabe des sympathischen Heftes aus Mecklenburg Vorpommern.
Diesmal gibts Interviews mit Kurhaus (verdammt gutes Interview mit einer
sehr guten und vor allem auch sehr fitten Band), ein Interview mit Matula
(ist eher ein Text über die Band, in dem Interview-Äußerungen mit
reingebracht werden) und schließlich noch ein Interview mit dem Johannes
vom Katzilla Fanzine, der momentan in Israel ist und im sehr interessanten
Interview über die dortige Situation berichtet.
Politisches gibts diesmal mit einem Text zum Thema Luxus, einem Text zur
"MIA generation", einem sehr guten Artikel zum Thema Antiamerikanismus
(im Artikel werden 2 OX-Artikel kritische auseinandergenommen) und einem
Artikel zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Wie im
letzten Review schon geschrieben sind die Grenzen zwischen persönlichen
und politischen Artikeln in dem Heft ziemlich fliessend, was mir sehr gut
gefällt. Dazu kommen dann auch wieder die üblichen Platten- und Fanzine-
Kritiken, sowie weiter persönliche Kolumnen und 2 vegane Rezepte.
Und auch diesmal kann ich nur wieder sagen, dass ich auch diese
Ausgabe sehr kurzweilig und sehr interessant finde und jedem von euch
wärmstens ans Herz legen kann.





Trust #113 - 2,50 Euro / Kontakt: http://www.trust-zine.de

Kritik:

Das Trust zählt wohl zu den ältesten immer noch aktiven, deutschsprachigen
Hardcore-Fanzines, was sich schon alleine an der Ausgaben-Nummer erkennen
lässt. Trotzdem ist dies hier die erste Trust Ausgabe, die ich gelesen habe.
Hatte zwar mal des öfteren ein Trust in der Hand und habe es auch mal
durchgelättert, richtig durchgelesen hatte ich mir das bis zu dieser Ausgabe
aber noch nie.
Inhaltlich gibts Interviews mit The Even (interessantes Interview, auch wenn
die Band musikalisch nicht unbedingt mein Fall ist), Modern Life is War (gutes
Interview, in dem der Band ordentlich auf den Zahn gefühlt wird ...), Nanette
von Fat Wreck Europe (auch dieses ist sehr interessant), Debris Inc. (kannte
die Band vorher nicht ... trotzdem nettes Interview), Zann (auch hier wieder ein
interessantes Interview), aber den Höhepunkt bietet für mich ein anderes Interview
und zwar das Interview mit dem Filmemacher Jeff Feuerzeig über den Film den er
über Daniel Johnston gedreht hat und über die Person Daniel Johnston. Kannte
leider auch Daniel Johnston bis zu diesem Interview nicht, scheint aber ein sehr
interessanter Kerl zu sein und das Interview ist sehr interessant. Dazu kommen
ein paar Persönliche Kolumnen, ein Artikel über die "Generation Attac", der zwar
recht nett ist und auch einige interessante Aspekte darstellt, trotzdem aber auf
jeden Fall auch an einigen Punkten kritisiert werden darf, wobei manche Aspekte
im zweiten Teil des Artikels auch vom Autor selbst widerlegt werden. Dazu gibts
natürlich noch die üblichen Platten-, Demo- und Fanzine-Reviews und einen ganzen
Haufen Konzert-Daten.
Das Heft kommt im DinA4 Format und wird richtig gedruckt. Leider gibts im Trust
keine Seiten-Zahlen, daher kann ich auch nichts über den genauen Umfang sagen,
geht aber meiner Meinung nach auf jeden Fall in Ordnung der Umfang. Das komplette
Heft wurde im Computer-Layout gestaltet, was aber definitiv nicht negatic auffällt.
Alles in Allem also ein durchaus gelungenes Heft, das ich mir auch in Zukunft öfters
zulegen werde.




Plastic Bomb Nummer 52 - Herbst 2005 - 3,50 Euro / Kontakt: http://www.plastic-bomb.de

Kritik:

Neue Ausgabe der "Fachzeitschrift für Verschwörungstheoretiker und
Hartz IV Empfänger". Diesmal gibts allerdings gleich fürs Cover Kritik.
Selten so 'ne dämliche antiamerikanische Verschwörungstheorie gesehen.
Im Hintergrund des Bildes ist eine große Person ohne Gesicht, die
trotzdem unschwer als George W. Bush zu erkennen ist. In den Händen
hält er Marionetten von Angela Merkel und Gerhard Schröder. Soll und
das etwa sagen dass George W. Bush das einzige Übel auf der Welt ist,
der alle anderen steurt?? Ich denke ich muss nicht groß erwähnen dass
das Problem nicht George W. Bush oder irgendeine andere Person ist ...
das Problem ist nach wie vor der Kapitalismus!
Naja, kommen wir mal zum Inhalt. Da gibts ein paar interessante Interviews
mit Muff Potter, Adolescents, Anne (Träsh Torten Combo), Strohsäcke,
The Briefs, Capital Scum und 7 Seconds. Auch die Interviews mit den Kandidaten
der APPD & Die Partei und den Epoxies sind recht nett, allerdings auch nicht
sonderlich informativ. Alles in Allem aber ziemlich gelungene Interviews. Dann
gibts einen sehr interessanten Artikel über die Kampagne "I can't relax in
Deutschland" (das Muff Potter Interview, das schon erwähnt wurde, handelt
übrigens auch von ihrer Teilnahme an diesem Projekt) und einen auch recht
interessanten Artikel über die Rote Ruhrarmee. Mit Behind Enemy Lines, Michael
Holm und Jello Biafra & the Melvin (diesen Bericht finde ich allerdings viel
zu kritiklos, an den Sprüchen von Jello Biafra während der Auftritte wie z.B.
den Aufruf doch Schröder zu wählen, ist auf jeden Fall Kritik angebracht).
Und dann gibts natürlich auch wieder haufenweise Plattenkritiken, Fanzinekritiken,
Tape-Kritiken und die Exoten-Punk-Ecke vom Sabbel-Ingo (auch immer wieder super).
Mit dieser Ausgabe gibts beim Plastic Bomb auch ein paar Änderungen. Der Mailorder
wurde ins Heft integriert, die Seitenzahl wurde auf 68 gekürzt und es werden nur
noch Fanzines / Platten und unterstützenswerten Bands / Labels besprochen. Außerdem
gibt es ab sofort auch wieder eine Redaktionssitzung, wo über den Inhalt
diskutiert wird. Bin mal gespannt wie sich diese Änderungen in Zukunft bemerkbar
machen ... Bis aufs Cover und ein paar Kleinigkeiten durchaus wieder eine
informative Ausgabe.
CD liegt natürlich auch wieder bei, hier mal die Track-List:

01.) Die Bilanz - Anarchie im Straßenverkehr
02.) Mono für Alle - 11. September
03.) Trend - Unsere Mission
04.) Shark Soup - Fighting 59
05.) Schleprock - Suburbia
06.) Heartbreak Engines - Heartbreak forever
07.) Bierspieler - Dukes
08.) Argies - Baso el claro de la luna
09.) Penetraitors - Nothing about me
10.) Alpha Boy School - Rudeboy
11.) Scruffyheads - Butthole driver
12.) Skambule - Falscher Film
13.) R.S.O. - Vorstadtfassaden
14.) Projekt Kotelett - Superstar
15.) Straight Corner - Bitchful
16.) Toxic Lies - The first
17.) Kenner der Materie - Toronto
18.) XCrosscheckX - Kill the local drugdealer
19.) Reizgas - Across all borders
20.) Morbus Down - Allein
21.) Freibeuter AG - Strafen und Klagen
22.) Kalte Krieger - Tommy
23.) Vamos Blatella - Schöne Grüße von der Front
24.) Skit Mark - Get it
25.) Die Gefahr - Samstag Nacht
26.) Magic Flip & the good Jokes - The bad actor
27.) Notschlachtung - Damals in ...
28.) Die Siffer - Stullenbaat
29.) The Explodiergurken - Geackert, gestorben
30.) Sockenbrot - Discofotze





Final Expression #2 - Oktober 2005 - 2,- Euro / Kontakt: finalexpression@hotmail.de

Kritik:

Nach der gelungenen Debüt-Ausgabe erscheint jetzt die von mir schon
sehensüchtig erwartete zweite Ausgabe des HC-Fanzines aus Münster.
In dieser Ausgabe gibts Interviews mit The Tangled Lines (super Band
und auch ein gelungenes Interview), Trapdoor Fucking Exit, Threatener,
The Facts (ausführlich), Panic (dieses Interview ist der Beginn eine ganze
Interview-Reihe in den kommenden Ausgaben zum Thema "HC und Depressionen",
sehr interessantes Thema) und Forward to Death (nach dem Interview zu
urteilen auch eine verdammt interessante Band). Im Vergleich zur ersten
Ausgabe fällt auf, dass das Heft nichts mehr ganz so Interviewlastig ist,
sondern diesmal vermehrt auch Kolumnen und andere Artikel zu finden sind.
Wobei mich die Interview-Lastigkeit in diesem Heft keinesfalls stört /
gestört hat, da der Großteil der Interviews wirklich sehr interessant ist
und weit über die Standard-Fragen hinausgeht. Diesmal gibts noch einen
interessanten Bericht über "Vom RAC zum Hatecore" und auch einer lesenswerten
"Police-Story". Dazu der zweite Teil des Falafel-Tests und natürlich
Konzert-Berichte, Fanzine-Kritiken und Plattenkritiken.
Das Heft erscheint nach wie vor im DinA4-Format und das Layout wurde
am Computer gemacht. Des Heft ist übrigens auf 200 Exemplare limitiert
und handnummeriert.
Die zweite Ausgabe übertrifft die schon gelungene Erst-Ausgabe nochmal.
Positiv macht sich vor allem auch der größere Platz der politischen
Themen eingeräumt wird, bemerktbar. Definitiv ein lesenswertes und sehr
kurzweiliges Heft ...