Bastard Peels - Plattenkritiken
Bastard Peels - Wer das schlechte nicht ehrt - CD / Band-Homepage / Unundeux

Tracklist:

01.) Vielen Dank
02.) Nicht Mehr
03.) Wir sind Tot
04.) Party
05.) Nabel
06.) Geh Weg
07.) Streuner
08.) Ueberdruss
09.) Foltermord
10.) S.U.V.
11.) Wer das Schlechte nicht ehrt
12.) Paedopriester
13.) Propaganda
14.) Not
15.) Rezna
16.) Ich bin ein Mensch
17.) Aussteiger
18.) Das sind nicht Wir
19.) Hesin

Kritik:

Bastard Peels kommen aus Österreich, existieren seit fast zehn
Jahren (gegründet 2003), haben aber in dieser Zeit nicht viel
rausgebracht. Wenn die Angaben auf der Band-Homepage passen,
kam die erste Veröffentlichung erst 2008 raus, ein Jahr später
erschien ein weiterer Longplayer, wieder ein Jahr später eine
Split-CD mit Distaste und jetzt kommt der dritte Longplayer.
Für mich allerdings das erste, was ich von der Band höre und
auch das Label Unundeux ist mir völlig unbekannt.
Das was die Band hier in den 19 Songs musikalisch bietet ist
gar nicht so leicht in Worte zu fassen. Die Grundlage ist derber
Grindcore, vermischt wird das Ganze aber mit einem gehörigen
Punk-Einschlag und auch etwas Crust/D-Beat. Das ultraschnelle
Schlagzeuggeknüppel wird des öfteren durch langsamere,
schleppendere Parts unterbrochen, um dann im nächsten Moment
wieder in schnelles Geballer umzuschlagen. Ausser einem Song
bewegt sich der Rest immer unter der 2-Minuten-Grenze und der
4-Minuten Song ist hauptsächlich wegen dem nervigen Gitarren-
Solo so lang. Etwas ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die
Band deutschsprachige Texte hat und man die Texte oftmals
sogar verstehen kann, obwohl viel geschrien wird und sich die
Gewschwindigkeit der Musik meistens im oberen Bereich bewegt.
Hahaha, hört sich jetzt wahrscheinlich etwas komisch an, aber
für mich klingen Bastard Peels wie eine Mischung aus Japanische
Kampfhörspiele und COR oder gar Troopers. Naja, da ich mit
allen genannten Bands nicht viel anfangen kann, reissen mich
die Österreicher auch nicht vom Hocker. Schlecht isses aber
trotzdem nicht und wer auf punkigen Grindcore steht, sollte auf
jeden Fall mal ein Ohr riskieren.
CD kommt übrigens im schicken Digi-Pack inkl. aufklappbaren
Seitenteilen mit den kompletten Songtexten.