D.O.A. - Plattenkritiken

D.O.A. - Hardcore 81 - CD / Bad Dog Records / Coretex Records

Tracklist:

01.) D.O.A.
02.) Unknown
03.) Slumlord
04.) Musical Interlude
05.) I don't give a shit
06.) M.C.T.F.D.
07.) Communication Breakdown
08.) 001 Loosers' Club
09.) Fucked Up Baby
10.) The Kenny Blister Song
11.) Smash the State
12.) My old man's a bum
13.) Bloodsucker Baby
14.) Waiting for you
Bonus EP "Don't turn yer back on Desperate Times"
15.) General Strike
16.) Race Riot
17.) A season in Hell
18.) Burn it down

Kritik:

D.O.A. dürfte den meisten von euch bekannt sein, da sie definitiv eine der wichtigsten
Bands für die 80er Hardcore Szene waren und diesen Stil auch entscheidend mit geprägt
haben. Die Band existiert seit 1978 und hat seither unzählige Longplayer und Singles
veröffentlicht. Bei dieser CD handelt es sich um die Wiederveröffentlichung des zweiten
Longplayers inkl. 4 Bonus Songs.
Geboten bekommt man 80er Hardcore, der es in sich hat. Man merkt, dass die Jungs 'ne
Menge Wut im Bauch haben und die kommt in den Songs gut zum Ausdruck. Druckvoller 80er
Hardcore mit politischen Texten und ohne das peinliche Proll-Verhalten, das man von
einigen heutigen Hardcore-Bands kennt. Das ganze kommt verdammt authentisch rüber und
das die Jungs das auch so meinen, was sie sagen, glaubt man ihnen.
Was ich verdammt schade finde ist die Tatsache, dass keine Song-Texte im Booklet
abgedruckt sind. Ansonsten auf jeden Fall ein Platte, die in keiner Sammlung fehlen
sollte. Da könnten sich einige Bands, die sich "Hardcore" nennen, ruhig mal eine
Scheibe abschneiden. So muss Hardcore klingen.





D.O.A. - War on 45 - CD / Sudden Death Records

Tracklist:

01.) Liar for hire
02.) I'm right, you're wrong
03.) America the beautiful
04.) War
05.) I hate you
06.) War in the east
07.) Class war
08.) World War 3
09.) Smash the State
10.) Master of War
11.) Earache
12.) Eve of destruction
13.) We don't need no god damn war
14.) Warmonger
15.) Bombs away
16.) World falls apart
17.) Fortunate son
18.) No god no war

Kritik:

Zur Band selbst muss ich wohl nicht mehr sonderlich viel
sagen, zählt sie doch zu den bekanntesten Bands der 80er
US Hardcore-Szene. Das hier vorliegende Album erschien
ursprünglich im Jahr 1982 als 8-Song 12" EP und wurde
jetzt nochmal neu aufgelegt, inkl. 10 Bonus-Songs, so
dass sich auf der CD insgesamt 18 Songs aus verschiedenen
Schaffensphasen der Band befinden.
Bekannt wurden D.O.A. durch ihren rotzigen 80er-Hardcore
mit jeder Menge Wut und Energie. Auf "War on 45" hat sich
die Band davon aber leider schon ein Stück entfernt. "Hardcore
81" zählt für mich definitiv zu den besten Hardcore-Platten
ever, "War on 45" enttäuscht mich da aber etwas. Das Ganze
kommt wesentlich rockiger daher und steht der Band meiner
Meinung nach nicht. Neben den ursprünglichen Songs der 12" EP
gibts hier noch auch noch Songs von den neueren Alben, sowie
von älteren Sachen. Die neueren Alben finde ich auch eher
langweilig, die älteren Songs sind dafür aber richtig klasse.
Die besten Songs auf der CD sind meiner Meinung nach: "No god,
no war", "World War 3" und "Smash the State". Wer die Band
D.O.A. noch nicht kennt, sollte lieber die "Hardcore 81" Platte
antesten ... wer dagegen die rockigeren Sachen von D.O.A. mag
und nicht schon alle Platten der Band besitzt, der könnte
hier richtig liegen.
Aufmachung der CD geht in Ordnung. Im umfangreichen Booklet
findet man eine kurz Story zur Entstehung von "War on 45",
sowie ein paar Bilder von der Band. Zudem gibts im Booklet
die Discographie von D.O.A. und natürlich auch die Texte.





D.O.A. - Live at the Assassination Club - DVD / Cherry Red

Tracklist:

Seething Wells:
01.) Roger
Mensi:
02.) Heaths Lament
Sparticus R:
03.) Africa
DOA:
04.) The Enemy
05.) I'm Right You're Wrong
06.) America
07.) Burn It Down
08.) DOA
09.) Rich Bitch
10.) Our World
11.) Watcha Gonna Do
12.) Liar For Hire
13.) Slum Lord
14.) General Strike
15.) Class War
16.) War In The East
17.) War
18.) 13 (Thirteen)
19.) New Wave Sucks

Kritik:

Die 1978 gegründete Band zählt wohl definitiv zu den
einflussreichsten Punk/Hardcore Bands aus Kanada und
haben unzählige nachfolgende Bands beeinflusst. Und
auch nach fast 30 Jahren Band-Geschichte ist die Band
immer noch nicht müde und nach wie vor aktiv.
Bei der hier vorliegenden DVD handelt es sich um einen
Mitschnitt aus dem Jahr 1984 von einem Konzert in Leeds.
Das Konzert wurde vom Autor und Promoter Nick Toczek
organisiert und zeigt DOA definitiv noch in ihrer besseren
Phase. Wie von der Band gewohnt gibts hier eine rotzige,
energiegeladene Mischung aus Punk-Rock und Hardcore, die
zu gefallen weiss. Sind zwar auch schon etwas langsamere
Songs dabei, allerdings auch viele aus ihrer früheren Phase,
die mir eindeutig besser gefallen. Insgesamt aber definitiv
ein gelungener Auftritt in guter Aufnahme-Qualität, der zu
wirklich keinem Zeitpunkt langweilig wird. Neben dem DOA
Auftritt gibts noch 3 Bonus-Tracks von Seething Wells,
Mensi und Spartacus R.



D.O.A. - Talk-Action=0 - CD / Sudden Death Records

Tracklist:

01.) That's why i'm an atheist
02.) Rebel kind
03.) They hate Punk Rock
04.) I live in a car
05.) The R.C.M.P.
06.) Don't bank on a bank
07.) Tyrants turn in hell
08.) The times they are a-changin'
09.) Captain Kirk, Spock, Scotty and Bones
10.) Don't let your life
11.) That's amore
12.) Consume! Consume!
13.) We won't give in
14.) Lookin' for a world

Kritik:

D.O.A. sind wohl die am längsten aktive und bekannteste
Hardcore-Band der ersten Stunde aus Kanada. Nach einer
Band-Geschichte von über 30 Jahren ist die Band um Joey
"Shithead" Keithley immer noch aktiv und veröffentlicht
mit "Talk - Action = 0" bereits das dreizehnte Album auf
dem bandeigenen Label Sudden Death Records.
Ich muss gestehen, dass ich die ersten D.O.A. Platten
liebe (Hardcore 81 ist der absolute Kracher), aber mit
den neueren Outputs nicht mehr sooo viel anfangen konnte.
Dies änderte sich erst wieder mit dem letzten Longplayer
"Northern Avenger", der musikalisch wieder in Richtung
Anfangstage geht. Dieser Weg wird glücklicherweise auch
mit dem hier vorliegenden Album weiter bestritten. Schön
melodischer und eingängiger Punk-Rock mit leichtem Hardcore-
Einschlag und den typisch bissigen und sozialkritischen Texten
von Joey Shithead. Klar ist das noch weit vom Sound der
"Hardcore 81" Platte entfernt, aber D.O.A. bewegen sich wieder
in die richtige Richtung und der punkige Sound steht der Band
wesentlich besser als der langweilige Alternative-Rock, der
zwischenzeitlich gespielt wurde. Mit "The R.C.M.P." gibts hier
auch einen richtigen Hit. Kann mir die Platte jedenfalls gut
anhören und für mich eine der besten Releases von D.O.A. in
den letzten 10 Jahren.
CD kommt inkl. Booklet, in dem sich neben den kompletten
Songtexten auch ein paar Bandfotos befinden. Eine europäische
Pressung des neuen Albums gibts übrigens auch, diese ist auf
Social Bomb Records erschienen.