Abbruch - Plattenkritiken
Abbruch - Nimmerland / Band-Homepage / Impact Records / Abbruch Records

Tracklist:

01.) Tetris
02.) Nimmerland
03.) Die Frau Im Gr#nen Mini
04.) Alice
05.) Besonderer Mensch
06.) Urlaub
07.) Mäh, Ach Nee: Muh!
08.) Filmriss
09.) Schwesterherz
10.) Egal
11.) Gez
12.) Rose
13.) Hoffnungsschimmer
14.) Spar FM
15.) Bye, Bye Mademoiselle

Kritik:

Abbruch kommen aus der Nähe von Berlin und existieren seit fast
10 Jahren. In dieser Zeit wurde wohl fleissig live gespielt und
auch zwei Longplayer veröffentlicht - 2009 und 2011. Für den hier
vorliegenden, dritten Longplayer, wurde extra das Band-eigene Label
Abbruch Records ins Leben gerufen und die CD zusammen mit Impact
Records veröffentlicht.
Sowohl der Band-Name als auch die Label-Wahl dürften klarmachen, in
welche Richtung das Ganze geht - Deutschpunk. Und leider auch ganz
schrecklicher, nämlich deutschsprachiger Fun-Punk. Bis auf Die Ärzte
und Schließmuskel fällt mir da spontan keine Band ein, die das gut
hinbekommen hat. OK, vielleicht noch die ganzen Claus Lüer Bands,
falls die auch in das Genre passen. Aber davon sind Abbruch leider
sehr weit entfernt. Musikalisch orientiert sich das Ganze eher am
90er Impact Deutsch-Punk und ein Vergleich zu Dödelhaie passt hier
wohl ganz gut. Musikalisch zeigt sich die Band sehr abwechslungsreich
und es werden haufenweise Einflüsse aus anderen Musikrichtungen mit
eingebracht, u.a. Ska. Aber für mich gilt da eher: Wenn schon Deutsch-
Punk dann eher Ufta-Ufta und schön stumpf, hahaha. Tja, und ob das
nicht alles schon schlimm genug wäre, gibts noch die pseudowitzigen
und meistens ultrapeinlichen Texte über Frauen im grünen Mini, Saufen,
Feiern etc. Einzig erträgliche Stelle ist die zweite Hälfte von "Egal",
da gibts nämlich schnelleren Punk-Rock mit leichtem Hardcore-Einschlag.
Allerdings ist das auch ganz schnell schon wieder vorbei :-(
Hahaha, und abgerundet wird das Album dann noch mit einem hässlichen
Cover, passend zur Musik ...