Antidote - Plattenkritiken
Antidote - No peace in our time - CD / Band-Homepage / Bridge Nine Records

Tracklist:

01.) Conspiracy of None
02.) The Hate Machine
03.) No Peace in Our Time
04.) Time Is Right, Ready to Fight
05.) Unaffected
06.) Don't Blame Me
07.) Live for Nothing
08.) Not Like Them
09.) Rise Above
10.) Ignorance (Let's Be Friends)

Kritik:

Antidote kommen aus New York und dürften den meisten unter
euch als klassische Vertreter des 80er NYHC-Sounds bekannt
sein. Ihr erste Single "Thou Shalt Not Kill" gilt (zu recht!)
als absoluter Klassiker des Genres und knapp 22 Jahre nach
ihrem letzten Longplayer hat sich die Band wieder zusammen-
gefunden und haut ein neues Album raus.
An die grandiose erste 7" kommt das hier zwar leider nicht
ganz ran, aber der Longplayer von 1990 wird hier getoppt
und ich bin wirklich positiv überrascht. Schneller, energie-
geladener Hardcore-Punk mit jeder Menge Power und Aggression.
Im Vergleich zum klassischen NYHC setzen Antidote glücklicherweise
nicht auf stumpfen Metal, sondern zeigen hier klare Punk-Rock
Wurzeln und kommen daher überhaupt nicht prollig rüber, was in
dem Genre ansonsten leider recht oft der Fall ist. Mit "Unaffected"
gibts einen recht melodischen Mid-Tempo Track, bei den restlichen
neun Songs wird das Gaspedal aber ordentlich durchgedrückt und
gnadenlos nach vorne gebrettert. Beim Black Flag Cover "Rise Above"
ist übrigens Roger Miret von Agnostic Front als Gastsänger mit
dabei, allerdings ist das für mich auch der schwächste Song der
Platte. Insgesamt ist "No peace in our time" allerdings eine richtig
gelungene 80er Hardcore-Scheibe, die mich total aus den Socken gehauen
und wirklich positiv überrascht hat! Ähnlich wie bei The Alligators
schaffen es die alten Säcke wohl wirklich am besten, authentischen
80er Hardcore zu machen ...