Bad Brains - Plattenkritiken

Bad Brains - Live at CBGB 1982 - CD / Band-Homepage / MVD Audio

Tracklist:

01.) Big Takeover
02.) I
03.) Jah the conquerer
04.) Supertouch / Shitfit
05.) Rally Round Jah's throne
06.) Right Brigade
07.) FVK
08.) I and I survive
09.) Destroy Babylon
10.) Joshua's Song
11.) Unity Dub
12.) The meek
13.) Banned in DC
14.) How long can a punk get
15.) Riot Squad
16.) I and I rasta
17.) We will not
18.) The regulator
19.) All rise to meet Jah

Kritik:

Die Bad Brains zählen wohl ohne Frage zu den wichtigsten
und einflussreichsten Hardcore-Bands in Amerika. Gegründet
im Jahr 1979 in Washington D.C. prägte die Band die erste
Hardcore-Welle sehr stark. Veröffentlichungen wie bspw. die
"Pay to cum" Single oder die Alben "Bad Brains" und "Rock
For Light" zählen heute definitiv zu den Hardcore-Klassikern
schlechthin. Selbst bekanntere Bands/Sänger wie No Doubt oder
Moby coverten Songs von den Bad Brains.
Aber auch wenn die Band sicherlich enorm wichtig für die Hardcore-
Szene war, gehen sie mir mittlerweile ziemlich am Allerwertesten
vorbei. Neben homophoben und sexistischen Sprüchen der Band hat
dazu sicherlich auch ihre Reaggae / Rastafari Phase beigetragen.
Bei der hier vorliegenden CD handelt es sich um Live-Aufnahmen
der Band aus dem Jahr 1982. Aufgenommen wurden die Live-Mitschnitte
im legendären CBGB in New York. Neben Hits aus der Hardcore-Phase
wie "Banned in DC" oder "I" gibts leider auch einige langweilige
Reggae-Nummern mit religiösen Lyrics wie bspw. "Jah the conqueror"
oder "Rally round Jah's throne". Aufnahme-Qualität ist leider auch
nicht sonderlich gut. Bleibt also unterm Strich eine recht dürftige
Live-CD einer kontroversen Band. Die CD braucht meiner Meinung nach
kein Mensch ... wenn dann lohnt sich hier wohl eher der Kauf der
DVD. Aufgrund homophoben, sexistischen und religiösen Ausfällen der
Band, kann ich sie aber definitiv nicht weiterempfehlen.
Nachdem ich mir gestern Abend den Film "American Hardcore" angeschaut
habe, wird mein negativer Eindruck über die Bad Brains nur bestätigt.
Aussagen des Sängers wie "Ich habe sie meine Schüler genannt", "PMA
als spiritueller Pfad zur Bibel" oder "dann war die Mission klar, wir
mussten nach New York" muss ich hier wohl nicht näher kommentieren.