Crisis What Crisis - Plattenkritiken

Crisis What Crisis - Christopher Street Day - MCD / Band-Homepage / Friendly Cow Records

Tracklist:

01.) Christopher Street Day
02.) One day the kids
03.) Mickey & Mallory
04.) The Blast

Kritik:

Crisis What Crisis kommen aus Köln. Die Band existiert eigentlich
schon seit über 10 Jahre. In dieser Zeit hat die Band ein paar
Singles und in diesem Jahr auch ein Album veröffentlicht. Nach
einigen Besetzungswechseln hat sich die Band im Sommer diesen
Jahres neu formatiert. Die hier vorliegende MCD erschien bereits
im Jahr 2003.
Musikalisch gibts hier schönen Pop-Punk mit zuckersüßen Melodien
und catchy Refrains, vor allem beim ersten Song. Bei den folgenden
Songs gehts dann zwar etwas schneller zu, trotzdem bleiben die
klasse Melodien und einprägsamen Refrains. Textlich geht es, wie
der Titel schon vermuten lässt, sehr politische zu. Im Titelstück
wird sich beispielsweise für Rechte von Homosexuellen eingesetzt,
sowie sich gleichzeitig mit der Anti-Homosexuellen-Kampagne der
damaligen Zeit in den USA kritisch auseinandergesetzt (was auch
das durchaus witzige Cover zeigt).
Die Aufmachung geht auch in Ordnung. Im (ziemlich dünnen) Booklet
findet man die kompletten Songtexte der 4 Songs.





Crisis What Crisis - Bad Toast - CD / Band-Homepage / Friendly Cow Records

Tracklist:

01.) Quit the job
02.) Taking Off
03.) Fontaine de vie
04.) Mexican beans cause the climate change
05.) The puke song
06.) Not allowed
07.) Speed of light
08.) Empty pocket
09.) Sweatshop girls
10.) Bright eyes
11.) Contradiction
12.) All night long
13.) Black hole in my head
14.) Verden è ei-auars-bott
15.) She said alright
16.) Sweet Dreams

Kritik:

Crisis What Crisis, aus Köln, können wohl als
Labelband von Friendly Cow Records bezeichnet
werden. Neben der Tatsache, dass sie ihre Platten
auf dem Label veröffentlichen, betreiben zwei
Leute von der Band dieses. Mit neuem Drummer
(seit 2005) legt die 3-köpfige Band hier ihren
zweiten Longplayer vor.
Die 16 neuen Crisis What Crisis Songs lassen sich
nicht so leicht in eine Schublade stecken, dafür
ist der Sound zu vielseitig. Die Grundlage bildet
dabei Punk-Rock, ansonsten wird viel experimentiert
und es gibts sogar einige Offbeat-Einlagen. Diese
halten sich allerdings in Grenzen und kommen nur in
wenigen Liedern vor. Ansonsten sind die Songs
allesamt sehr melodisch, poppig und werden meist
sehr flott vorgetragen. Neben den schon erwähnten
Off-Beat-Parts gibts hind und wieder auch Metal-
Anleihen. Die Songtexte sind meist auf englisch,
aber auch mal deutsch und französisch ("fontaine
de vie"). Inhaltlich gehts meist politisch zur
Sache, was sie schon auf ihrer letzten Christopher-
Street-Day Single gezeigt haben. Da ich seit ein
paar Wochen auch täglich malochen muss, freut mich
natürlich gleich der erste Song :-) Ansonsten
wird auch der Klimawandel thematisiert oder die
Produktionsbedingungen von Klamotten in Sweatshops.
Der letzte Songs ist dann noch eine Cover-Version
von "Sweet Dreams".
Alles in allem ein sehr gelungenes und auch sehr
abwechslungsreiches Album.
Neben der Musik ist auch die Aufmachung super geworden.
Die CD kommt im schicken Digi-Pack, das Cover ziert
ein Bild eines ziemlich verdreckten Tisches mit Kippen,
Essensresten und natürlich - passend zum Titel -
verkohlten Toasts und einem Toaster. Wenn die CD-
Hülle aufgeklappt wird, gibts innen ein Foto von den
Öffnungen eines Toasters und in dem einen Schlitz gibts
einen Einschub, in welchem das Booklet steckt. Dieses
sieht schließlich aus wie ein verbranntes Toast :-)
Im Booklet gibts die Songtexte, sowie ein Band-Foto,
auf welchem die Band an dem - noch gut aussehenden -
Tisch vom Covermotiv sitzt. Sehr schön ... man merkt
dass sich die Band Gedanken gemacht und diese auch
liebevoll umgesetzt hat.