Astray - Plattenkritiken

Astray - Silence is not an option - CD / Band-Homepage / Rügencore Records

Tracklist:

01.) Revenge
02.) Reincarnated
03.) Tear It Down
04.) Raise Your Fist
05.) Fuckin Deprived
06.) A Paradox Solution
07.) Angry Bastard
08.) The Infection - The Human
09.) 152 vs. 88
10.) Hypocrisy Nation
11.) Astray
12.) Crude Valuation

Kritik:

Von der Insel Rügen kommen die vier Jungs von Astray.
Gegründet wurde die Band wohl irgendwann im Jahr 2005
und ein Jahr später erschien ihre erste EP "Reincarnated",
welche die Band selbst rausgebracht und vertrieben hat.
Mit Rügencore Records hat sich für den ersten Longplayer
jetzt ein passendes Label gefunden.
Wenn ich den Begriff Rügencore höre, denke ich zuerst an
die Band COR, die diesen Begriff in den letzten Jahren
geprägt haben. Musikalisch gibt es zwischen den beiden
Bands sicherlich auch einige Ähnlichkeiten. Astray spielen
druckvollen Metal mit starkem Hardcore-Einfluss. Als
Metalcore würde ich das Ganze nicht unbedingt bezeichnen,
da ich mit den meisten Bands dieses Genres nicht viel
anfangen kann. Astray dagegen gefallen mir recht gut.
Positiv fällt bei den 12 Songs auf jeden Fall auch der
Thrash-Metal-Einfluss auf, der die Band vom sonst üblichen
Metalcore-Einheitsbrei abhebt. Aber auch textlich gibts
hier keine nichtssagenden Metalcore-Lyrics, sondern
durchaus politische Statements. Als Anspieltipps empfehle
ich "Raise your fist" und "Angry Bastard".
Die CD kommt mit umfangreichem Booklet, in dem sich neben
diversen Fotos der verschiedenen Band-Mitglieder auch die
kompletten Songtexte befinden.



Astray - Infierno - CD / Band-Homepage / Rügencore Records

Tracklist:

01.) Le presentamos: Infierno
02.) Captured in Life
03.) Hope & Pain
04.) Delorian
05.) Da Vinci's secret
06.) Full throttle
07.) The crown
08.) Fill my mind
09.) Leaving was my cure
10.) Dialogue in minor
11.) Deception

Kritik:

Das erste Mal aufmarksam auf Astray wurde ich durch ihren
ersten Longplayer, der mir vom Label zum Besprechen zugeschickt
wurde. Seither habe ich nichts mehr von der Band gehört, aber
so wie ich ihrer Discografie entnehmen kann, wurde 2010 noch
eine 5-Song EP veröffentlicht. Und fast fünf Jahre nach dem
ersten Album wird jetzt das zweite nachgeschoben.
Da ich den ersten Longplayer nicht mehr angehört habe, seit ich
die Plattenkritik dazu geschrieben habe, kann ich mich kaum an
den Sound erinnern. Aber soweit ich weiss hatte die Band damals
einen stärkeren Hardcore-Einschlag. Mittlerweile bewegt sich die
Band fast komplett im Metal, mit schier endlosen Gitarren-Soli
und fetter Produktion. Keine Ahung ob sich mein Musikgeschmack in
den letzten fünf Jahren so stark verändert hat, oder ob Astray
sich so geändert haben. Mit den hier vorliegenden 11 Songs kann
ich jedenfalls nicht viel anfangen. Langweiliger Metal mit ein
paar Mosh-Parts und viel zu vielen bzw. viel zu langen Gitarren-
Soli. Zwar bewegt sich das Ganze meistens im oberen Tempo-Bereich,
aber der Metal-Gesang geht mir sehr schnell auf die Nerven. Hahaha,
und dazu noch das abgrundtief hässliche Cover ... ich denke ich
werde in Zukunft einen Bogen um die Band machen - überhaupt nicht
(mehr??) mein Fall!