Destination Anywhere - Plattenkritiken

Destination Anywhere - Sobstuff, tales and anthems - CD / Band-Homepage / Selbstproduziert

Tracklist:

01.) Everything's alright
02.) In another light
03.) Oblivion
04.) All the things that we have seen
05.) Because of you
06.) Welcome to hangover
07.) Permission to sing
08.) Anthem
09.) I'm fine
10.) We never had enough
11.) March for you

Kritik:

Mal wieder eine Band von der ich bis zum vorliegenden
Release noch nie etwas gehört hatte. Könnte daran
liegen dass es Strike Anywhere aus Nordrhein-Westfalen
wohl erst seit 2006 gibt. Ende des gleichen Jahres
erschien die erste EP und jetzt schieben sie den ersten
Longplayer nach, der Ende 2007 / Anfang 2008 aufgenommen
wurde.
Die Besonderheit beim vorliegenden Album ist wohl, dass
das Album im Internet kostenlos runtergeladen werden
kann und dass zusätzlich noch 5000 CDs gepresst wurden,
die von der Band kostenlos bei Konzerten etc. verteilt
werden. Musikalisch gibts auf "Sobstuff, tales and
anthems" flotten und schön melodischen Ska-Punk, der
Spass macht. Bei Destination Anywhere stimmt auf jeden
Fall die Mischung aus flottem Punk-Rock und Offbeat.
Die Songs bewegen sich meist im oberen Geschwindigkeits-
bereich und wären wohl der perfekte Soundtrack für den
Sommer. Tja, leider beginnt hier gerade der Winter und
vor ein paar Tagen hats zum ersten Mal geschneit ...
aber das hier vorliegende Album gefällt mir trotzdem :-)
Wer auf 90er Ska-Punk der Marke Mad Caddies, Less Than
Jake oder auf Streetlight Manifesto steht, sollte die
Band mal antesten. Und dafür müsst ihr nichtmal was
bezahlen ... wie bereits oben erwähnt könnt ihr euch
das komplette Album kostenlos über die Band-Homepage
runterladen.




Destination Anywhere - You won't bring me down - MCD / Band-Homepage / Selbstproduziert

Tracklist:

01.) Hello again
02.) All alone
03.) The stranger
04.) Makes my day
05.) When it's gone
06.) You won't bring me down
Bonus:
Makes my day (unplugged)

Kritik:

Hahaha, jetzt wo ich mir die neue EP von Destination Anywhere
angehört habe und die Kritik dazu schreiben will, habe ich
mir nochmal meine Kritik zur letzten Scheibe durchgelesen und
dabei festgestellt, dass ich als Bandname versehentlich Strike
Anywhere anstatt Destination Anywhere geschrieben habe ...
schnell mal verbessern ;-) Hier gibts nach dem selbstproduzierten
Debüt-Album von 2008 eine neue EP, die auch wieder selbst
rausgebracht wird.
Auf dem Silberling gibts sechs neue Songs sowie eine unplugged
Version von dem Song "Makes my day". Los gehts mit dem recht
flotten Stück "Hello again", das problemlos an das gelungene
Debüt-Album anknüpfen kann. Poppiger Ska-Punk der teilweise in
recht hoher Geschwindigkeit dargeboten wird, auf der neuen EP
gibts aber auch einige langsamere Nummern, die nur streckenweise
schnelle Parts enthalten. Aber das macht überhaupt nichts, bei
Destination Anywhere gefallen auch die langsameren Stücke und
eingängig sind die sowieso. Neben dem ersten Song hat es mir vor
allem "You won't bring me down" angetan, bester Song auf der EP.
Wer auf Mad Caddies oder Less Than Jake steht, ist hier genau
richtig! Völlig unnötig sich mit so 'nem Quatsch wie "Außerdem
gewinnt die Band beim T-Mobile Local Support Contest, dessen
prominente Jury viel Lob für die Band findet" anzupreisen (Zitat
aus dem Promo-Schreiben), das schreckt mich eher ab ;-)
CD kommt inkl. Booklet mit den kompletten Songtexten. Hahaha,
und noch viel besser: Auf der CD ist ein Apfel mit dem Hinweis
"rub me" aufgedruckt. Nachdem man am Apfel gerieben hat, riecht
die CD doch tatsächlich nach Apfel :-)



Destination Anywhere - Party, love & tragedy - CD / Band-Homepage / Selbstproduziert

Tracklist:

01.) How You Feel
02.) Erdbeere
03.) The Quest
04.) Let Us Lie
05.) I Can Wait
06.) Ignorance & Consequences
07.) You Make Me Drown
08.) It's Going Down
09.) Expectations
10.) Nothing In My Hands
11.) Now I'm Fallin
12.) Tell Me
13.) I'm A Mess

Kritik:

Destination Anywhere sind wohl eine sehr aktive Band,
liegt der letzte Longplayer doch erst knapp ein Jahr
zurück. Und in diesem Jahr hat die Band nicht nur an
dem neuen Album gearbeitet, sondern auch noch eine
weitere EP nachgeschoben. "Party, love & tragedy" ist
jedenfalls das zweite Album.
Zur musikalischen Seite des Ganzen habe ich bei den
letzten Reviews schon genug geschrieben und das trifft
auch auf die neuen Songs zu: Schöne melodischer Punk-Rock
mit einem Schuss Hardcore und einem Schuss Ska. Irgendwie
habe ich die beiden letzten Releases etwas Ska-lastiger
in Erinnerung. Klar gibts nach wie vor einige Bläser-Einsätze,
diese halten sich aber meistens im Hintergrund. Dafür gibts
schönen Melodycore, der mir auch wesentlich besser gefällt
als die langsameren Ska-Songs. Gerade die flotteren Melodycore-
Kracher erinnern mich des öfteren an NOFX und die Ska-Einflüsse
finden sich da ja auch immer mal wieder. Gerade Song Nr. 5
"I can wait" erinnert mich stark an die Band um Fat Mike.
Hier in Deutschland gibts ja kaum ernstzunehmende Melodycore-
Bands, Destination Anywhere sind aber definitiv eine der
wenigen. Super finde ich übrigens auch die Tatsache, dass die
Band ihre Alben und EPs komplett selbst rausbringt! Also wer
auf Melodycore kalifornischer Prägung mit Ska-Einschlag steht,
sollte hier auf jeden Fall mal reinhören.
Das Cover finde ich ja eher etwas abschreckend. Dafür gibts im
Booklet der CD die kompletten Songtexte und auch ein Band-Foto.