Ceremony - Plattenkritiken

Ceremony - Still nothing moves you - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

01.) Dead Moon California (Midnight In Solitude)/The Difference Between Looking and Seeing
02.) Eraser Making Its Way Its Only Job
03.) He-god-Has Favored Our Undertakings
04.)) A Blight on Mental Health
05.) Plutocratic Swine Rake
06.) Vagrant
07.) Twenty Four Hour Fever Watch
08.) Entropy: No Meaning Is Also An Answer
09.) Carrying Flowers
10.) In Facile
11.) Overcast
12.) Birth. Conspire. Be. Upset.
13.) Uneven Pavement
14.) Fading Sounds Of Your Life
15.) Learn/Without

Kritik:

Hmm, weiss gar nicht wie lange es die Band Ceremony schon
gibt, auf ihrer Homepage und MySpace-Seite kann ich
diesbezüglich leider auch keinerlei Infos finden. Ihren
ersten Longplayer veröffentlichte die Band jedenfalls im
Jahr 2006. In der Zwischenzeit haben Ceremony noch eine
Single namens "Scared People" auf Bridge 9 Records
veröffentlicht und auf dem gleichen Label folgt jetzt
mit "Still nothing moves you" ihr zweites Album.
Und auf diesem finden sich 15 neue Hardcore-Kracher in
knapp 20 Minuten, wie man es von der Band kennt. Das
Ganze beginnt düster und atmosphärisch, geht aber ziemlich
schnell gradlinig nach vorne, wobei eine düstere Grundstimmung
beim kompletten Album mitschwingt. Ansonsten gibts schnellen,
chaotischen und durch die 80er beeinflussten Hardcore in
modernem Gewand und mit leichtem Punk-Rock-Einfluss. Die
meisten Songs sind kurz und knackig, extrem energiegeladen
und kommen ohne irgendwelchen Schnick-Schnack wie
beispielsweise Gitarrensoli oder andere Metal-Einflüsse
aus. Mich können die 15 Songs jedenfalls überzeugen und
ich würde die Band gerne mal live sehen.
Auch die Aufmachung der CD ist diesmal sehr düster gehalten.
Diese kommt in einem ziemlich schwarzen Digi-Pack inkl. einem
beiliegenden Textblatt. Die Aufmachung passt jedenfalls recht
gut zur Musik der Band.



Ceremony - Rohnert Park - CD / Band-Homepage / Bridge 9 Records

Tracklist:

01.) Into The Wayside Part I / Sick
02.) M.C.D.F.
03.) Moving Principle
04.) The Doldrums (Friendly City)
05.) Open Head
06.) Into The Wayside Part II
07.) Terminal Addiction
08.) Don’t Touch Me
09.) Back In ‘84
10.) All The Time
11.) The Pathos
12.) Nigh To Life
13.) Into The Wayside Part III

Kritik:

Knapp zwei Jahre sind vergangen seit dem letzten Ceremony
Album "Still nothing moves you" und mittlerweile konnte
ich mich auch von den Live-Qualitäten der Band überzeugen.
Nach der Vorab-Single "Sick" gibts jetzt mit "Rohnert Park"
den dritten Longplayer.
Nach dem ersten Hören war ich doch erstmal etwas überrascht.
Das neue Album ist definitiv nicht das, was ich von Ceremony
eigentlich erwartet hätte. Klar, alleine am Gesang erkennt
man die Band, aber musikalisch werden hier etwas andere Wege
eingeschlagen. Dominiert wird die Musik hier von recht düsterem,
aber auch relativ melodischem Mid-Tempo Punk-Rock. Die Hardcore-
Ausbrüche wurden ziemlich zurückgeschraubt und der "Gesang" ist
oft gesprochen. Textlich gibt sich die Band auf "Rohnert Park"
(so heisst übrigens das kalifornische Kaff, in dem die Leute
von Ceremony aufgewachsen sind) sehr nihilistisch, allerdings
ohne dass das zu irgendeinem Zeitpunkt peinlich wirkt. Wie gesagt
war ich nach dem ersten Hören etwas überrascht und ehrlich gesagt
auch etwas enttäuscht, aber nach mehrmaligem Hören hat mich das
neue Album doch ziemlich in seinen Bann gezogen und mittlerweile
gefällt mir die musikalische Entwicklung sogar recht gut. Die
Songs zünden erst nach mehreren Durchläufen, aber dann ist
"Rohnert Park" definitiv das eingängigste Werk bisher.
Die Aufmachung kommt recht minimalistisch daher, das passt aber
super ins Gesamtbild und vor allem das Coverbild könnte kaum
passender sein. Im Booklet gibts übrigens auch die kompletten
Songtexte zum Nachlesen.