Bärbel - Plattenkritiken

Bärbel - Punkrockzirkus - 12" / Johnny Mofa Records

Tracklist:

Seite A:
01.) Bibi-Band
02.) Popstar
03.) Destiny Child
04.) Flug 110 aus Madrid
05.) Surfbrett
06.) Razor Road
07.) Kimono
08.) Toller Abend
09.) Im Flur
10.) Giovanni

Seite B:
01.) Vorliebe für Punk
02.) Baby Jane
03.) Sie haben es getan
04.) Einsam
05.) Strohhalm
06.) Paula
07.) Dance to the Beat
08.) Ljubi se istok I zapad
09.) Memory

Kritik:

Bei Bärbel handelt es sich um eine Hamburger Band, bei der die drei Mitglieder auch keine
Unbekannten in der Hamburger-Szene sind, sondern schon sehr viel Erfahrung in Bands, Fanzines
oder Label gesammelt haben (z.B. Funzine).
Was ich dann aber geboten bekomme hat mich etwas überrascht. Nicht dass die Band schlecht
ist, nein, das ist sie definitiv nicht, aber ich hätte was anderes erwartet. Eher so etwas
in Richtung Hamburger Schule, aber auch nach mehrmaligem Hören erinnert mich die Band
teilweise an die alten Scheiben von "The Lennons" mit teilweise düsteren Einflüssen, aber
immer verdammt melodisch.
Vor allem der erste Song "Vorliebe für Punk" auf der zweiten Seite gefällt mir verdammt
gut, aber auch die anderen Song sind gelungen. Textlich geht es meistens um persönliche
Dinge.
Auch die Aufmachung ist wieder gut gelungen. Wie auch bei der Scheibe von "The Varanes" auf
Johnny Mofa Records kommt die LP-Hülle wieder mit den kompletten Texten und weiteren Infos
zu Band und Label.
Auch wenn ich was anderes erwartet habe gefällt mir die Platte verdammt gut.





Bärbel / Hake Inferno - Johnny Knoxville Split - CD / Mata Hari Enterprises / Vice Lombardi Highschool Records

Tracklist:

Hake Inferno:
01.) Johnny Knoxville

Bärbel
01.) Johnny Knoxville (Stuntversion)
02.) Bratwurst mit Kartoffelsalat
03.) Schnellschuss Punk

Kritik:

Beide Bands auf dieser Split-Scheibe zählen wohl nicht zu den bekanntesten, wenn man die
Mitglieder aber betrachtet sieht man, dass es sich hier um alte Bekannte aus der Hamburger
Punk-Szene handelt.
Die Band Hake Inferno besteht aus Hake (3000 Yen, Bärbel), der sich dann mit Gale Anderson
(Bronx Boys), Arne Wagner (Noise Annoys, Square the Circle) und Nagel (Witte XP) ins Studio
begeben hat und den Song "Johnny Knoxville" von Bärbel gecovert hat. Musikalisch bekommt man
hier Rock'n'Roll mit starken Punk Einflüssen geboten. Und der Song an sich ist auf jeden Fall
auch ein Hit.
Danach kommen dann Bärbel. Auch die Leute von Bärbel treiben schon lange ihr Unwesen in der
Hamburger Punk-Szene (Fanzines und Bands) und geben hier ihre Version von Johnny Knoxville
zum Besten. Da hier etwas schnellerer Punk-Rock gespielt wird heisst das Ganze auch "Stuntversion".
Neben diesem Song gibt es auf der Single noch zwei weitere Songs. Bei "Bratwurst mit Kartoffelsalat"
handelt es sich um einen Song, der vom "Hymnencharakter" wohl bei "Eisgekühlter Bommerlunder"
anzusiedeln sein dürfte, auch der Text ist ähnlich schwachsinnig. Der dritte Song "Schnellschuss
Punk" ist dann wieder in typischer Bärbel Manier. Klasse Punk-Rock mit persönlichen Texten.
Wie schon bei der Platte geschrieben erinnert mich die Band irgendwie, sowohl textlich als auch
musikalisch, an die Lennons in ihren frühen Tagen.
Beide Bands passen hier eigentlich perfekt zusammen und gefallen mir auch beide ziemlich gut.
Einziger Kritikpunkt hier ist die Tatsache, dass leider keine Texte oder Kontakt-Möglichkeiten
zur Band mit dabei sind, dafür ist aber das Cover richtige gut gelungen. Ansonsten eine gelungene
Scheibe.