Disobey - Plattenkritiken

Disobey - Wrong turns don't count - CD / Band-Homepage / Major Threat Distribution

Tracklist:

01.) Intro
02.) In Case You Didn't know
03.) The World's Not Like I Want It
04.) Test Of Patience
05.) Perspective
06.) No Excuse
07.) Break Free
08.) I Just Wanna Dance
09.) Twenty-Two
10.) I Still Owe You Nothing
11.) Ego Vs. ...
12.) Nemesis
13.) In Between
14.) I'm Not In Love With Kelly Trump
15.) Slowmotion
16.) Footprints

Kritik:

Die Stadt Lünen dürfte einigen von euch durch Horror Business
Records oder auch durch Not Enough bekannt sein. Mit Disobey,
die sich 2001 gründeten, gibt es jetzt eine weitere nette Hardcore-
Band aus dieser Stadt. Nach einem Demo im Jahr 2004 und ein paar
Sampler-Beiträgen veröffentlichen die vier Jungs mit "Wrong turns
don't count" jetzt ihr Debüt-Album.
Und die 16 Songs die Disobey hier abliefern haben es in sich.
Angepisster, nach vorne treibender Old-School-Straight-Edge Hardcore
mit Singalongs, ein paar schönen Melodien und allem was dazugehört.
Der Sound orientiert sich sowohl am klassischen Straigh-Edge Hardcore
der Marke Minor Threat, wie auch am typischen New-York-Hardcore der
Marke Sick of it All. An einigen Stellen kann man auch sehr gut hören,
dass die Wurzeln der Band im Punk-Rock liegen. Versehen mit ein paar
New-School-Elementen ergibt das Ganze eine energiegeladene Mischung
die mir richtig gut gefällt. Natürlich dürfen auch mehrstimmige
Gesänge, Breaks und Mosh-Attacken nicht fehlen. Neben 15 eigenen
Songs gibts mit "Break Free" auch eine verdammt gelungene Raised Fist
Cover-Version. Bin mir sicher dass mir die Band auch live richtig gut
gefallen würde. Hoffe ich komme mal in den Genuss eines Live-Auftritts
... das Debüt-Album konnte mich jedenfalls klar überzeugen.
Und auch die Aufmachung des Albums geht in Ordnung. Im ausführlichen
Booklet findet man die kompletten Songtexte sowie ein paar Fotos der
Band-Mitglieder.





Disobey - Got the Fever - CD / Band-Homepage /
Major Threat Distribution / Good Boys Records

Tracklist:

01.) Intro
02.) Backseat drivers
03.) Heresy
04.) Bleeding Fingers
05.) Resurrection
06.) Wall of death the system
07.) Just stop it
08.) Strange like this
09.) Got the fever
10.) Splitering Cross
11.) Bright november days

Kritik:

Kommt mir so vor als wäre es noch gar nicht so
lange hergewesen, als ich ihr Debüt-Album zum
besprechen vorliegen hatte. Aber ist wohl doch
schon etwas länger her, zumindest erschien das
Debüt-Album 2006. Naja, zwei Jahre später legt
die Band aus Lünen jedefalls jetzt ihren zweiten
Longplayer vor.
Im Vergleich zum ersten Album sind Disobey meiner
Meinung nach etwas abwechslungsreicher geworden.
Das Grungerüst ist natürlich immer noch Old-School-
Hardcore, dieser wird allerdings mit Youth Crew-,
New York Hardcore- und Thrash-Elementen angereichert.
Dazu kommt der NYHC-mäßige Shouting-Gesang und bei
den Refrains natürlich Crew-Shouts. Neben zehn
eigenen Songs gibts auch noch eine gelungene Cover-
Version des Songs "Wall of death the system" von
R.A.M.B.O. Damit haben die Jungs von Disobey jedenfalls
Geschmack bewiesen und Pluspunkte gesammelt ... hehehe,
wer R.A.M.B.O. covert kann nämlich kein schlechter
Mensch sein ;-)
CD kommt inkl. nett gestaltetem Booklet in dem sich
die kompletten Songtexte, teilweise inkl. kurzer
Erklärungen dazu und ein Band-Foto befindet.



Disobey - Internal affairs - CD / Band-Homepage / Horror Business Records

Tracklist:

01.) Monuments
02.) Monochrome
03.) Blame Yourself
04.) Living Hell
05.) I.I.W.I.I.
06.) Wohlstandsdilemma
07.) Retreats And Regrets
08.) New York Crew

Kritik:

Yeah, mittlerweile existieren Disobey schon seit 10
Jahren und um dies zu feiern gibts auch endlich mal
wieder einen neuen Longplayer. Wobei "Longplayer"
vielleicht etwas übertrieben ist, gibts hier doch nur
8 Songs die in knapp 16 Minuten auch schon wieder
vorbei sind.
Schade, hätte nichts dagegen gehabt, wenn die Platte
etwas länger dauern würde, da die 16 Minuten wirklich
sehr kurzweilig sind und die Songs ohne Ende knallen.
Disobey sind wohl eine der wenigen Bands, die sich von
Platte zu Platte steigern. Beim neuesten Werk wurden die
NYHC-Einflüsse noch etwas mehr ausgebaut und es gibt einige
geile Mosh-Parts. Ansonsten gibts nach wie vor leicht
prolligen, energiegeladenen 80er Hardcore mit New York-
Einschlag. Glücklicherweise sind die Grundlagen hier ganz
klar Punk-Rock/Hardcore und die Band versucht keine öden
Hip-Hop-Einflüsse mit reinzubringen und auch der Metal-
Einschlag hält sich in Grenzen. Stattdessen konzentriert
man sich auf das Wesentliche und liefert 8 neue Kracher
inkl. Judge ("New York Crew") und Ceremony ("Living Hell")
Cover-Versionen.
Zur Aufmachung kann ich leider nicht viel sagen, da ich
hier nur eine Promo-Kopie im Papp-Einleger zum besprechen
bekommen habe, aber neben der CD-Version gibts wohl auch
eine Vinyl-Version inkl. CD-Beilage.