Angelic Upstarts - Plattenkritiken

Angelic Upstarts - Sons of Spartacus - LP / Knock-Out Records

Tracklist:

Seite A:
01.) Safe Haven
02.) Lonely man of Spandau II
03.) Supergrass
04.) Chuck Taylor (Ace of Hearts)
05.) Caught in the Crossfire
06.) Action Man
07.) Don't get old (in Tony's Britain)
08.) South Shields Born'n'Bred

Seite B:
01.) Tally Ho Ginger
02.) Maxwell Dynasty
03.) Stop the city
04.) The great Divide
05.) Bandiera Rossa
06.) Stand Up
07.) Anti-Nazi

Kritik:

Daran hätte ich eigentlich kaum noch geglaubt, dass man von den älteren Herren
aus England auch mal wieder was hört. Wie man auch auf dem Foto auf der
Rückseite des Covers entdecken kann sind die Jungs von Angelic Upstarts echt
schon alt geworden. Und das hat mein Vorurteil zu der Platte eigentlich auch
schon beeinflusst. Wie viele alte Punk-Helden gab es denn in letzter Zeit, die
mal wieder ein Album unter das Volk geschmissen haben, das eigentlich nur noch
peinlich war, weil ihnen einfach die Power fehlt oder weil es eigentlich nur
ein Abklatsch aus längst vergangenen Tagen ist.
Ganz anders ist das aber bei den Angelic Upstarts. Zwar musste ich das Album
drei bis vier mal anhören, aber mit jedem Anhören gefiel mir schließlich besser
was ich gehört habe. Zwar sind die Jungs mit dem Alter etwas langsamer geworden,
aber sicherlich nicht schlechter. Sie rocken immer noch verdammt gut und es handelt
sich hier echt um Ohrwürmer, die man nach ein paar Mal hören schon lautstark
mitgröhlen kann.
Außerdem fallen an der Band auch die Texte sehr positiv auf, was man eigentlich
von einer Oi-Band nicht immer behaupten kann. Als Beispiel sei hier nur mal der
letzte Song "Anti-Nazi" genannt, in dem sie ganz klar Stellung beziehen. Da könnten
sich andere jüngere Oi-Bands gerne mal ein Beispiel dran nehmen.





Angelic Upstarts - The Independent Punk Singles Collection - CD / Anagram Records

Tracklist:

01.) The Murder Of The Liddle Towers
02.) Police Oppression
03.) Woman In Disguise
04.) Lust For Glory
05.) 42nd Street
06.) Solidarity
07.) Five Flew Over The Cuckoo?s Nest
08.) Dollars & Pounds
09.) Don?t Stop
10.) Not Just A Name
11.) The Leech
12.) Leave Me Alone (Live)
13.) Liddle Towers (Live)
14.) White Riot (Live)
15.) Machine Gun Kelly
16.) Paint It In Red
17.) There?s A Drink In It
18.) Brighton Bomb
19.) Thin Red Line
20.) Soldier
21.) England (Live)
22.) We?re Gonna Take The World (Live)
23.) The Young Ones (Live)

Kritik:

Die Angelic Upstarts zählen wohl zu den bekanntesten
und zugleich auch ältesten, immer noch aktiven Punk-
Bands aus England. Gegründet wurde sie 1977, zwei
Jahre später erschien dann die legendäre erste Single
"Murder of Liddle Towers" und der erste Longplayer.
In den 30 Jahren ihrer Existenz gab es ziemlich viele
Lineup-Wechsel und mittlerweile ist nur noch der
Schlagzeuger von den Original-Besetzung dabei, wobei
dieser zwischenzeitlich auch einige Jahr nicht dabei
war und erst 2006 wieder zurückkehrte.
Auf der hier vorliegenden Collection befinden sich
alle wichtigen Angelic Upstarts Singles aus den Jahren
1978 bis 1988. Ursprünglich erschien die CD bereits
1995, wurde jetzt aber nochmal neu aufgelegt. Zur
Musik muss ich wohl nicht mehr viel sagen, haben die
meisten doch sicherlich schon den ein oder anderen
Song der Band gehört. Die Angelic Upstarts spielen
eine Mischung aus melodischem 77er Punk und Street-
Punk. Das Ganze ist sehr eingängig und Song wie "Police
Oppression", "Womand in disguise" oder "Solidarity"
bleiben gleich nach dem ersten Hören im Ohr hängen.
Textlich gibt es bei der Band neben den typischen
Working-Class Themen und sozialkritischen Inhalten
mit "England" leider auch patriotische Töne ...